Retter von morgen  Großes Interesse an „Schottjer Löschdrachen“

| | 27.08.2024 18:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Mitglieder der Brookmerlander Kinderfeuerwehren sollen künftig einheitliche Feuerwehrkleidung tragen. Foto: Feuerwehr,Hanne Tammen
Mitglieder der Brookmerlander Kinderfeuerwehren sollen künftig einheitliche Feuerwehrkleidung tragen. Foto: Feuerwehr,Hanne Tammen
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Zahlreiche Mädchen und Jungen wollen in die neue Brookmerlander Kinderfeuerwehr. Das macht ein besonderes Auswahlverfahren notwendig.

Upgant-Schott - Brookmerlands neue Kinderfeuerwehr wird mit 17 Mädchen und Jungen starten. Ein genauer Termin steht noch nicht fest. In jedem Fall solle es noch in diesem Jahr losgehen, teilte Kinderfeuerwehrwartin Sabrina Juhl auf Anfrage mit. Wie sie berichtet, ist das Interesse an den „Schottjer Löschdrachen“, so der Name der neuen Nachwuchsgruppe, bisher groß. So groß, dass per Losverfahren entschieden wurde, wer zu den Gründungsmitgliedern zählen wird.

Die „Schottjer Löschdrachen“ werden die 33. Kinderfeuerwehr im Landkreis Aurich und die zweite in der Samtgemeinde Brookmerland sein. Die erste, die „Lüttje Flammkes“, wurde 2019 in Osteel gegründet und zählt heute rund 30 Kinder.

Nur für Kinder aus Upgant-Schott

In Upgant-Schott will man zunächst in einem kleineren Rahmen starten. Ursprünglich sollte mit 15 Kindern begonnen werden (wir berichteten). Wegen der großen Nachfrage wurde um zwei erhöht. Wer zu den ersten 17 Kindern zählt, entschied laut Juhl, die die Gruppe gemeinsam mit ihrer Stellvertreterin Tabea Rühaak und Fenna Boy betreuen wird, das Los. Dabei habe man festgestellt, dass auch viele Kinder aus Marienhafe unter den Interessenten waren. Ihnen musste leider abgesagt werden. „Das tut uns leid, aber wir müssen uns an Regeln halten“, sagte Juhl. Hintergrund: Mitglied bei den „Schottjer Löschdrachen“ können nur Kinder werden, die ihren Wohnsitz in der Gemeinde Upgant-Schott haben.

Wer diese Voraussetzung erfüllt, aber kein Losglück hatte, wurde auf eine Warteliste gesetzt und soll laut Juhl informiert werden, sobald ein Platz frei oder die Gruppe erweitert wird. Das gilt auch für alle, die künftig noch Interesse zeigen und Mitglied der Kinderfeuerwehr in Upgant-Schott werden möchten. Bewerbungen seien weiterhin und jederzeit möglich, so Juhl, die sich mit der bisherigen Resonanz sehr zufrieden zeigte. „Wir sind stolz und schwer begeistert“, sagte die Hauptfeuerwehrfrau.

Kinderfeuerwehrwartin Sabrina Juhl (von links), ihre Stellvertreterin Tabea Rühaak und Upgant-Schotts Ortsbrandmeister Stefan Rühaak, der auch Gemeindejugendfeuerwehrwart im Brookmerland ist, freuen sich auf den Start der neuen Kinderfeuerwehr. Foto: Thomas Dirks
Kinderfeuerwehrwartin Sabrina Juhl (von links), ihre Stellvertreterin Tabea Rühaak und Upgant-Schotts Ortsbrandmeister Stefan Rühaak, der auch Gemeindejugendfeuerwehrwart im Brookmerland ist, freuen sich auf den Start der neuen Kinderfeuerwehr. Foto: Thomas Dirks

Sie und ihr Team wollen nun in die „finale Planung“ einsteigen. In Kürze solle es ein erstes gemeinsames Treffen mit den ausgewählten Kindern und deren Eltern geben. Danach seien ein oder zwei Probedienste geplant. Sie freue sich auf die gemeinsame Zeit mit den Kindern, sagte Juhl. Die Startgruppe sei „gut gemischt“ und bestehe aus etwa gleich vielen Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis neun Jahren. Einige von ihnen konnten mit einer Werbeaktion in der Grundschule Upgant-Schott gewonnen werden. Upgant-Schotts Ortsbrandmeister Stefan Rühaak, der auch Gemeindejugendfeuerwehrwart im Brookmerland ist, hatte dort gezielt die Werbetrommel gerührt. Die Kinder seien begeistert gewesen, berichtet Juhl. „Das hat ordentlich was gebracht“, sagte sie. Die Schulleitung unterstütze das Projekt dankenswerterweise. Daher wollen Juhl und ihr Team auch künftig mit den Schulverantwortlichen zusammenarbeiten. „Jetzt wollen wir aber erst mal anfangen und gucken, wie es läuft“, so die Kinderfeuerwehrwartin.

Die Kinderfeuerwehr in Upgant-Schott soll sich künftig 14-tägig sonntags von 10 bis 11.30 Uhr im Feuerwehrhaus treffen. „Die Kinder erwartet Spiel, Spaß und Spannung“, sagte Rühaak. Kinderfeuerwehren sind für sechs- bis zwölfjährige Mädchen und Jungen bestimmt.

Jugendfeuerwehren gibt es an allen Standorten

Spielerisch und sportlich sollen sie beschäftigt und durch kindgerechte Brandschutzerziehung gefördert werden. Maximal dürfen die Kinder mit einer Kübelspritze mit D-Strahlrohr hantieren. Eine feuerwehrtechnische Ausbildung ist nicht vorgesehen, erklärt Rühaak. Damit werde frühestens in der Jugendfeuerwehr begonnen, die für Jungen und Mädchen im Alter von zehn bis 18 Jahren gedacht ist.

Jugendfeuerwehren gibt es seit Langem an allen fünf Feuerwehrstandorten im Brookmerland (Leezdorf, Marienhafe, Osteel, Upgant-Schott und Wirdum). Kinder- und Jugendwehren sind für die Nachwuchsgewinnung der Feuerwehren von großer Bedeutung.

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