Riesenflohmarkt Simonswolde Ein Dorf im Flohmarktfieber
Der Riesenflohmarkt ist für die Bewohner aus Simonswolde eine Art fünfte Jahreszeit und die Großveranstaltung in Ihlow. Fakten zum Flohmarkt und zur Anreise.
Ihlow - Ein Dorf im Flohmarktfieber: In Simonswolde soll wieder das große Feilschen losgehen am Wochenende (24./25. August). Was für den einen eine Schnäppchenjagd ist, ist seit etwa vier Jahrzehnten für die Simonswoldmer so etwas wie die fünfte Jahreszeit. Seit Wochen flattern Absperrbänder durchs Dorf. So wurden die begehrten Standplätze reserviert. Was die Besucher erwartet.
Los geht es am Sonnabend ab 14 Uhr. Dann ist offizieller Verkaufsstart beim Simonswoldmer Riesenflohmarkt. Erwartet werden vom Veranstalter Harms Flohmärkte etwa 400 Stände. Der Veranstalter rechnet mit 23.000 bis 25.000 Besuchern. Beschicker aus Hamburg oder Nordrhein-Westfalen hätten Anfragen gestellt, so Horst Harms neulich in einer Pressekonferenz. Doch auch die Anwohner in Simonswolde wollen wieder Stände aufstellen. Sie dürfen auch Kaffee und Kuchen auf ihrer Auffahrt verkaufen. Dazu wird es Kulinarisches von verschiedenen Anbietern geben, etwa Crêpes, Asiatisches, Imbiss, Eiscreme und Berliner. Dazu gibt es Bierbuden, die für die Kaltgetränke sorgen.
Zwei große Parkplätze
Schon jetzt sind etwa 300 Schilder rund ums und im Dorf aufgestellt. Denn der Flohmarkt findet in verschiedenen Straßen im Ortskern statt. Rundherum müssen Straßen entsprechend gesperrt oder der Verkehr umgeleitet werden. Parken können die Besucher auf zwei Plätzen. Gegen eine Gebühr von drei Euro kann entweder, von der Oldersumer Straße kommend, auf dem Platz zwischen Günter-Lüttge-Straße und Hoher Sandweg geparkt werden. Ein weiterer offizieller Parkplatz ist ebenfalls für drei Euro pro Wagen bei der Fläche zwischen „Zum Sportzentrum“ und Ihlower Straße ausgewiesen. Bei starkem Regen werde entsprechend umgeplant und Straßenseitenräume fürs Parken geöffnet. Erstmals wird es einen Schwerbehindertenparkplatz auf dem Dorfplatz geben, der von der Oldersumer Straße gut zu erreichen ist. Freiwillige Feuerwehr und 20 Mitarbeiter von Harms Flohmärkte sorgen dafür, dass alles läuft rund um den Flohmarkt.
Von Sonnabend bis in die Nacht und am Sonntag wird verkauft
Die Stände werden im Ortskern aufgebaut (siehe Karte). Der Verkauf findet am Sonnabend bis in die Nacht hinein statt. Für diese Besonderheit ist der Riesenflohmarkt bekannt. Am Sonntag geht es ab sieben oder acht Uhr morgens schon weiter. Weil der Flohmarkt so gut besucht ist, wird der Gottesdienst von Sonntag auf Sonnabend (17 Uhr, beim Haus Kampen Senior) verlegt.
Zu den Beschickern gehören überwiegend private Trödler. Der Platz für sogenannte fliegende Händler ist begrenzt. Für die Simonswoldmer gibt es eine reduzierte Standgebühr, Einwohner auf der Auffahrt können an beiden Tagen für 15 Euro aufbauen, egal wie groß der Stand ist. Ein Preis, der nicht erhöht wurde, so Harms.
So soll der Flohmarkt auch ein Stück weit das eigene Ding der Simonswoldmer sein, die ihn zu 100 Prozent mittragen, wie Harms sagt. Zum Ausklang treffen sich die Simonswoldmer am Sonntag bei der Feuerwehr.