Munteres Toreschießen in Großefehn  Fehntjer Torfabrik läuft auf Hochtouren

| | 25.08.2024 16:33 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Siebenmal durften die Fehntjer Spieler jubeln. Kapitän Ralf Aden (rechts) brach den Bann mit einem frühen Tor.Foto: Helmut Vortanz
Siebenmal durften die Fehntjer Spieler jubeln. Kapitän Ralf Aden (rechts) brach den Bann mit einem frühen Tor.Foto: Helmut Vortanz
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Großefehn schlägt Strudden in der Bezirksliga mit 7:0 und bleibt an Aurich dran. Ein Stürmer war besonders treffsicher.

Großefehn - Auf der Tribüne im Fehntjer Mühlenstadion gingen die Meinungen vor dem Anpfiff noch auseinander. Während das eine Lager den Gegner aus Strudden durchaus ernst nahm, sprach ein anderer SVG-Fan seinen Wunsch deutlich aus. „Ich will heute Tore sehen.“ Die Spieler des SV Großefehn folgten dem Wunsch und nahmen den Gegner nach allen Regeln der Kunst auseinander. Sieben Tore erzielten die Fehntjer gegen bemitleidenswerte Gäste, die eine Tauglichkeit für die Bezirksliga in jeder Minute vermissen ließen. Nun haben die Fehntjer nach vier Spielen bereits 22 Tore geschossen, einen Wert den nur die Überflieger aus Aurich mit 28 Toren überbieten können.

Großefehns Trainer Bi Le Tran darf sich in dieser Saison über ein äußerst trefffreudiges Sturmtrio freuen – mit einer Vorliebe für Dreier- und Viererpacks. Tom Böhling traf dreifach gegen Norden, Klaas Bikker erzielte gegen Norden und Middels drei Tore. Beide Stürmer traten gegen Strudden nicht so auffällig ins Scheinwerferlicht. Dafür schwang sich Kay Gerdes zum Spieler des Tages auf. Mit vier Toren am Stück trug der Stürmer maßgeblich zum Fehntjer Erfolg bei. „Das läuft bei ihnen momentan richtig gut“, freute sich Le Tran.

Der Fehntjer Trainer sah sich nach dem überzeugenden Sieg in seiner Arbeit bestätigt. „Wir spielen nun reifer und geduldiger und haben uns weiterentwickelt. Die Trainingsinhalte fruchten so langsam“, sagte Le Tran.

Kay Gerdes erzielt vier Tore am Stück

So mussten sich seine Spieler kurz in Geduld üben. Kapitän Ralf Aden knackte den Struddener Abwehrriegel bereits nach einer Viertelstunde, der Matchplan der Gäste, das Spiel irgendwie ohne ein Gegentor lange offen zu halten, war hinfällig. Auch nach dem Rückstand igelten sich die Struddener hinten ein, doch ohne gelegentliche Entlastung waren weitere Gegentreffer nur eine Frage der Zeit.

Die Fehntjer spielten ruhig und legten sich die Gäste zurecht. Und sie spielten schönen Fußball. Kay Gerdes erzielte einen lupenreinen Hattrick binnen siebzehn Minuten, bedanken durfte er sich bei seinen Mitspielern. Beim 2:0 spielte Lennard Martens den Stürmer im Fünfmeterraum frei, das dritte Tor legte Holger Wulff mit einer Direktabnahme mustergültig auf.

Auch beim 4:0 kam von Strudden wenig Gegenwehr, Gerdes schüttelte seinen Gegenspieler ab und schoss den Ball vorbei an Torhüter Rene Breu ins kurze Eck zum Halbzeitstand. Der Torhüter der Gäste fluchte, schimpfte und verzweifelte an seinen Vorderleuten. „So holen wir keine zehn Punkte mehr“, rief über den Platz.

Die Fehntjer zeigten wenig Mitgefühl und berannten auch in der zweiten Halbzeit das Struddener Tor. „Weiter, weiter“: Trainer Bi Le Tran trieb seine Spieler weiter an. Gerdes staubte zum 5:0 ab und verließ unter dem Applaus der rund 150 Zuschauer dass Feld.

Für ihn kam der junge Himmelsstürmer Klaas Bikker. Der erzielte war kein Tor mehr, dafür sorgte er mit einer sehenswerten Vorarbeit für ein Raunen im Mühlenstadion. In höchstem Tempo schüttelte er zwei Gegenspieler ab und sah im Fünfmeterraum Tom Böhling, der keine Mühe mehr hatte seinen vierten Saisontreffer zu erzielen. Den Schlusspunkt in einer einseitigen Partie setzte der eingewechselte Jannek Freudenberg, die Struddener schlichen nach der zweiten dicken Packung in Folge vom Spielfeld. Auch Le Tran wunderte sich. „Eigentlich kennen wir Strudden anders.“

Für den SV Großefehn geht es nun am Mittwoch im Bezirkspokal weiter, Gegner ist die SpVg Aurich – die zweite Torfabrik der Bezirksliga.

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