Einschulung der Erstklässler  Freude und Stolz bei ABC-Schützen der Lambertischule

| | 10.08.2024 17:54 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Die Klasse 1a durfte sich als Erste auf der Bühne der Aula in der Lambertischule versammeln. Foto: Lasse Paulsen
Die Klasse 1a durfte sich als Erste auf der Bühne der Aula in der Lambertischule versammeln. Foto: Lasse Paulsen
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An der Lambertischule wurde am Sonnabendvormittag ein Fest gefeiert: Über 60 Kinder wurden eingeschult und bekamen ihre erste Schulstunde.

Aurich - Neue Erstklässler sind in den Grundschulen in Aurich am Sonnabend begrüßt worden. In der Lambertischule begann die Einschulung für drei Klassen mit jeweils etwa 20 Schülerinnen und Schülern um 10 Uhr in der Aula. Stolz, Freude, aber auch Aufregung und ein bisschen Angst spiegelten sich in den Gesichtern der Kinder und auch der Eltern wieder. Doch als die Klasse 4c ihr Theaterstück für die neuen Schüler startete, war bei den Erstklässlern die Neugier geweckt. Gespannt lauschten sie, wie der Löwe in dem Theaterstück versuchte, lesen und schreiben zu lernen. Mit einem Lied über die Buchstaben des Alphabets beendete die 4c ihren Auftritt. „Einen großen Applaus für die Schüler der 4c bitte. Sie sind gerade erst von ihrer Klassenfahrt wiedergekommen und haben trotz ihrer Müdigkeit nur für euch dieses Stück gemeistert“, lobte Schulleiter Kai Münzel die Kinder.

Die Schüler der 4c halfen den neuen Kindern mit ihrem Theaterstück, ihre Neugier zu wecken. Foto: Lasse Paulsen
Die Schüler der 4c halfen den neuen Kindern mit ihrem Theaterstück, ihre Neugier zu wecken. Foto: Lasse Paulsen

Dann ging es ans Eingemachte: Die Klassen wurden aufgeteilt. Drei Klassen zu je 20 beziehungsweise 21 Kindern. Zuerst war die neue Klasse 1a an der Reihe. Sie wurden vom Schulleiter aufgerufen, stellten sich gemeinsam mit ihren Schultüten auf die Bühne der Aula und schauten auf eine Wand aus Handys. Denn die stolzen Eltern wollten den Moment der Einschulung natürlich mit Fotos festhalten. Danach gaben die Schüler ihre Schultüten den Eltern und machten sich zum Abgang bereit: Ranzen auf den Rücken und los ging es zur ersten Schulstunde im neuen Klassenraum.

Erste Aufgaben wurden eifrig gemacht

Sobald die 1a aus der Aula gegangen war, durften sich die Kinder der 1b auf der Bühne versammeln. Erst wurden wieder Fotos gemacht, danach starteten sie ebenfalls in ihre erste Schulstunde. Zuletzt war die 1c an der Reihe. Die Schulstunden dauerten ungefähr eine halbe Stunde. Kennenlernen und eine Gemeinschaft bilden war der Plan für den Anfang. Die Kinder lernten zunächst, ihre Namen zu lesen und zu schreiben. In der Klasse 1b lernten sie eine gemeinsame Begrüßung: Die Kinder und ihre Lehrerin stellten sich im Kreis auf und klatschten im Takt zu ihrer Begrüßung: „Wir wünschen uns einen guten Morgen.“

Die Klassenlehrerin der Klasse 1c, Sina Ehmen, nahm die Schüler wortwörtlich bei der Hand. Foto: Lasse Paulsen
Die Klassenlehrerin der Klasse 1c, Sina Ehmen, nahm die Schüler wortwörtlich bei der Hand. Foto: Lasse Paulsen

Die ersten Hausaufgaben durften auch nicht fehlen. Linien Nachzeichnen, Tiere und Formen aus- und nachmalen gehörten zu den ersten Aufgaben der Kinder. Nicht alle wurden in den 30 Minuten Schule mit den Aufgaben fertig. Viele wollten nicht wieder aufhören, bis sie alle Lösungen aufgeschrieben hatten. Ihnen war egal, dass die Zeit um war und die Lehrerinnen erklärten, dass sie die Aufgaben nicht beenden müssten. Der Ehrgeiz war bei den meisten Kindern von Anfang an geweckt.

Förderprogramme für deutsche Sprache

Ehrgeiz und Begeisterung reichen für die Schule allerdings nicht immer. Es ist auch wichtig, die Sprache zu verstehen, in der der Unterricht stattfindet. „Leider ist es so, dass wir immer wieder Kinder in die Schule bekommen, die noch kein Deutsch sprechen können“, erklärte Schulleiter Kai Münzel. Viele Kulturen gebe es auf der Schule, Kinder von rund 25 verschiedenen Nationalitäten fänden sich dort zusammen.

Die Klasse 1b begann das Schuljahr mit großen und bunten Schultüten. Foto: Lasse Paulsen
Die Klasse 1b begann das Schuljahr mit großen und bunten Schultüten. Foto: Lasse Paulsen

Für die Schüler, die noch nicht mit der deutschen Sprache zurechtkommen, gebe es Förderprogramme, sagte Münzel. Glücklicherweise lernten Kinder eine Sprache schneller als Erwachsene. Deshalb könne trotz anfänglicher Sprachprobleme in der Regel nach einem halben Jahr der Unterricht ohne Probleme auf Deutsch geführt werden.

Insgesamt ein gelungener Start ins Schulleben

Insgesamt war es ein gelungener Start in das neue Schuljahr, so Kai Münzel. Sommer, Sonne, warmes Wetter und ein leichter Wind hätten die perfekten Startbedingungen für die Kinder geschaffen. Doch nicht nur die Kinder durften sich über einen tollen Tag freuen. In der Cafeteria tummelten die Eltern und Verwandten sich bei Kaffe und Kuchen oder genossen den Sonnenschein auf dem Schulhof bis die Kinder mit dem Unterricht fertig waren.

Bei etwas weniger Publikum stellten sich die Schüler der 1c den Kameras ihrer Eltern. Foto: Lasse Paulsen
Bei etwas weniger Publikum stellten sich die Schüler der 1c den Kameras ihrer Eltern. Foto: Lasse Paulsen

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