Frankfurt Längeres Warten beim Hauskauf lohnt sich nicht
Der Immobilienmarkt stabilisiert sich: Erstmals seit zwei Jahren verzeichnen die Preise einen leichten Anstieg. Warum jetzt der Moment zum Kauf gekommen sein könnte und was das für Sie bedeutet. Ein Kommentar.
Nach Rückgängen stabilisieren sich die Immobilienpreise wieder. Das dürfte vor allem an der von der EZB vollzogenen Zinswende liegen. Denn auf die beiden Zinssenkungen seit Juni haben Kreditzinsen allgemein, vor allem aber auch Bauzinsen reagiert. Das macht die Finanzierung des Traumes der einzelnen vier Wände leichter. Und das wiederum steigert die Nachfrage.
Deswegen sind zum ersten Mal seit zwei Jahren von einem Quartal zum nächsten die Immobilienpreise wieder leicht gestiegen. Das ist eine potenziell gute Nachricht für Immobilienbesitzer und Investoren in Bauprojekte. Für Immobiliensuchende bedeutet das, dass die Bedingungen zum Kauf einer Immobilie nicht die Schlechtesten sind. Denn zurück liegen zwei Jahre, in denen die Immobilienpreise gefallen waren.
Selbst mit den leichten Preissteigerungen im Quartalsvergleich in diesem Jahr liegen die Preise noch deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Mit weiteren Zinssenkungen, die möglicherweise in diesem, spätestens aber Anfang kommenden Jahres kommen werden, dürfte der Preisrückgang gestoppt sein. Längeres Warten lohnt aller Voraussicht nach also nicht mehr.
Dabei gilt aber wie immer: Man sollte keine Statistik trauen, die man nicht selbst gefälscht hat – was hier heißt: Der Durchschnitt der Preise sagt wenig darüber aus, was jeweils vor Ort gilt. Stadt und Land, Metropolen und strukturschwacher Regionen sind kaum vergleichbar. Doch die Verhandlungsposition für Kaufinteressenten sind nach den Erfahrungen der Preisrückgänge in den vergangenen zwei Jahren nach wie vor gut.