Köln  „Höhle der Löwen“: Warum Reporterlegende Werner Hansch in der neuen Folge weinte

Alexander Barklage
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Von Alexander Barklage
| 03.09.2024 14:24 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Der ehemalige Sportreporter Werner Hansch war bei der TV-Show „Höhle der Löwen“ zu Gast. Foto: dpa/Henning Kaiser
Der ehemalige Sportreporter Werner Hansch war bei der TV-Show „Höhle der Löwen“ zu Gast. Foto: dpa/Henning Kaiser
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Zum Auftakt der Jubiläumsstaffel der TV-Show „Höhle der Löwen“ rührt der emotionale Auftritt von Ex-Sportreporter Werner Hansch zu Tränen. Warum der 85-Jährige so emotional wurde.

Die bekannte TV-Show „Höhle der Löwen“ auf Vox startete am Montagabend sehr emotional in die zehnte Staffel. Der ehemalige Sportreporter Werner Hansch erzählte seine rührende Lebensgeschichte und berichtete von seiner früheren Spielsucht. Bei den Investoren warb er mit einem Start-up für Spielsucht-Geschädigte um einen Deal.

In der neuen Ausgabe kehrten die beiden „Ur-Löwen“ Jochen Schweizer und Frank Thelen einmalig in die Show zurück. Wieder mit dabei war nach einer Pause auch Judith Williams, Beauty-Expertin und „Löwin“ der ersten Stunde.

Hansch berichtete in emotionaler Weise und unter Tränen, wie sehr er selbst nach seinem Ruhestand in die Spielsucht abgeglitten war. Er habe 600.000 Euro und ein Haus, viele seiner Freunde und seine große Liebe verloren. „Nach meinem Ruhestand war ich auf die Sinnfrage nicht vorbereitet. So bin ich in die Spielsucht abgeglitten“, erinnerte er sich.

Zusammen mit dem Anwalt Marc Ellerbrock stellte er sein Start-up „Zockerhelden“ vor. Glücksspiel-Geschädigten, wie einst Hansch, können sich auf der Plattform melden, falls sie bei einem Glücksspielportal Geld verspielt haben, das zu der Zeit keine Lizenz für das Wett- oder Casino-Geschäft hatte. Anwalt Ellerbrock will dabei die Fälle an Anwaltskanzleien weiterleiten und berechtigte Fälle vor Gericht bringen.

Hansch hatte große Teile seines Vermögens bei illegalen Pferdewetten verzockt. Es soll in Deutschland zirka 4,6 Millionen Spielsüchtige geben.

Besonders Williams zeigte sich nach dem Auftritt von Hansch sichtlich bewegt: „Ich sitze seit der ersten Staffel hier, aber für mich war das der bewegendste Moment.“ Am Ende der ergreifenden Vorstellung bot Juror Carsten Maschmeyer 125.000 Euro für 15 Prozent am Start-up. Auch Maschmeyer erinnerte sich danach an seine Zeit, als er tablettensüchtig gewesen war. Jetzt sei er nur noch „dealsüchtig“, betonte er. Werner Hansch freute sich über den Deal und erklärte emotional: „Das ist jetzt der Sinn, den ich damals vermisst habe.“

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