Straßenverkehr  Mehr Unfälle mit E-Scootern in Aurich

| | 11.10.2024 08:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Für E-Scooter-Nutzer gelten die gleichen Regeln wie für Radfahrer. Foto: DPA
Für E-Scooter-Nutzer gelten die gleichen Regeln wie für Radfahrer. Foto: DPA
Artikel teilen:

Auch in Aurich gehören E-Roller zum Straßenbild. Doch nicht alle Fahrer halten sich an die geltenden Vorschriften. Die Unfallzahlen steigen.

Aurich - Schnell, wendig und im Trend: E-Scooter werden immer beliebter, und das nicht nur in Großstädten. Auch auf Auricher Straßen sieht man immer mehr dieser Gefährte. Bei der Nutzung im Straßenverkehr gelten klare Regeln. Doch nicht alle Fahrer halten sich an die Vorschriften. Die Polizei mahnt zur Rücksichtnahme und verzeichnet steigende Unfallzahlen im niedrigen Bereich.

Weist die Statistik für 2020 noch 6 Unfälle mit E-Scooter-Beteiligung aus, kletterten die Zahlen im Jahr 2021 auf 7 und 2022 auf 15. 2023 verzeichnete die Polizei dann bereits 21 Unfälle, an denen E-Scooter beteiligt waren. Der Anstieg um 40 Prozent hängt auch damit zusammen, dass es mehr E-Scooter auf den Straßen gibt. Aber auch das Verhalten der Fahrer trägt zum Unfallgeschehen bei. „Je mehr Menschen am Straßenverkehr teilnehmen, desto gefährlicher wird es“, weiß Nancy Rose von der Polizeiinspektion Aurich/Wittmund. Das gilt umso mehr, wenn Teilnehmer sich rücksichtslos verhalten. Unter anderem erreichten die Polizei in der letzten Zeit Meldungen über E-Scooter, die flott durch die Fußgängerzone fahren. Vor allem ältere Menschen fühlen sich bedrängt, wenn die Roller lautlos und dicht an ihnen vorbeifahren. „Mit dem E-Scooter müssen aber Radwege genutzt werden, Gehwege und Fußgängerzonen sind tabu“, betont Rose und weiter: „Wer sich einen E-Scooter zulegt, muss sich über die geltenden Vorschriften informieren.“

Klare Vorschriften bei Geschwindigkeit, Alter und Sicherheit

So müsse der Fahrer mindestens 14 Jahre alt sein und eine Versicherung für den Roller abschließen, die dann mit einem Kennzeichen nachgewiesen wird. Eine Helmpflicht bestehe nicht, festes Schuhwerk sei zu empfehlen. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit von E-Scootern liegt bei 20 km/h. Und Nancy Rose warnt deutlich vor einem möglichen Tuning des Rollers. Mit steigender Geschwindigkeit veränderten sich Reaktionszeit und Bremsweg. „Im Fall eines Unfalles - vor allem mit einem Auto - verliert der E-Scooter eigentlich immer“, so Rose. Vorausschauendes und verantwortungsbewusstes Fahren sind demnach wichtig. Wer zu zweit oder ohne Licht auf dem Scooter erwischt wird, dem droht ein Bußgeld. Auch der Blick auf das Handy kann teuer werden. Rund 50 Euro werden dafür fällig. „Die Höhe der Bußgelder orientiert sich dabei an denen für den Radverkehr“, so Rose.

Mit dem E-Scooter unterwegs

  • Radwege nutzen: E-Scooter-Fahrende müssen Radwege nutzen (falls nicht vorhanden, die Fahrbahn).
  • Nie auf Gehwegen fahren: Das Befahren von Gehwegen und von Fußgängerzonen ist untersagt.
  • Immer allein fahren: Niemals zu zweit fahren, andernfalls droht ein Bußgeld.
  • Nüchtern fahren: Ab 0,5 Promille drohen mindestens ein Bußgeld (500 Euro), ein Monat Fahrverbot und 2 Punkte in Flensburg.
  • Mit Rücksicht parken: Den E-Scooter immer so abstellen, dass niemand behindert wird und Wege nicht versperrt werden.
  • Helm tragen: Das Tragen eines Helms ist dringend zu empfehlen, auch wenn es keine Helmpflicht gibt.

Ähnliche Artikel