Die Boßelkugeln rollen wieder  Raketenstart für Schirumer Leegmoor

| | 30.09.2024 17:39 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 5 Minuten
Für Pfalzdorf lief es rund am Sonntag. Der Meister feierte einen ungefährdeten Heimsieg gegen Burhafe. Foto: Wilfried Gronewold
Für Pfalzdorf lief es rund am Sonntag. Der Meister feierte einen ungefährdeten Heimsieg gegen Burhafe. Foto: Wilfried Gronewold
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Die Auricher gewannen zum Auftakt der Landesliga-Saison mit 26 Würfen gegen Ardorf. Auch der Meister überzeugte. In der Bezirksliga setzten die Abstieger ein Ausrufezeichen

Aurich - Furioser Start für die beiden Auricher Mannschaften im Boßel-Oberhaus. Schirumer Leegmoor zerlegte Aufsteiger Ardorf nach allen Regeln der Kunst und gewann spektakulär mit 26 Würfen. Auch Titelverteidiger Pfalzdorf ist gut aus den Startlöchern gekommen. Die Mannschaft um Teamkapitän Mathias Cremer gewann den Heimwettkampf gegen Burhafe. Der Wettkampf dauerte allerdings viel länger als erwartet.

Schirumer Leegmoor - Ardorf 26:0

4,090/9,021/0,127/12,025

Der Herausforderer im Titelkampf hat gleich am ersten Spieltag für Erstaunen gesorgt. 26 Würfe im Ziel – Aufsteiger Ardorf musste gleich zum Auftakt eine schmerzhafte Niederlage hinnehmen. „Ich kann mich nicht erinnern, ob wir so etwas schon einmal hatten. Das muss lange her sein“, sagte Leegmoors Mannschaftsführer Jannes Koch. 10/3-Runden in drei Gruppen, alleine die Gummigruppe holte sagenhafte zwölf Würfe. „Die Änderungen in den Gruppen haben sich gelohnt. Mit Michael Mülder und Neuzugang Daniel Wurps sind wir in Gummi sehr gut aufgestellt“, sagte Koch.

Die Holzgruppen zeigten eine gute Frühform auf den Straßen in Schirumer Leegmoor und sammelten Wurf um Wurf. „Nur in der ersten Gummigruppe hat Ardorf gut mitgehalten“, so Koch.

Der Aufsteiger wird aber nicht der Maßstab sein, der erste echte Prüfstein wartet am kommenden Sonntag. Koch und die Leegmoorer Friesensportler reisen nach Reepsholt, dort haben die Auricher noch nie gewonnen. „Sie sind auch gut in die Saison gekommen, das wird interessant. Es geht um goldene Punkte“, freut sich Koch auf die Topbegegnung in der Landesliga.

Pfalzdorf - Burhafe 12:4

1,031/6,012/5,066/-4,126

Gegen 16.30 Uhr war der Wettkampf in Pfalzdorf erst beendet. Die Maisernte und viele andere Autofahrer bremsten den Elan des Meisters aus. Die Mannschaft um Teamkapitän Mathias Cremer ließ sich aber nicht beirren und feierte am Ende einen entspannten Heimsieg gegen Burhafe. „Das war ein Start nach Maß. Vor dem ersten Wettkampf ist immer ein wenig Unsicherheit da, aber unsere Leistung war schon ein kleiner Fingerzeig“, sagte Cremer.

In beiden Holzgruppen und mit der ersten Gummigruppe zogen die Pfalzdorfer schnell davon, bereits zur Wende lagen Werfer von „Gute Hoffnung“ mit neun Würfen vorne. Nur die zweite Gummigruppe schwächelte ein wenig und lag gegen einen „starken Gegner“ zur Wende bereits mit vier Würfen zurück. „Wir haben dann ein paar Umstellungen vorgenommen. Danach lief es besser und die Gruppe hat sich auf dem Rückweg stabilisiert“, sagte Cremer.

So wurde der zweite Teil der Strecke zum Schaulaufen. Die drei anderen Gruppen bauten den Vorsprung noch ein wenig aus, der Rückstand der zweiten Gummigruppe wuchs nicht weiter an.

