Obst einmal anders  Apfelfrikadellen mit Apfelpommes in Upgant-Schott

Folkert Bents
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Von Folkert Bents
| 08.10.2024 12:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Beim Apfelfest in Upgant-Schott gab es zahlreiche Sorten zum Probieren. Foto: Folkert Bents
Beim Apfelfest in Upgant-Schott gab es zahlreiche Sorten zum Probieren. Foto: Folkert Bents
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In Upgant-Schott gab es einen ungewöhnlichen Imbiss. Der kam bei den Besuchern des Apfelfestes gut an, obwohl die Idee aus der Not geboren war.

Upgant-Schott - Apfelfrikadellen mit Apfelpommes? „Noch nie gegessen“, war die Antwort fast aller, die am Sonntag das Apfelfest des Heimatvereins Upgant Schott am „Ellernhus“ besuchten. In einer großen Pfanne wurden diese Kreationen aus Äpfeln von Geralt Freese und Heinz Kröger zubereitet. Anfängliche Skepsis wich Erstaunen, als die ersten Gäste probierten. Schnell hatten die beiden „Spezialimbiss-Betreiber“ alle Hände voll zu tun, denn sowohl Apfelpommes wie auch Apfelfrikadellen fanden reißenden Absatz. Nachdem die Apfelernte im vereinseigenen „Dreescher Appeltun“ in diesem Jahr nicht ganz dafür ausreichte, um Apfelmost zu pressen, musste eine neue Idee her. Denn beim zweiten Apfelfest wollte man an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen. Zuerst war die große Pfanne als Idee da, erinnert sich Kröger. Mit Freese suchte er Rezepten, die schnell zubereitet und lecker sein sollten. Die gefundenen Rezepte für Pommes und Frikadellen wandelten sie ein wenig ab und das hat sich gelohnt, wie ihnen die Besucher unisono bescheinigten. Kröger stiftelte für die Äpfel zu Pommes und panierte sie in einer eigens entwickelten Flüssigpanade aus unter anderem Mehl, Wasser, Zimt und Zucker. Danach wurden die süßen Apfelpommes in der Pfanne mit Fett ausgebacken. Dort schwammen auch die Frikadellen, die Freese nach Rezept mit einigen Zutaten geformt hatte. Was ist drin sei, in den kleinen herzhaften Bällchen, wurde er immer wieder gefragt. Neben klein gehackten Äpfeln auch Reis, zerkleinerte und gedünstete Zwiebeln, Ei und verschiedene Gewürze, wie Basilikum, Salz, Pfeffer.

Eine lange Reihe mit zahlreichen hiesigen Apfelsorten standen den Besuchern zur Verfügung, um Sorten aus dem eigenen Gartens zu bestimmen. Viele zeigten sich erstaunt über die Vielfalt dieser Frucht. Im „Ellernhus“ ließen sich die Gäste Apfelkuchen mit und ohne Sahne zum Tee oder Kaffee schmecken. Davor gab es Apfelkompott, Marmelade und Honig zu erwerben. Wer Lust hatte, durfte mit Imker Helmut Freese über die Straße zu dessen Bienenhaus laufen. Dort bestaunten besonders die jungen Gäste die Kindestube der Bienen und erfuhren, wie die kleinen Nützlinge überwintern. Zudem konnten sich Besucher des Festes Tüten mit Äpfeln kostenlos zusammenstellen und mitnehmen.

Es sei wieder ein gelungenes Fest bei perfektem Herbstwetter gewesen, zog Vereinssprecherin Anita Freese Bilanz.

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