Sportförderung in Ihlow Zwei hohe Sprünge für die Eintracht
Gleich zweimal gab es am Donnerstagabend positive Signale aus der Gemeindepolitik für den Sportverein aus Ihlowerfehn. Ein größeres und ein kleineres Projekt sollen unterstützt werden.
Ihlow - Hohe Sprünge macht der Eintracht Ihlow in naher Zukunft nicht nur in der Turnhalle, sondern auch draußen. Der Verein in Ihlowerfehn möchte eine Hochsprunganlage auf dem Sportplatz am Ihler Meer aufbauen lassen. Noch dazu soll es künftig abends auf dem A-Platz wieder was zu sehen geben. Denn eine Flutlichtanlage soll kommen. Dafür hat der Sportverein die Gemeinde um finanzielle Hilfe gebeten. Am Donnerstagabend bekam der Verein ein positives Signal von den Mitgliedern des Bildungsausschusses – mit kleinen Auflagen.
Bislang gibt es keine Flutlichtanlage auf dem A-Platz in Ihlowerfehn. Der B-Platz mit Kunstrasen ist gut ausgestattet, aber dieser Kunstrasen wird oft witterungsbedingt mit anderen Vereinen geteilt. Das war damals die Auflage beim Bau für den Kunstrasen. Dazu kommt, dass Eintracht Ihlow enorm gewachsen ist in den vergangenen Jahren. Sieben bis acht Mannschaften würden inzwischen in den Abendstunden drei- bis viermal die Woche trainieren, erklärte Bernd Emkes, 1. Vorsitzender des SV Eintracht Ihlow, den Ausschussmitgliedern. Ab September wird es dann schon zu dunkel. Obwohl der Rasen auf dem A-Platz meist bis in den Dezember hinein durchaus bespielbar wäre, könne dann nicht trainiert werden. Es ist einfach zu dunkel. Daher möchte der Verein die Flutlichtanlage installieren lassen und bittet um eine Finanzspritze vonseiten der Gemeinde.
Sieben Masten sollen für Beleuchtung sorgen
Knapp 100.000 Euro kostet die neue Flutlichtanlage. Ein entsprechendes Angebot eine Spezialfirma liegt vor. Knapp sieben Masten mit LED-Beleuchtung würden installiert. Die Erdarbeiten für den Bau möchte der Verein selber durch Mitglieder stemmen, so Emkes. Außerdem gibt es Fördergelder vom Landessportbund und Unterstützung durch Spenden und vom Verein selbst. Die Gemeinde wurde um einen Zuschuss in Höhe von 35.000 Euro gebeten. Das Geld ist so nicht vorhanden und soll dann im neuen Haushalt, für den ohnehin bald die Beratungen starten, berücksichtigt werden. Das empfahlen die Mitglieder des Bildungsausschusses bei einer Enthaltung. Die Zeit drängt, denn um die Fördermittel vom Landessportbund zu erhalten, müsse bereits im August auch noch neben der Zusage aus der Gemeinde die Genehmigung der Bauvoranfrage vom Landkreis Aurich vorliegen. Emkes gab sich zuversichtlich, dass dies rechtzeitig der Fall sein würde.
Da der Verein der einzige in Ihlow war, der überhaupt bis Ende der ersten Jahreshälfte um Unterstützung bat, gab es auch schnell Einigkeit unter den Ausschussmitgliedern, dass es noch eine zweite Finanzspritze für Eintracht Ihlow geben soll. Die Mitglieder empfahlen, Gelder für den Bau einer Hochsprunganlage zu bewilligen. Es geht hier um eine Gesamtsumme von etwa 14.500 Euro, ein Drittel der Kosten könnte der Verein selbst übernehmen.
Leichtathleten aus Verein und Schule sollen profitieren
Auf dem A-Platz soll die Hochsprunganlage mit Schutzhülle für die Matte installiert werden. Dann könnten die mittlerweile 80 Kinder aus der Leichtathletik-Abteilung auch im Sommer Hochsprung trainieren. Emkes betonte, dass die Kinder sonst nur die Chance sähen, zu größeren Vereinen wie den MTV Aurich zu wechseln, wenn sie nicht entsprechend trainieren könnten. Noch dazu würde die Hermann-Tempel-Schule IGS Ihlow ebenfalls davon profitieren für den Sportunterricht.
Das sahen auch die Ausschussmitglieder und baten aber, dass auch bei der Entwicklungs- und Dienstleistungsgesellschaft Ihlow (EDI) nach Geldern gefragt werden sollte. Denn die Sportgruppen, die über die EDI nach Ihlow kommen und im Bürgerhaus gastieren, würden schließlich ebenfalls von einer Hochsprunganlage profitieren und Ihlow als Reiseziel für Sportvereine noch attraktiver werden. Sagt die Edi zu, könnten die Kosten nochmal aufgeteilt werden und dann Verein, Gemeinde und Edi je ein Drittel tragen. Auch hier würden die Gelder dann im nächsten Jahr im Haushalt der Gemeinde gelistet.