Kinderbetreuung Eine neue Kindertagesstätte für Rahe
Die Stadt Aurich will in Rahe neue Plätze für die Kinderbetreuung schaffen. Dafür muss zunächst ein alter Hof abgerissen werden.
Aurich - Im Auricher Ortsteil Rahe soll eine neue Kindertagesstätte der Stadt Aurich gebaut werden. Dafür wird ein altes Bauernhaus samt Nebengebäuden abgerissen. Das geht aus einer Beschlussvorlage der Verwaltung für die Auricher Stadtpolitik hervor. Darin heißt es, dass die Stadt das Grundstück an der Ecke Oldersumer Straße/Raher Straße für 215.000 Euro kaufen wird. Die abrissreifen Gebäude sollen dann durch die Stadt entfernt werden. Dafür fallen weitere Kosten in Höhe von rund 80.000 Euro an.
Bereits seit längerer Zeit wird überlegt, an welcher Stelle neue Kita-Plätze geschaffen werden können. Der Grund dafür ist die Erschließung des großen Wohngebiets „Im Timp“. Dort sind die ersten Häuser bezogen worden. Wenn alle Grundstücke bebaut sind, werden dort etwa 240 Wohneinheiten entstanden sein. Als Bewohner erwartet werden vor allem junge Familien. Der Bedarf nach mehr Kinderbetreuung ist also vorhanden.
Genaue Pläne gibt es noch nicht
Ursprünglich sollte der Neubau an anderer Stelle erfolgen. Das erwies sich aber als nicht durchführbar. Des Weiteren gibt es bei der Kindertagesstätte in Extum keine Möglichkeit, die Einrichtung dauerhaft durch Container zu erweitern.
Unklar ist bislang, wie groß die neue Kindertagesstätte sein wird. Laut Stadtsprecher Johann Stromann gibt es noch keine Detailplanungen. Außerdem müsse zunächst die Politik sowohl dem Kauf als auch der konkreten Planung zustimmen.
Hof ist abrissreif
Platz genug dürfte vorhanden sein, um mehrere Kinderkrippen- und Kindergartengruppen unterzubringen. Denn das Grundstück an der Oldersumer Straße, auf dem unter anderem einige alte Bäume stehen, hat eine Fläche von über 6200 Quadratmetern. Es liegt direkt gegenüber der Einmündung des Boomweges in die Oldersumer Straße.
Zweifel daran, dass die Gebäude abrissreif sind, dürfte es kaum geben. Das Reetdach ist eingefallen und teilweise nicht mehr vorhanden. Ein Bauzaun versperrt den Weg aufs Grundstück aus Sicherheitsgründen.
Stadt plant weitere neue Kitas
Schon vor zwei Jahren brachte die zuständige Fachdienstleiterin Brigitte Weber einen Kita-Neubau in Extum ins Spiel. Damals reichten die vorhandenen Plätze zwar noch, um den Bedarf zu decken. Weber sah allerdings schon die zusätzliche Nachfrage in Extum und Haxtum. Aber auch in der nördlichen Innenstadt wird die Nachfrage nach Kita-Plätze wohl weiter ansteigen, sobald die Wohnungen auf dem ehemaligen Kasernengelände bezugsfertig sind. Bis zu 2000 Bewohner werden in das neue Quartier einziehen. Deswegen plant die Stadt, im ehemaligen Sanitätsgebäude der Blücher-Kaserne drei Kindergarten- und zwei Krippengruppen einzurichten.
Der Bedarf wird absehbar nicht sinken, sondern eher weiter steigen. Das zeigten Zahlen im April dieses Jahres. Ende des Monats hatten 280 Kinder noch keinen Betreuungsplatz. Damals zeigte Weber sich noch relativ entspannt. Gleichwohl suchte die Verwaltung schon im April dieses Jahres nach möglichen Standorten für weitere Container-Kitas.
Der Ausbau hängt allerdings nicht nur von Standorten ab. Gerade bei der Kinderbetreuung gibt es einen großen Fachkräftemangel. Das Bundesfamilienministerium geht davon aus, dass im Jahr 2030 bis zu 90.000 Kräfte fehlen könnten. Niedersachsen hat deswegen bereits die Standards gesenkt.