Einschulung der Erstklässler Freude und Stolz bei ABC-Schützen der Lambertischule
An der Lambertischule wurde am Sonnabendvormittag ein Fest gefeiert: Über 60 Kinder wurden eingeschult und bekamen ihre erste Schulstunde.
Aurich - Neue Erstklässler sind in den Grundschulen in Aurich am Sonnabend begrüßt worden. In der Lambertischule begann die Einschulung für drei Klassen mit jeweils etwa 20 Schülerinnen und Schülern um 10 Uhr in der Aula. Stolz, Freude, aber auch Aufregung und ein bisschen Angst spiegelten sich in den Gesichtern der Kinder und auch der Eltern wieder. Doch als die Klasse 4c ihr Theaterstück für die neuen Schüler startete, war bei den Erstklässlern die Neugier geweckt. Gespannt lauschten sie, wie der Löwe in dem Theaterstück versuchte, lesen und schreiben zu lernen. Mit einem Lied über die Buchstaben des Alphabets beendete die 4c ihren Auftritt. „Einen großen Applaus für die Schüler der 4c bitte. Sie sind gerade erst von ihrer Klassenfahrt wiedergekommen und haben trotz ihrer Müdigkeit nur für euch dieses Stück gemeistert“, lobte Schulleiter Kai Münzel die Kinder.
Dann ging es ans Eingemachte: Die Klassen wurden aufgeteilt. Drei Klassen zu je 20 beziehungsweise 21 Kindern. Zuerst war die neue Klasse 1a an der Reihe. Sie wurden vom Schulleiter aufgerufen, stellten sich gemeinsam mit ihren Schultüten auf die Bühne der Aula und schauten auf eine Wand aus Handys. Denn die stolzen Eltern wollten den Moment der Einschulung natürlich mit Fotos festhalten. Danach gaben die Schüler ihre Schultüten den Eltern und machten sich zum Abgang bereit: Ranzen auf den Rücken und los ging es zur ersten Schulstunde im neuen Klassenraum.
Erste Aufgaben wurden eifrig gemacht
Sobald die 1a aus der Aula gegangen war, durften sich die Kinder der 1b auf der Bühne versammeln. Erst wurden wieder Fotos gemacht, danach starteten sie ebenfalls in ihre erste Schulstunde. Zuletzt war die 1c an der Reihe. Die Schulstunden dauerten ungefähr eine halbe Stunde. Kennenlernen und eine Gemeinschaft bilden war der Plan für den Anfang. Die Kinder lernten zunächst, ihre Namen zu lesen und zu schreiben. In der Klasse 1b lernten sie eine gemeinsame Begrüßung: Die Kinder und ihre Lehrerin stellten sich im Kreis auf und klatschten im Takt zu ihrer Begrüßung: „Wir wünschen uns einen guten Morgen.“
Die ersten Hausaufgaben durften auch nicht fehlen. Linien Nachzeichnen, Tiere und Formen aus- und nachmalen gehörten zu den ersten Aufgaben der Kinder. Nicht alle wurden in den 30 Minuten Schule mit den Aufgaben fertig. Viele wollten nicht wieder aufhören, bis sie alle Lösungen aufgeschrieben hatten. Ihnen war egal, dass die Zeit um war und die Lehrerinnen erklärten, dass sie die Aufgaben nicht beenden müssten. Der Ehrgeiz war bei den meisten Kindern von Anfang an geweckt.
Förderprogramme für deutsche Sprache
Ehrgeiz und Begeisterung reichen für die Schule allerdings nicht immer. Es ist auch wichtig, die Sprache zu verstehen, in der der Unterricht stattfindet. „Leider ist es so, dass wir immer wieder Kinder in die Schule bekommen, die noch kein Deutsch sprechen können“, erklärte Schulleiter Kai Münzel. Viele Kulturen gebe es auf der Schule, Kinder von rund 25 verschiedenen Nationalitäten fänden sich dort zusammen.
Für die Schüler, die noch nicht mit der deutschen Sprache zurechtkommen, gebe es Förderprogramme, sagte Münzel. Glücklicherweise lernten Kinder eine Sprache schneller als Erwachsene. Deshalb könne trotz anfänglicher Sprachprobleme in der Regel nach einem halben Jahr der Unterricht ohne Probleme auf Deutsch geführt werden.
Insgesamt ein gelungener Start ins Schulleben
Insgesamt war es ein gelungener Start in das neue Schuljahr, so Kai Münzel. Sommer, Sonne, warmes Wetter und ein leichter Wind hätten die perfekten Startbedingungen für die Kinder geschaffen. Doch nicht nur die Kinder durften sich über einen tollen Tag freuen. In der Cafeteria tummelten die Eltern und Verwandten sich bei Kaffe und Kuchen oder genossen den Sonnenschein auf dem Schulhof bis die Kinder mit dem Unterricht fertig waren.