Nach Ankündigung von Sparplänen  CDU-Kreistagsfraktion fordert den Erhalt von VW Emden

| | 03.09.2024 15:52 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ein Blick auf den Parkplatz am VW-Werk Emden. Foto: DPA
Ein Blick auf den Parkplatz am VW-Werk Emden. Foto: DPA
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Der CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzende Sven Behrens äußerte sich „entsetzt“ über die Sparpläne von Volkswagen. Seine Fraktion sei solidarisch mit den Beschäftigten von VW – vor allem des Emder Werks.

Aurich - Mit Entsetzen reagiert die CDU-Kreistagsfraktion Aurich auf die schlechten Nachrichten und drastischen Sparpläne der Volkswagen (VW)-Konzernspitze über mögliche Werksschließungen und Entlassungen bei Volkswagen. Das teilte der Vorsitzende der CDU/FDP-Kreistagsgruppe und der CDU/VBL-Samtgemeindegruppe Sven Behrens am Dienstag mit. Die CDU-Kreistagsfraktion stehe fest an der Seite von VW und zeige sich solidarisch mit allen Beschäftigten von Volkswagen im Kampf gegen Standortschließungen und Entlassungen.

Die besondere Solidarität gelte den Beschäftigten bei Volkswagen in Emden. Ostfriesland braucht VW, heißt es in der Mitteilung. Das Volkswagen-Werk habe für den hiesigen Arbeitsmarkt in Ostfriesland eine herausragende und zentrale Bedeutung, insbesondere für die Stadt Emden und den Landkreis Aurich. Das VW-Werk beschäftige rund 8000 Mitarbeiter. Damit ist es der größte industrielle Produktionsstandort westlich von Bremen und nördlich des Ruhrgebiets, so Behrens.

CDU: Industrie nicht mehr wettbewerbsfähig

Die CDU-Kreistagsfraktion stelle fest, dass die Industrie in Deutschland in Teilen nicht mehr wettbewerbsfähig sei. Gründe hierfür sind nach Ansicht der CDU-Kreistagsfraktion auch falsche wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Anreize durch die derzeitige Ampelregierung in Berlin. Aber auch die Unternehmensentscheidung von VW mit einer einseitigen Festlegung auf die Elektromobilität könne aus Sicht der CDU-Kreistagsfraktion ein Fehler gewesen sein.

Richtig sei auch, dass es bei der derzeitigen wirtschaftlichen Lage ohne ein Gegensteuern nicht gehen werde. Es brauche zusätzliche Maßnahmen, um das größte Industrieunternehmen Deutschlands wieder in Fahrt zu bekommen.

CDU: Keine Standortschließung oder Entlassung

Anstatt jetzt aber Werkschließungen und Entlassungen einseitig zulasten der Belegschaft von Volkswagen zu kommunizieren, fordert die CDU-Kreistagstagfraktion einen strategischen Befreiungsschlag und ein nachhaltiges Zukunftskonzept mit Blick auf die eigentlichen Problembereiche von VW: Produkte, Komplexität, Prozessabläufe und Synergien. Selbstverständlich müssten auch die Kosten auf den Prüfstand und der Automobilmarkt, insbesondere mit Blick nach China, strategisch betrachtet werden.

Vor diesem Hintergrund fordert die CDU-Kreistagsfraktion keine Standortschließungen und Entlassungen bei VW. VW Emden muss erhalten bleiben, so die Forderung.

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