Osnabrück Walnüsse, Cashewkerne, Mandeln: Mit diesen Nüssen halten Sie sich fit
Mit dem Herbst haben auch Nüsse wieder Saison. Die sind nicht nur ein leckerer Snack, sondern haben auch jede Menge gesunder Inhaltsstoffe. Doch Nuss ist nicht gleich Nuss. Ein Überblick über die gesündesten und leckersten.
Nuss ist nicht gleich Nuss. Und selbst Haselnuss ist nicht gleich Haselnuss. Ganz im Gegenteil sogar gibt es nicht nur mehrere verschiedene Arten, sondern auch Dutzende unterschiedliche Sorten, die natürlich alle ihren ganz eigenen Geschmack haben. Kulinarisch lassen sich zwei grundsätzliche Unterscheidungen treffen.
Zum einen gibt es da die Gemeine Hasel (Corylus avellana), auch Zellernuss genannt, die in Mitteleuropa heimisch ist und in der freien Natur wie auch in vielen Gärten vorkommt. Die Nüsse sind eher rundlicher, kleiner und nicht so süß wie die der Lambertshasel (Corylus maxima), die im Handel wesentlich verbreiteter ist und vor allem aus der Türkei zu uns kommt. Beide Arten sind aber reich an Ballaststoffen und vor allem an Biotin, das u. a. eine zentrale Rolle im Stoffwechsel einnimmt und gut für Haare, Nägel und Haut ist.
Aber auch Vitamin C und E, sowie Calcium, Kalium, Phosphor und Magnesium sind enthalten. Haselnüsse intensivieren ihr Aroma, wenn sie geröstet werden. Als Beilage zu Wildgerichten, aber auch in Salaten, Saucen sowie Desserts oder Müslis und natürlich in Backwaren aller Art eignen Haselnüsse sich ganz besonders gut. Frisch vom Baum schmecken Haselnüsse mild und aromatisch.
Die Echte Walnuss (Juglans regia) zählt zu den beliebtesten Nüssen überhaupt. Kein Wunder, denn die auch in Mitteleuropa vorkommenden Walnüsse sind nicht nur überaus lecker, sie haben es auch im wahrsten Sinne des Wortes in sich. Sie haben im Vergleich zu anderen Nüssen nämlich einen relativ hohen Gehalt an Alpha-Linolensäure, einer essenziellen Omega-3-Fettsäure, die unter anderem entzündungshemmend wirkt und gut für die Blutgefäße ist.
Neben den Vitaminen B1, B2, B6, C und E finden sich auch Magnesium, Kalium, Calcium, Phosphor, Eisen sowie Zink und andere wichtige Inhaltsstoffe, sodass Walnüssen gleich eine ganze Reihe an gesundheitsförderlichen Wirkungen zugeschrieben werden, u. a. in Bezug auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes.
Zudem gelten sie als regelrechtes Brainfood, denn sie sind aufgrund ihrer B-Vitamine im wahrsten Sinne des Wortes Nervennahrung. Besonders lecker sind Walnüsse natürlich im Salat, im Stück, kleingehackt oder aber auch als aromatisches Walnussöl. Zum Käse, aber auch in Backwaren sowie Desserts sind sie überaus beliebt und natürlich eignen sie sich auch ganz hervorragend zum Naschen für zwischendurch.
Wichtig ist, darauf zu achten, dass die Nüsse möglichst luft- und lichtdicht verschlossen an einem kühlen Ort gelagert werden, da sie sonst ihre wertvollen Inhaltsstoffe verlieren und nach einiger Zeit beginnen, ranzig zu schmecken.
Erdnüsse werden gerne in der afrikanischen und südostasiatischen Küche verwendet. Hierzulande kennen wir sie vor allem aus der Erdnussbutter und vom Naschen vor dem Fernseher, gesalzen oder als Erdnussflips. Beim Snacken ist es natürlich auch ein großer Vorteil, dass sie sich im Gegensatz zu anderen Nüssen so schön leicht von ihrer Schale trennen lassen.
Das hat durchaus seinen Grund, denn Erdnüsse sind im botanischen Sinne eigentlich gar keine Nüsse, vielmehr zählen sie zu den Hülsenfrüchten. Dennoch schmecken sie natürlich wie eine Nuss und heißen ja auch so.
Erdnüsse haben einen relativ hohen Eiweißanteil von etwa 25 Gramm pro 100 Gramm Erdnuss, was sie für Vegetarier und Veganer interessant macht. Zudem weisen sie einen relativ hohen Anteil an der Aminosäure L-Arginin (mehr als 3 Gramm pro 100 Gramm Nuss) auf, die gut für die Wundheilung ist und Blutdruck- sowie Cholesterinspiegel reguliert. Bedacht werden will allerdings auch, dass Erdnüsse ein relativ hohes allergenes Potential haben.
Cashewnüsse zählen botanisch eigentlich nicht zu den Nüssen, sondern zu den Steinfrüchten. Dennoch schmecken sie nussartig und wir sind gewöhnt, sie als Nüsse zu bezeichnen. Cashewkerne wäre aber vielleicht doch das bessere Wort. Gesalzen oder gewürzt eignen sich die Cashewnüsse hervorragend zum Naschen, denn kaum eine andere Nuss ist so zart im Geschmack.
