Millionen-Investition in Aurich Neue Basis für Wasserverband entsteht in Egels
Der OOWV investiert am Burenweg 4,5 Millionen in eine neue Betriebsstelle. Sie ersetzt einen Altbau in Wiesedermeer. Viele Aufgaben werden künftig von Egels aus erledigt.
Aurich - Die vorbereitenden Erdarbeiten sind weit fortgeschritten, die Baustraße ebnet den großen Maschinen bereits den Weg: Jetzt wurde für die neue Betriebsstelle Aurich des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) am Burenweg in Egels der symbolische erste Spatenstich gesetzt. Im Sommer 2026 soll der Neubau fertig sein und damit die kleinere, ältere Betriebsstelle in Wiesedermeer ablösen, teilte der Wasserverband mit.
Rund 4,5 Millionen Euro lässt sich der OOWV die Baumaßnahme kosten – eine Investition, in der Landrat und Vorstandsmitglied Olaf Meinen ein weiteres deutliches Bekenntnis des Verbands zur Region sieht. „Durch unsere Betriebsstellen sind wir im ganzen Verbandsgebiet präsent und ermöglichen Kundinnen und Kunden ebenso wie unseren Mitarbeitenden kurze Wege“, bekräftigte OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht die Bedeutung dieser Anlaufpunkte. Bereits seit einigen Jahren modernisiert der Wasserverband systematisch seine Betriebsstellen und optimiert sie energetisch. „Für uns Kommunen ist diese dezentrale Verbandsstruktur wesentlich, damit die unterschiedlichen Anforderungen der Regionen angemessen berücksichtigt werden“, sagte Aurichs Bürgermeister Horst Feddermann.
Mehr als 2200 Kilometer Wasserleitungen
Die Aufgaben der Betriebsstellen sind vielfältig: Das Team um Leiter Dieter Henkel wird vom Burenweg aus insgesamt rund 2200 Kilometer Trinkwasserleitungen – und die dazugehörigen 36.000 Hausanschlüsse – sowie 460 Kilometer Schmutzwasserleitungen in Schuss halten. Zum betreuten Gebiet gehören neben Aurich auch Großefehn, Ihlow und Wiesmoor. Um die zuverlässige Versorgung mit Trinkwasser in Lebensmittelqualität und die Abwasserentsorgung mit allen hygienischen Anforderungen rund um die Uhr sicherzustellen, betreiben die Mitarbeitenden die notwendigen technischen Anlagen, Rohrleitungen, Speicher, Wasserzähler und Pumpwerke. Sie unterhalten und warten sie, und erneuern sie, wo dies nötig ist, um sie an zukünftige Anforderungen anzupassen. Im Austausch mit Behörden und Grundstückseigentümern werden Arbeiten abgestimmt, vertraglich fixiert und umgesetzt. Kunden und Bürger werden betreut und beraten, unter anderem bei Reklamationen, Standrohrmanagement, Rohrnetzspülungen, Wasserzählerwechsel, Anschlussabnahmen, Antragwesen und Anschlusssperrungen.
Das neue Betriebsstellengebäude soll dafür laut OOWV mit seinen zwei Besprechungsräumen und zwölf flexibel nutzbaren Büroarbeitsplätzen als optimale Basis dienen. Auch der OOWV-Regionalleiter für den Landkreis Aurich Michael Veh wird hier sein Büro haben. Zudem erhält das Team einen Schulungs- und einen Aufenthaltsraum, neue Umkleiden und Sanitäranlagen. Aber auch Kundinnen und Kunden soll das 400 Quadratmeter große Betriebsgebäude mit seinem offenen Eingangsbereich und multifunktionalen Besprechungszonen willkommen heißen. Eine 600 Quadratmeter große Halle bietet außerdem Platz für Lagerflächen, das Standrohr-Büro, die Werkstatt und acht Fahrzeuge.
In Marienhafe werden ebenfalls rund 4,5 Millionen Euro investiert
Bereits auf den neuesten Stand gebracht sind die OOWV-Betriebsstellen in Thülsfelde, Holdorf und Schortens (2021 fertiggestellt) sowie Wildeshausen (2018 bezogen). Und auch die nächste zu erneuernde Betriebsstelle steht mit Marienhafe schon auf der Planungsliste: Hier sollen ebenfalls rund 4,5 Millionen Euro investiert werden.
In Aurich begannen die Vorarbeiten 2022 mit der Vergabe an das Architekturbüro Nierenberger aus Leer. In ihrem Entwurf hat Architektin Diana Nierenberger laut Mitteilung darauf geachtet, dass sich die neue Betriebsstelle gut ins Landschaftsbild einfügt und auf Nachhaltigkeit ausgerichtet ist – mit zwei Luftwärmepumpen, einer PV-Anlage, einem Gründach und von der OOWV-Tochter „Stadt.Land.Grün“ ökologisch wertvoll gestalteten Außenanlagen. „Umwelt- und Ressourcenschutz sind für uns wichtige Leitlinien, nicht nur beim nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser, sondern auch bei unseren Baumaßnahmen“, betont Regionalleiter Michael Veh.