Verkehrssicherheit in Ihlow An diesen Details scheitert sicherer Schulweg
Aus den Siedlungen in Ihlowerfehn pilgern täglich etliche Schulkinder zur Bushaltestelle. Doch ausgerechnet auf den letzten Metern wird es gefährlich. Das Problem sollte längst behoben sein.
Ihlow - Seit Jahren fordern Anwohner des Neubaugebiets in Ihlowerfehn eine sichere Querung der Bangsteder Kirchstraße. Denn über diese geht es zur Bushaltestelle und damit für viele Kinder aus den umgrenzenden Straßen zur Grundschule nach Simonswolde. Im September sollte der Bereich um die Bushaltestelle angepasst und etwa um Zebrastreifen ergänzt werden. Doch nun scheitert die pünktliche Umsetzung an Kleinigkeiten, wie Nachfragen bei der Gemeindeverwaltung und dem Ortsbürgermeister ergaben.
Voraussichtlich noch um ein halbes Jahr verschiebt sich die Umgestaltung des Kreisverkehrs an der Bangsteder Kirchstraße, wo die besagte Schulbushaltestelle liegt. Aus der Gemeindeverwaltung heißt es, dass es voraussichtlich im Frühjahr so weit sein wird. Anders sieht es ein paar Meter weiter die Straße runter aus. Am neuen Fußweg an der Norderwieke, der nun nach langen witterungsbedingten Verzögerungen fertig gebaut ist, wurde bereits ein Zebrastreifen auf die Fahrbahn gemalt. Der Verkehr wird außerdem bei der Brücke über den Kanal auf Tempo 30 gebremst. Alles pünktlich wie geplant im September fertig. Doch warum wurde das Projekt sicherer Schulweg nicht an der Haltestelle zu Ende gebracht?
Ein wichtiges Dokument fehlt
Ende August habe es eine Bereisung gegeben, so Friedhelm Saathoff vom Bauamt der Gemeinde Ihlow. Dort hätten sich Vertreter des Landkreises, der Polizei und der Gemeindeverwaltung die Haltestelle und den Kreisverkehr angeschaut. „Leider liegt mir das Protokoll mit der Anordnung des Landkreises Aurich noch nicht vor, somit können wir die Arbeiten noch nicht ausführen“, so Saathoff auf Nachfrage der Redaktion. Spätestens im nächsten Frühjahr solle mit den Arbeiten voraussichtlich begonnen werden, so Saathoff.
Denn es scheitert nicht nur an einem fehlenden Blatt Papier aus dem Kreishaus, dass es in diesem Jahr mehr Sicherheit für die Kinder und weitere Verkehrsteilnehmer gibt. Der Kreisverkehr muss wieder einmal angepasst werden. Die Gelenkbusse, die auf der Strecke fahren und dort wenden müssen, kommen nur mit Mühe über den Kreisverkehr, erklärt Ortsbürgermeister Onno Köllmann (SPD). Bereits darum wurde vor einigen Jahren der Kreisel erweitert.
Anstehende Winterwitterung spielt eine Rolle
Auch der Übergang von der Straße „Am Kreisel“ sowie an den anderen Straßen müsste noch ordentlich angepflastert werden. Stellenweise ist es ein kleiner Flickenteppich an den Übergängen zur Bangsteder Kirchstraße. Einfach nur Farbe raufzupinseln ist also keine Option.
Der neue Bauhofleiter hätte deutlich gemacht, dass der Bauhof lieber im Frühjahr mit der Umgestaltung starte. Damit die Baustelle nicht volllaufe, wie etwa an der Norderwieke. Die Bauarbeiten zum Geh- und Radweg dort hätten sich vor allem so hingezogen, weil im Winter die Baugruben mit dem Dauerregen vollgelaufen seien, so Köllmann. Das will die Gemeinde nun vermeiden und es ist mit ein Grund, warum auch mit einem offiziellen Blatt Papier vom Landkreis die Arbeiten wohl nicht im Winter umgesetzt werden.
Deswegen ist also weiterhin Vorsicht geboten, wenn die Kinder morgens und mittags zum Bus laufen. Nicht umsonst stehen viele Eltern oft mit Fahrrad oder Auto bereit, um die Kinder abzuholen und sicher über die Straße zu bringen.