Butler Musks Wahlkampfhilfe für Trump: Es ist was faul in den Vereinigten Staaten
Einst hasste er ihn, jetzt macht er Wahlkampf für ihn. Elon Musks Position zu Donald Trump hat sich auffällig gewandelt. Was könnte dahinter stecken?
Donald Trump hat einen besonderen Fan. Von Livestreams, in denen er Trump anhimmelt, über sein neues X-Profilbild, auf dem er eine Schirmmütze mit der Aufschrift „Make America great again“ trägt, bis hin zu nicht unerheblichen Geldspenden für eine Pro-Trump-Lobbygruppe, zieht er alle Register. Doch dabei handelt es sich nicht um einen anonymen Internetnutzer, sondern um den reichsten Mann der Welt.
Elon Musks jüngster Wahlkampfauftritt in Pennsylvania ist da nur das neueste Glied in dieser Ereigniskette. Man kann sich heute kaum vorstellen, dass er Trump noch vor wenigen Jahren als ungeeignet und zu alt für die Präsidentschaft bezeichnet hatte. Oder dass Trump den Unternehmer einst „Bullshit-Artist“ nannte. Eine beachtliche Kehrtwende. Wie konnte es dazu kommen?
Da Musks zahlreiche Unternehmungen meist vor allem seinem eigenen Kontostand dienen, liegt der Verdacht nahe, dass der reichste Mann der Welt im Falle eines Trump-Sieges mächtig profitieren würde.
Der Ex-Präsident hat bereits darüber gescherzt, dass Musk eine Taskforce leiten könnte, die die „Effizienz“ der Regierung steigern soll. Schließlich sei Musk so gut im Kürzen. Das haben auch zahlreiche ehemalige Mitarbeiter von X am eigenen Leib erfahren.
Ob es nun wirklich dazu kommt oder nicht: Musk darf wahrscheinlich auf einige lukrative Verträge und eine Menge Einfluss hoffen, wenn Trump wieder Präsident wird.
Trump bekommt im Gegenzug einen prominenten und finanzstarken Fürsprecher, der sich nicht zu schade ist, auch seine dreistesten Lügen zu verstärken, wofür er auch noch Möglichkeiten hat wie kaum ein zweiter.
So auch beim Auftritt in Pennsylvania: Dort hat Musk, in bester Trump-Manier, Kamala Harris als Gefahr für Demokratie und Redefreiheit bezeichnet. Während er mit dem Mann auf der Bühne stand, der versucht hat, trotz einer verlorenen Wahl im Amt zu bleiben und immer wieder mehr juristische Konsequenzen für nicht-genehme Berichterstattung fordert.
Dass Gestalten wie Musk und Trump nicht nur berühmt-berüchtigt sind, sondern auch seit Jahren von weiten Teilen der Bevölkerung abgöttisch gefeiert werden, ist beunruhigend. Der konstante Erfolg, der beiden zeigt, dass in der amerikanischen Gesellschaft einiges mächtig faul ist. Und daran wird sich auch nichts ändern, wenn Trump die Wahl im November verlieren sollte.