Ihlow
Abschied vom alten Rathaus
Die Ihlower Touristik zieht in ein anderes Gebäude, damit im Verwaltungssitz wieder mehr Normalität einkehrt. Unter anderem wird der Sitzungssaal wieder frei.
Thomas Konschak ist schwer bepackt. Mit einer Tastatur unter dem einen und einem Computer unter dem anderen Arm hastet er über den Ihlower Rathausvorplatz. Hinter ihm scheppert es. Mareike Nolting schiebt einen vollen Einkaufswagen über das Klinkerpflaster. Flyer und Broschüren stapeln sich darin. All das muss an seinen neuen Platz gebracht werden – im Gebäude direkt gegenüber dem Rathaus. Hier, wo bis vor einigen Monaten noch ein Fitnessstudio für Frauen war, soll nun die Touristinfo einziehen. Dann folgt der Umzug innerhalb des Rathauses. Mit dem Umzug soll endlich wieder Normalität im Rathaus einkehren – zumindest ein bisschen.
Die Mitarbeiter sollen wieder weitgehend einzelne Büros erhalten. Der Sitzungssaal wird wieder frei. Zuletzt hatten hier mehrere Mitarbeiter der Verwaltung gesessen.
Um dies zu schaffen, laufen am Freitag immer wieder mit Kartons bepackte Mitarbeiter zwischen Rathaus und dem neu angemieteten Gebäude hin und her. Gegen Mittag wirken die meisten geschafft. Doch die Angestellten nehmen es hin. „Manchmal kommt man um einen Umzug eben nicht herum“, sagt Mareike Nolting.
„So wie die Situation im Rathaus gewesen ist bis heute, hätten wir das nicht zwei Jahre durchgehalten“, sagt Martin Hepp, Geschäftsführer der Entwicklungs- und Dienstleistungsgesellschaft Ihlow (EDI), die unter anderem für den Tourismus zuständig ist. Keine Sozialräume, der Sitzungssaal als Großraumbüro, und kaum noch Diskretion, zählt Hepp die Probleme auf. „Es waren katastrophale Verhältnisse im Rathaus“, sagt der EDI-Chef. Vier Frauen und der Prokurist der EDI sollen nun hier ihren neuen Platz haben. Der Empfangstisch der Touristinfo aus hellem Holz steht bereits, als warte er auf Gäste. Im Hintergrund summt der Staubsauger. Die Regale, die schon stehen, werden ausgewischt. Die Räume hier würden einigermaßen für die Bedürfnisse der Touristik passen, sagt Hepp.
Durch den Umzug werden im Rathaus drei Büros frei und der Sitzungssaal kann wieder für seinen eigentlichen Zweck genutzt werden.
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