Auricher Ortsteil Sandhorst Neue Dorf-AG will Menschen zusammenbringen
Zu wenig passiere im Ortsteil, fand im März eine Gruppe Sandhorster. Sie handelten und gründeten einen Verein. Der hat sich viel vorgenommen.
Aurich - In Sandhorst hat sich eine neue Dorf-Arbeitsgemeinschaft formiert. Im Unterschied zur alten Dorf-AG, die es vor der Corona-Pandemie gab, wurde nun ein Verein gegründet. Den Anfang machten 28 Sandhorster, die sich im März zu einem ersten Austausch trafen. Kurz danach wurde der Verein gegründet. Seitdem macht der Vorstand um die Vorsitzende Hilde Ubben Werbung im gesamten Ortsteil. In so gut wie jeden Briefkasten wurden Mitgliedsanträge gesteckt. Seitdem, so Ubben im Pressegespräch, treten fast täglich Sandhorster der neuen Dorf-AG bei. Momentan besteht der Verein aus 85 Mitgliedern.
Hilde Ubben war die treibende Kraft hinter der Gründung. „Es wird zu wenig für Sandhorst gemacht“, sagt Ubben, die für die AWG im Auricher Rat sitzt und beratendes Mitglied im Ortsrat Sandhorst ist. Viel vorgenommen habe sich die Dorf-AG. Regelmäßige Veranstaltungen soll es geben, bei denen möglichst viele Sandhorster eingebunden werden sollen. Dabei will der Verein sich nicht nur auf den eigenen Ortsteil beschränken. So wird die Dorf-AG mit einem eigenen Stand auf dem Auricher Stadtfest am 16. und 17. August vertreten sein. Damit soll eine alte Tradition aufgegriffen werden. Denn in den Anfängen des Stadtfestes standen Vereine, Verbände und die Ortsteile im Mittelpunkt der Feier. Die Ortsteile verschwanden nach und nach von der Bildfläche des Festes. „Das wollen wir wieder ändern“, sagt Ubben selbstbewusst.
Größter Wunsch: Ein Dorfgemeinschaftshaus
Maibaumfeier, Brautpfadlegen, Himmelfahrtstreffen, Kinderfest und eine Weihnachtsfeier auf dem Dorfplatz sind nur einige Veranstaltungen, die durchgeführt werden sollen. Auf dem Platz, so der Wunsch der Dorf-AG, soll auch ein feststehendes Toilettenhäuschen gebaut werden. Der größte Wunsch aber ist ein Dorfgemeinschaftshaus, in dem sich Vereine und Gruppen treffen können. Denn der Sandhorster Krug hat nicht immer geöffnet. „Und es kostet Geld, dort Treffen abzuhalten“, sagt Ubben. Treffe sich der Ortsrat, müsse dieser ins Energie-Erlebnis-Zentrum gehen, weil es keine größeren Räumlichkeiten gebe im Ortsteil.
Ein Haus hat der Verein bereits im Blick. Es ist der ehemalige Hof Harms am Abelweg, den die Stadt Aurich vor Jahren gekauft hat. Einst war geplant, dort die Kunstschule sowie das Machmit-Museum unterzubringen. Pläne, die sich aber schon lange zerschlagen haben.
Bereits jetzt ist laut Ubben zu merken, dass der neue Verein Menschen zusammenbringen kann. Beim Verteilen der Mitgliedsanträge sei sie Leuten begegnet, die man sonst nicht getroffen hätte. Ausdrücklich soll die neue Dorf-AG für alle Sandhorster da sein – Alteingesessene ebenso wie frisch Zugezogene. „Es geht auch um die Hilfe bei Problemen“, sagt Schriftführer Hinrikus Harms. Wer neugierig geworden ist auf die neue Dorfgemeinschaft, kann sich beim Auricher Stadtfest näher informieren. Hilde Ubben hat sicher auch ein paar Mitgliedsanträge dabei.