Auricher Straßenverkehr  Lösung für Wallinghausen gesucht

Heino Hermanns
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Von Heino Hermanns
| 26.09.2024 11:32 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 3 Minuten
An der Einmündung des Hoheberger Weges in die Wallinghausener Straße könnte es bauliche Veränderungen geben. Foto: Heino Hermanns
An der Einmündung des Hoheberger Weges in die Wallinghausener Straße könnte es bauliche Veränderungen geben. Foto: Heino Hermanns
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An der Kreuzung Hoheberger Weg/Schafdrift/Wallinghausener Straße gab es knapp zwei Jahre lang eine provisorische Ampel. Nun wird nach einer dauerhaften Lösung gesucht. Es gibt drei Optionen.

Aurich - Genervt waren viele Autofahrer, als die Fockenbollwerkstraße wegen der umfassenden Sanierung für knapp zwei Jahre zur Einbahnstraße wurde. An einer anderen Stelle aber konnten Fahrer der Situation auch Gutes abgewinnen: Denn an der Einmündung des Hoheberger Weges in die Wallinghausener Straße wurde eine provisorische Ampel aufgestellt. Der Knotenpunkt wurde dadurch entschärft. Nun könnte an der Stelle dauerhaft eine Ampelanlage aufgebaut werden. Das bestätigt Kreissprecher Rainer Müller-Gummels auf Anfrage unserer Redaktion.

Besonders für Autofahrer, die aus dem Hoheberger Weg kommen und geradeaus in die Straße „Schafdrift“ wollen, kann der Kreuzungsbereich eine Herausforderung sein. Denn man muss eine leichte S-Kurve fahren, um in das Wohngebiet „Schafdrift“ zu gelangen. Eine Verkehrsinsel am Ende des Hoheberger Weges lässt keine andere Möglichkeit zu. Auch Fußgänger und Radfahrer haben es in Stoßzeiten nicht leicht, die Kreuzung zu queren.

Leistungsfähigkeit der Kreuzung wird geprüft

Deswegen wird über den Bau einer Ampelanlage nachgedacht. Eine weitere Option ist laut Müller-Gummels, anstelle der Kreuzung einen Kreisverkehr einzurichten. Ein solcher würde Fahrern aus allen Richtungen gleichberechtigt die Möglichkeit geben, den Bereich zu überqueren. Auch Fußgänger und Radfahrer hätten es dadurch leichter. Es sei aber auch möglich, so Müller-Gummels, dass der jetzige Zustand beibehalten wird.

Derzeit wird in der Kreisverwaltung die Leistungsfähigkeit des Knotens berechnet, sagt der Kreissprecher. Danach werde mit der Verkehrssicherheitskommission geprüft, welche Variante umgesetzt werden soll.

Feuerwehr könnte Einwände gegen Ampel haben

Eine dauerhafte Ampelanlage hatte Helmut Lücht, Leiter des Auricher Ordnungsamtes, erstmals im Mai in Spiel gebracht. Er verwies damals bereits auf notwendige Absprachen mit dem Landkreis Aurich, da es sich bei der Wallinghausener Straße um eine Kreisstraße handelt. Die beiden anderen Straßen, die auf die Kreuzung zulaufen, sind städtische Straßen.

Die Wallinghausener Straße ist in Höhe des Hoheberger Weges eine oft schnell befahrene Vorfahrtsstraße. Foto: Heino Hermanns
Die Wallinghausener Straße ist in Höhe des Hoheberger Weges eine oft schnell befahrene Vorfahrtsstraße. Foto: Heino Hermanns

Bodo Bargmann (CDU) ist Ortsbürgermeister in Egels/Wallinghausen. Auch er möchte zunächst die Verkehrszählungen abwarten, die derzeit an der Kreuzung vorgenommen würden, sagte er auf Anfrage. Danach müsse man dann entscheiden, welche Lösung für einen sicheren Verkehr die beste sei.

Einwände gegen eine Ampelanlage könnte es von der Feuerwehr Wallinghausen geben. Denn bei Einsatzfahrten könnten wartende Fahrzeuge an einer roten Ampel zum Hindernis werden. Ortsbrandmeister Gerd Gerdes war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Aurichs Stadtbrandmeister Heinz Hollwedel sah auf Nachfrage in einer Ampelanlage generell kein zu großes Problem. Denn bei Einsätzen würde die Feuerwehr ja mit Sonderrechten unterwegs sein. Ein Hindernis könnten Autofahrer auch auf freien Strecken sein, so Hollwedel.

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