Auch geröstet und karamelisiert werden sie im Handel angeboten und natürlich findet man sie auch im Müsli. In der asiatischen Küche werden Cashewnüsse gerne in Wok- und Reisgerichten verwendet. Die Kerne enthalten zu nahezu 50 Prozent Fett.
Allerdings handelt es sich hierbei in der Mehrheit um ungesättigte Fettsäuren. Aber auch B-Vitamine und ein relativ hoher Gehalt an Kalium und Magnesium sind vorhanden. Besonders hoch ist der Anteil der essentiellen Aminosäure Tryptophan, die vom Körper nicht gebildet werden kann und über die Nahrung zugeführt werden muss. Im Körper wird sie zum Stimmungsaufheller Serotonin umgewandelt.
Cashewnüsse müssen unbedingt luftig, trocken und kühl gelagert werden, da sie ansonsten schon nach nur relativ kurzer Zeit schal und ranzig werden.
Die ursprünglich aus Australien stammende Macadamianuss wird auch als Königin der Nüsse bezeichnet. Das hat durchaus seinen Grund, denn Macadamianüsse sind ausgesprochen lecker. Zudem lassen sie sich nicht ganz einfach anbauen und weiterverarbeiten, sodass sie zu den teuersten Nüssen überhaupt zählen. Im Handel werden die kugelförmigen Nüsse der beiden Pflanzenarten Macadamia integrifolia und Macadamia tetraphylla als Macadamianüsse bezeichnet.
Die Macadamias, die heute weltweit gehandelt werden, kommen übrigens längst nicht mehr nur aus Australien. Auch auf Hawaii, in Afrika, in Südamerika und Kalifornien und einigen anderen Regionen der Welt werden sie inzwischen angebaut. Beim Naschen vor dem Fernseher müssen Tierbesitzer allerdings darauf achten, ihren Vierbeinern nichts von der Leckerei abzugeben, denn Macadamianüsse sind für Hunde und Katzen giftig.
Mit über 70 Prozent hat die Macadamianuss übrigens den höchsten Fettgehalt aller Nüsse. Allerdings besteht dieses zu über 80 Prozent aus den gesünderen ungesättigten Fettsäuren.
Die Pekannuss schmeckt ein wenig wie eine Walnuss und das hat durchaus seinen Grund, denn der aus Nordamerika stammende Pekannussbaum (Carya illinoinensis) zählt zu den Walnussgewächsen. Allerdings ist die Pekannuss etwas süßer und milder als die Walnuss.
Auch die Pekannuss ist botanisch gesehen gar keine Nuss, sondern eine Steinfrucht. Zudem ist sie eine wahre Kalorienbombe, weist allerdings hauptsächlich ungesättigte Fettsäuren auf.
Zurzeit wird viel über die Nüsse geforscht. Die Wissenschaftler interessiert unter anderem, inwieweit Pekannüsse den Wert des LDL-Cholesterins senken können und sich somit für eine nussreiche Diät eignen. Neben Kalium, Phosphor und Magnesium finden sich Vitamin C und andere gesunde Inhaltsstoffe.
In der Küche passen Pekannüsse gut zu zu Geflügel und Käse, schmecken aber auch in Salat und Müsli hervorragend. Pekannussöl gibt Salaten ein ganz besonderes Aroma. Wer Pekannüsse kühl und trocken lagert, kann sie bis zu einem Jahr lang verwenden, ohne dass die Gefahr groß ist, dass sie ranzig werden.
Pistazien werden vor allem in den USA, der Türkei und dem Iran angebaut, aber auch in Italien, Spanien und Griechenland. Sie haben viel Gesundes in sich, wie etwa B-Vitamine, Kupfer und Kalium, schmecken aber natürlich vor allem hervorragend.
Ihr Geschmack ist süßlich und mandelartig, aber zugleich auch ein wenig würzig. Genau diese Kombination macht den Unterschied. So finden sie einerseits sogar in der Wurstherstellung Verwendung, eignen sich andererseits aber auch besonders gut für Süßspeisen aller Art.
Geröstet und gesalzen sind sei ein beliebter Snack. Die Schale der Pistazie macht übrigens ca. 50 Prozent des Gesamtgewichts aus, sodass der essbare Anteil von 100 Gramm Pistazien bei etwa 50 Gramm liegt. Auch Pistazien sind im botanischen Sinne keine Nüsse. Dennoch schmecken sie natürlich wie eine Nuss.
Auch wenn sie so schmecken und ähnliche Inhaltsstoffe haben: Mandeln sind strenggenommen ebenfalls keine Nüsse, sondern zählen als Kern der Mandelbaumfrucht zum Steinobst. Das macht sie jedoch nicht weniger vielseitig und gesund: Sie enthalten wichtige Ballaststoffe, Proteine, Vitamin E und B2 sowie Mineralstoffe wie Magnesium, Calcium, Kalium und Zink. Durch ihr ausgewogenes Verhältnis der ungesättigten Fettsäuren machen sie besonders satt.
Studien liefern Hinweise darauf, dass Mandeln vor allem das Herz-Kreislauf-System unterstützen können, den Blutzuckerspiegel konstant halten und somit auch Heißhungerattacken vorbeugen. Da sich die Nährstoffe auch in der Mandelhaut befinden, sind ungeschälte Mandeln übrigens besonders empfehlenswert, schmecken allerdings etwas herber als die süßliche, blanchierte Version.