Nun geht es am Sonntag nach Stedesdorf. Dort hat Pfalzdorf in der vergangenen Saison auf dem Weg zur vierten Meisterschaft in Folge gewonnen. Mit dem ersten Sieg im Rücken wollen Cremer und seine Mannschaft auch in Stedesdorf bestehen. Einen kleinen Vorteil sieht Cremer bereits aufseiten von Pfalzdorf. „Sie stehen nach der Auftaktniederlage schon ein wenig unter Druck.“

Die beiden Absteiger Rahe und Dietrichsfeld haben sich am ersten Spieltag der Bezirksliga gut eingeführt. Rahe gewann das Derby gegen Aufsteiger Sandhorst deutlich mit 21 Würfen, Dietrichsfeld meisterte die Auswärtshürde in Uttel. Ludwigsdorf feierte einen gelungenen Heimauftakt gegen Utarp-Schweindorf.

Rahe - Sandhorst 21:0

9,060/2,013/6,019/3,084

Sandhorsts Mannschaftsführer Dirk-Christian Saathoff ahnte bereits vor dem Wettkampf, dass die Trauben am Kukelorum hoch hängen würden. „Aber die Höhe der Niederlage war dann doch etwas überraschend“, sagte Saathoff.

Rahe habe auf Landesliga-Niveau geworfen. „In drei Gruppen haben wir eigentlich gut geworfen, nur die erste Holzgruppe war ein Ausreißer“, so Saathoff. Rahe zeigte eine überzeugende Leistung und machte den Boßlern schmerzlich bewusst, das der Abstieg aus der Landesliga völlig unnötig gewesen war. Das Abenteuer Bezirksliga geht für Sandhorst am nächsten Spieltag gegen Theener weiter. „Wir wollen unsere Punkte zu Hause holen. Aber Theener ist stark, der Wettkampf wird auch ein Gradmesser für uns“, so Saathoff.

Uttel - Dietrichsfeld 0:4

-2,076/0,089/0,041/-1,102

Ein wenig aufgeregt waren die Boßler aus Dietrichsfeld schon bei ihrem ersten Auftritt in der Bezirksliga nach 16 Jahren in der Landesliga. „Wir wussten nicht so recht, was auf uns zu kommt“, sagte Mannschaftsführer Matthias Niendieker. Seiner Ansicht nach war der Auswärtserfolg letztlich verdient. Zur Wende hatten die Dietrichsfelder noch deutlicher geführt, im Ziel blieb ein Vorsprung von vier Würfen. „Auswärts zu gewinnen, ist immer gut. Wir haben aber auch noch Luft nach oben“, sagte Niendieker.

Am kommenden Sonntag steht das erste Derby gegen Ludwigsdorf auf dem Spielplan. Eventuell wird das Heimrecht noch getauscht, falls die Arbeiten an der Strecke in Dietrichsfeld in dieser Woche starten sollten.

Ludwigsdorf - Utarp-Schweindorf 12:0

-0,069/4,054/8,035/-0,025

Die Ludwigsdorfer benötigten 183 Würfe für ihre Heimstrecke. Dieser gute Wert reichte auch zum Auftakt gegen Utarp-Schweindorf locker aus. „Der Auftakt ist geglückt. Neben den drei anderen guten Gruppen hat die erste Gummigruppe ein wenig herausgestochen“, sagt Mannschaftsführer Stefan Gerdes. Das war schon ein wenig untertrieben, schließlich steuerte die Gummiwerfer dreiviertel des Erfolgs bei.

Der lockere Erfolg war um so erstaunlicher, weil Gerdes vor dem Wettkampf insgesamt sechs Ausfälle zu beklagen hatte. „Die Umstellzungen haben aber gut funktioniert“, so Gerdes. Die Gäste hielten laut Gerdes in zwei Gruppen gut mit. Auch nächste Woche beim Derby in Dietrichsfeld werden Gerdes einige Werfer fehlen.

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