Bauvorhaben  Neuer Marienhafer Aldi wächst in die Höhe

| | 07.11.2024 19:14 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Um die Bodenplatte und die Laderampe (im Bild rechts) des neuen Aldi-Marktes zu gießen, waren einige Betonmischer-Ladungen erforderlich. Foto: Thomas Dirks
Um die Bodenplatte und die Laderampe (im Bild rechts) des neuen Aldi-Marktes zu gießen, waren einige Betonmischer-Ladungen erforderlich. Foto: Thomas Dirks
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Die neue Filiale in Marienhafe nimmt schnell Form an. Das liegt an einer besonderen Bauweise.

Marienhafe - Form nimmt die neue Aldi-Filiale in Marienhafe an. Und zwar schnell. Von Tag zu Tag ist der Fortschritt auf der Baustelle an der Ecke Rosenstraße/Mühlenloog zu beobachten.

Wie mehrfach berichtet, entsteht der neue Aldi auf dem Gelände des ehemaligen Edeka-Marktes Kruse. Der war im August abgerissen worden. Edeka hatte den Standort verlassen und Ende April dieses Jahres das neue E-Center auf dem früheren Toom-Gelände auf der anderen Seite der Rosenstraße eröffnet (wir berichteten).

Aldi ist bisher neben dem Combi-Markt im Gewerbegebiet Upgant-Schott ansässig. Mit dem Umzug nach Marienhafe wird Aldi wachsen: 1050 Quadratmeter Verkaufsfläche soll die neue Filiale haben. Bisher sind es 760 Quadratmeter.

Im April dieses Jahres hatte der Rat der Gemeinde Marienhafe die kommunale Bauleitplanung für den neuen Aldi-Markt endgültig abgeschlossen. Das Gremium gab einstimmig grünes Licht für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan (Nummer 0235). Er war eine der Voraussetzungen, damit der neue Supermarkt gebaut werden konnte. Erst wenn eine Bauleitplanung abgeschlossen ist, erteilt der Landkreis Aurich die Baugenehmigung, an der der Baustart hängt.

Diese vom Unternehmen veröffentlichte Visualisierung zeigt, wie der neue Aldi-Markt in Marienhafe aussehen soll. Grafik: Aldi Nord
Diese vom Unternehmen veröffentlichte Visualisierung zeigt, wie der neue Aldi-Markt in Marienhafe aussehen soll. Grafik: Aldi Nord

Eine weitere Voraussetzung war der sogenannte Durchführungsvertrag zwischen der Gemeinde und der Aldi-Grundstücksgesellschaft, den der Gemeinderat ebenfalls genehmigen soll. Dieser städtebauliche Vertrag regelt unter anderem, dass die Kosten für die Erstellung des Bebauungsplans von den Investoren zu tragen sind.

Der Bebauungsplan schreibt beispielsweise die maximale Größe der Verkaufsfläche, die Höhe des Gebäudes und die Art des Sortiments vor. Auch ist darin eine geplante Lärmschutzwand zwischen dem neuen Aldi-Markt und dem Grundstück der Scheweling-Mühle eingezeichnet, wo der Anlieferverkehr ankommt. Dieser rollt künftig nur noch über die Rosenstraße auf das Grundstück und nicht mehr, wie bisher, über den Mühlenloog, wo es nur noch Mitarbeiterparkplätze geben soll. Für Aldi-Kunden werden 80 Stellflächen angelegt, darunter auch breite Parkplätze für Menschen mit körperlicher Behinderung sowie Eltern-Kind-Stellflächen.

Auf Tiefladern werden die vorgefertigten Bauteile (hier Wände mit Türöffnungen) nach Marienhafe gebracht. Foto: Thomas Dirks
Auf Tiefladern werden die vorgefertigten Bauteile (hier Wände mit Türöffnungen) nach Marienhafe gebracht. Foto: Thomas Dirks

Die Grundfläche des geplanten Aldi-Gebäudes wird kleiner sein als die des alten Edeka-Marktes.

Gestaltet wird der neue Aldi-Markt nach Unternehmensangaben nach dem aktuellen Filialkonzept, das Wert auf helle und freundliche Einkaufsatmosphäre und breite Gänge lege.

Bei den Baustoffen setzt Aldi auf Nachhaltigkeit: Die Baubeschreibung sieht den Einsatz von Materialien vor, die schnell und einfach wiederverwertet werden können. Die Fassadenelemente aus Lochblech können zudem bei anderen Bauten weitergenutzt werden.

Neueröffnung im März 2025

Bei diesem freistehenden Markt setze man mit Holz zudem auf einen Baustoff, der nicht nur mit seiner Optik punktet, sondern auch für ökologisches Bauen steht, heißt es. Die Bauteile sind vorgefertigt, werden auf Tiefladern angeliefert und müssen vor Ort nur noch zusammengesetzt werden.

Die Neueröffnung ist laut Aldi Ende März des kommenden Jahres geplant.

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