Fußball-Bezirksliga  Wie der SV Großefehn sich kurz vor Schluss einen Punkt rettet

Stefan Rammelmann
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Von Stefan Rammelmann
| 13.10.2024 11:47 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Kurz vor dem Halbzeitpfiff kam der Fehntjer Lennard Martens (vorne) einen Tick zu spät. Der Ball wurde noch von einem Larrelter Abwehrspieler zur Ecke abgewehrt. Foto: Wilfried Gronewold
Kurz vor dem Halbzeitpfiff kam der Fehntjer Lennard Martens (vorne) einen Tick zu spät. Der Ball wurde noch von einem Larrelter Abwehrspieler zur Ecke abgewehrt. Foto: Wilfried Gronewold
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Zuerst lassen die Fehntjer gegen Larrelt einige Chancen aus. Dann müssen sie lange um Zählbares bangen.

Großefehn – In einem unterhaltsamen Bezirksliga-Duell trennten sich der SV Großefehn und der SV Larrelt/FA Wybelsum am Sonnabendnachmittag mit einem 1:1-Unentschieden. Dabei durften die Gastgeber am Ende glücklich über den Punktgewinn sein, da die Emder Gäste die weitaus besseren Torchancen hatten und erst in den letzten Minuten den Ausgleich hinnehmen mussten.

Von Beginn an übernahm die Heimmannschaft das Kommando und setzte die Defensive der Gäste unter Druck. Bereits nach drei Spielminuten hatten die heimischen Fans den Torschrei auf den Lippen. Klaas Bikker setzte sich auf der rechten Angriffsseite durch und spielte einen klugen Rückpass auf Tobias Hillers. Seine Direktabnahme klatschte an den linken Pfosten.

Doppelchance für SVG

Nur kurze Zeit später in der 12. Minute hat die Gastgeber eine Doppelchance. Lennart Martens flankte gefährlich vors Tor. Erst verpasste Bikker die Hereingabe nur knapp und Ralf Adens Abnahme wurde im Gewühl geklärt.

Der ständige Druck und die zahlreichen Chancen ließen eigentlich keinen Zweifel daran, dass es „nur eine Frage der Zeit“ sein würde, bis der Führungstreffer für den SVG fällt. Dass jedoch die Gäste diesen erzielten, das war völlig überraschend. Lukas Hammermeister spielte aus der eigenen Hälfte einen hohen Ball in die Spitze. Torsten Mammen verlängerte den Ball mit Kopf in den Lauf von Nils Boekholder, der allein aufs Tor zulief und mit seinem Torschuss Keeper Dennis Kuschel kein Abwehrmöglichkeiten ließ.

Großefehns Trainer Bi Le Tran war dann auch nach dem Spiel angefressen: „Diese Situation haben wir vor dem Spiel besprochen. Mammen verlängert gerne mit dem Kopf in den Lauf von Boekholder. Das müssen wir anders verteidigen.“

Dieser Rückstand führte zu einem Bruch im Spiel der Gastgeber. Larrelt hätte nach diesem Führungstreffer in der Folge „die Führung ausbauen können“. In der 24. Minute verpasste, nach einer Hereingabe von der rechten Seite, Mammen nur um eine Fußspitze den Ball und in der 38. Minute lief erneut Boekholder nach einer Kopfballverlängerung von Mammen aufs Tor zu. Sein Abschluss landete am Außenpfosten.

Überlegen, aber keine Tore

Nach dem Seitenwechsel änderte sich nur wenig am Spielgeschehen. Großefehn verlagerte das Spiel in Hälfte des Gegners, ohne jedoch zwingend zu werden. Trotz ihrer Überlegenheit und der Ballkontrolle gelang es ihnen nicht, klare Torchancen zu erarbeiten. Zu unpräzise oder zu langsam vorgetragene Angriffe ermöglichten es Larrelt immer wieder, die Aktionen zu klären. Im Gegenzug müssen sich die Gäste vorwerfen lassen, dass Spiel nicht vorzeitig entschieden zu haben. Boekholder, der in der 56. und 65. Minute zweimal frei vor Kuschel auftauchte und Rene Krzatala der in der 64. Minute den Ball aus sechs Metern nicht ins Tor bugsieren konnte, hätten für die Vorentscheidung sorgen müssen. So blieben die Gastgeber immer noch im Spiel.

Dass sie noch den Ausgleich erzielten, lag an der Mithilfe der Gäste. Viktor Tierbach wollte in der 84. Minute mit einem Befreiungsschlag im eigenen Strafraum die Situation klären. Bikker fing diesen Ball ab und lief aufs Tor zu. Der Larrelter Unglücksrabe bremste den Stürmer der Heimmannschaft nur mit einem Foul. Schiedsrichter Steven Noack zögerte keine Sekunde und zeigte auf den Punkt – Elfmeter für Großefehn. Sven Adam trat an und verwandelte sicher zum 1:1-Endstand.

SVG-Trainer Bi Le Tran: „Wir haben gut begonnen und uns in den ersten 20 Minuten Chancen herausgespielt und müssen eigentlich auch in Führung gehen. Erzielen wir das 1:0, gewinnen wir auch die Partie. Nach dem Rückstand hatten wir einen kompletten Bruch im Spiel und waren total von der Rolle. Unsere Angriffe waren zu unsauber und der Spielaufbau zu langsam. Jetzt kommen in den nächsten Wochen drei Derbys. Darauf müssen wir uns jetzt im Training vorbereiten.“

Tore: 0:1 Boekholder (19.); 1:1 Adam (86./FE).

SV Großefehn: Kuschel, Flessner (77. King); Wulff, Smidt, Bikker, Booms (57. Freudenberg), Aden, Martens (67. Geis), Hillers, Gerdes (58. Böhling), Adam

SV Larrelt/FA Wybelsum: Weddermann, Ulferts, Knöner, Boekholdr (78. Feldmann), Beekhuis, Hammermeister, Mammen (87. Santos da Luz), Krzatala, Dembeck, Tierbach, Pannhoff

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