Hamburg  Ikea-Möbel: Diese alten Stücke sind heute richtig viel Geld wert

Eva Dorothée Schmid
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Von Eva Dorothée Schmid
| 23.10.2024 18:06 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Ikea-Billig-Möbel von heute könnten die Klassiker von morgen werden - und damit im Wert steigen. Foto: IMAGO/Depositphotos
Die Ikea-Billig-Möbel von heute könnten die Klassiker von morgen werden - und damit im Wert steigen. Foto: IMAGO/Depositphotos
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Ikea ist für Billigmöbel bekannt. Aber billig heißt nicht gleich schlecht designt. Einige alte Ikea-Möbel sind unter Möbeldesign-Fans sehr begehrt und bringen ihren Besitzern heute sehr viel mehr Geld ein, als sie einst gekostet haben. Das sind die wertvollsten Ikea-Möbel.

Wer gebrauchte Ikea-Möbel bei Kleinanzeigen verkauft, hat vielleicht schon die Erfahrung gemacht, dass diese durchaus nachgefragt werden und Abnehmer finden. Allerdings meist für weniger Geld, als man einst dafür beim schwedischen Möbelriesen bezahlt hat.

Es gibt aber einige alte Ikea-Modelle, die mittlerweile richtig viel Geld einbringen. Auf Auktionsplattformen und spezialisierten Möbelseiten werden sie mitunter für hohe dreistellige oder sogar vierstellige Summen angeboten.

Das Second-Hand-Portal Kleinanzeigen.de hat die gehyptesten Vintage-IKEA-Möbel und ihre Preisentwicklung der vergangenen Jahre ausgewertet und unserer Redaktion zur Verfügung gestellt. Die Angaben beziehen sich auf Inserate im Zeitraum von Januar 2020 bis September 2024. Die angegebenen Preise sind Medianpreise.

Das sind die wertvollsten IKEA-Stücke, die Sie keinesfalls einfach auf den Sperrmüll geben sollten:

Der Sessel „Borkum“ aus einem verchromten Rohrkörper und mit braunem Lederbezug hat einst etwa 110 Euro gekostet. Heute wird er für rund 2000 Euro gehandelt. Das ist eine Preissteigerung von 1700 Prozent. Auf Kleinanzeigen gab es nur 14 Angebote zwischen 2020 und 2024.

Das Bett „Kromvik“ wurde von Knut Hagberg designt, der zusammen mit seiner Frau mehr als 2100 Ikea-Produkte entworfen hat. „Kromvik“ wurde 1982 bis 1994 verkauft und ist mit seinem eleganten, modernen Design immer noch sehr gefragt. In den 80er-Jahren hat es rund 60 Euro gekostet, laut Kleinanzeigen muss man inzwischen im Schnitt 1450 Euro dafür berappen. Auf einer Internetseite wird es derzeit sogar für 2500 Euro angeboten.

Das freistehende Regal „Enetri“ mit Stahlrahmen und vier Böden aus laminiertem MDF ist die monochrome Neuauflage des bunten „Guide“-Regals aus den 1980er-Jahren. Das Design stammt von Niels Gammelgaard. Es kostete einst rund 60 Euro. Bis 2022 war es laut Kleinanzeigen.de mit 40 bis 55 Euro noch relativ günstig. Heute allerdings verlangen Verkäufer im Schnitt 400 Euro dafür. Das ist eine Preissteigerung von 515 Prozent.

Das Vorgänger-Modell „Guide“ mit den bunten Regalbrettern wird im Internet sogar noch sehr viel teurer angeboten: Es ist für 1500 Euro zu haben.

Den Stuhl „Vilbert“ hat Verner Panton für Ikea entworfen, er kam 1993 auf den Markt und wurde wahrscheinlich 3000 bis 4000 mal verkauft. Damals kostete er etwa 70 Euro, bei Kleinanzeigen wechselt er inzwischen für im Schnitt 400 Euro den Besitzer.

Der Ikea-Stuhl war allerdings schon mal gefragter: 2023 lag sein Preis mit 1050 Euro noch deutlich höher.

Es gibt noch weitere alte Ikea-Möbel, deren Preis aktuell steigt. So beispielsweise die Lampe „Duett“, die in den 1980er-Jahren für 9 Euro verkauft wurde. Sie bringt aktuell etwa 145 Euro ein.

Auch die Lampe „Semester“, die es in den 1990er-Jahren für 20 Euro gab, bringt inzwischen 65 Euro. Sie ist auch unter dem Namen „Scherenlampe“ bekannt.

Potential hat auch der Beistelltisch „Karljohan“ aus den Nullerjahren. Er kostete einst 65 Euro, inzwischen bekommt man dafür 150 Euro. Sein Preis steigt schon seit 2020, hat sich aber von 2023 auf 2024 nochmal mehr als verdoppelt

Wer selbst auf der Suche nach Vintage-Ikea-Stücken ist, sollte nichts überstürzen, denn es zeigt sich: Vieles, das bei Händlern unbezahlbar ist, findet sich bei Privatverkäufern oft zu moderaten Preisen.

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