Feuerwehr im Einsatz 66-Jährige aus brennendem Haus in Norden gerettet
Die Feuerwehr ist am späten Montagvormittag im Einsatz gewesen. Ein Einfamilienhaus hat in Norden Feuer gefangen. Die Rauchsäule ist über der ganzen Stadt sichtbar.
Norden - Ein Einfamilienhaus ist am Montag, 4. November 2024, in Norden in Brand geraten. Die Feuerwehr wurde gegen 11.15 Uhr zu dem Feuer an der Donaustraße im Norder Ortsteil Tidofeld gerufen. Eine dicke Rauchsäule über dem Stadtteil war zu diesem Zeitpunkt bereits von Norddeich aus zu sehen. Die 66 Jahre alte Bewohnerin war noch im Gebäude, als die Feuerwehr eintraf. Für sie bestand laut Weege akute Lebensgefahr.
Die Feuerwehr brach die Haustür mit Brechwerkzeug auf und hörte die Frau im Gebäude rufen. Ohne Atemschutzgeräte konnten die Einsatzkräfte das Haus aber zunächst nicht betreten. Die Atemschutzträger retteten die Seniorin schließlich aus dem Gebäude. Sie fanden sie im verrauchten Teil des Gebäudes und brachten sie in Sicherheit. Die Seniorin wurde von einem Rettungswagen ins Krankenhaus nach Aurich gebracht.
Brand begann im Erdgeschoss
Das Feuer hatte sich im hinteren Teil des Erdgeschosses entzündet und von da aus ausgebreitet. Dort hat es laut Weege stark gebrannt. Vermutlich über offene Fenster ist das Feuer dann in den Dachstuhl gezogen. Daraufhin brannten auch der rückwärtige Dachstuhl und der Wintergarten. Thomas Weege ging am Vormittag davon aus, dass die Nachlöscharbeiten noch viel Zeit in Anspruch nehmen werden. „Vor allem im Dachstuhl kommen wir ziemlich schlecht dran, es ist relativ viel Handarbeit“, so Weege. Hand legten die Feuerwehrleute auch im ersten Stockwerk an: Durch ein Fenster warfen sie Einrichtungsgegenstände wie Wäscheständer, Lattenrost, Sessel, Tisch und sogar ein Sofa.
Zur Brandursache konnte Weege noch nichts sagen. Ein Problem bei dem Einsatz war laut Feuerwehr die Wasserversorgung. Der nahe gelegene Hydrant habe für die Löscharbeiten nicht ausgereicht. Die Einsatzkräfte mussten den Löschbrunnen in der benachbarten Siedlung mitnutzen.
Warn-App warnte vor starker Rauchentwicklung
Die Warn-Apps NINA und KATWARN warnten vor einem „Großbrand mit starker Rauchentwicklung“. Der Ortsteil Tidofeld war stark verraucht. Trotzdem standen zahlreiche Nachbarn auf der Straße und in den Einfahrten und beobachteten die Löscharbeiten.
Im Einsatz waren die Feuerwehr Norden mit acht Fahrzeugen und etwa 60 Einsatzkräften, der Rettungsdienst mit Notarzt, die Polizei sowie der Energieversorger, der das Gebäude vom Netz nahm. Das Gebäude ist laut Feuerwehr nicht mehr bewohnbar. Nach Angaben der Polizei liegt der entstandene Sachschaden ersten Schätzungen zufolge im sechsstelligen Euro-Bereich. Die Brandursache ist noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen übernommen.