Zukunft des RTC Timmel  Großteil der Pferde ist bereits ausgezogen

| | 04.08.2024 10:15 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Blick auf den Haupteingang des RTC Timmel. Foto: Heino Hermanns
Blick auf den Haupteingang des RTC Timmel. Foto: Heino Hermanns
Artikel teilen:

Nach dem Paukenschlag im RTC Timmel sind viele Pferde bereits anderweitig untergebracht. Wie es nun weitergehen soll mit der Anlage in Timmel.

Großefehn - Die Sommerferien sind herum und damit verstreicht auch die Frist für die Pferdehalter, ihre Tiere aus dem Reitsport- und Touristik-Centrum (RTC) Timmel zu holen. Anfang vergangener Woche war bereits die Hälfte der Pferde aus dem RTC ausgezogen, so der Großefehntjer Bürgermeister Erwin Adams auf Nachfrage. Ein weiterer Schwung wird in diesen Tagen die Boxen in der großen Anlage verlassen. Jetzt soll es darum gehen, was in Zukunft mit dem RTC geschehen soll.

Ende Juli war der Pachtvertrag der Großefehn Tourismus GmbH (GTG) mit dem Betreiber Andy Klasing aus Westerholt überraschend beendet worden. Die Pferdehalter wurden von der Nachricht überrumpelt.

Ähnliche Artikel
Der überwiegende Teil der Pferde stammte von Einstellern, die für den Service an ihren Tieren bezahlten. Zwischen vier und sechs Wochen hatten sie Zeit, sich einen Ersatz für ihr Tier zu suchen. In der Zeit wurde eine provisorische Versorgung der eingestellten Pferde übernommen. Mehr als 40 Pferde waren betroffen. Für einzelne Pferdehalter, die es nicht innerhalb der Frist schaffen, gibt sich die Gemeinde kulant, wie Adams deutlich macht.

Gemeinde: RTC soll nicht lange leer stehen

Die Gemeinde Großefehn habe kein Interesse daran, dass das RTC Timmel lange leer steht, machte Adams im Gespräch deutlich. Die Gemeinde hat 2023 schon den Auftrag bekommen, das RTC zu verkaufen. Das Vorhaben war ausgesetzt worden, als sich die Möglichkeit des Pachtvertrages mit Klasing ergab. Nun steht nach der Kündigung der Beschluss von 2023 wieder wie ein Damoklesschwert über dem RTC und dem Reitbetrieb.

Über die Gründe, warum der Pachtvertrag beendet wurde, wird weiter geschwiegen. Das sei Geschichte, die Gemeinde wolle jetzt nach vorne blicken, so der Fehntjer Bürgermeister. In den kommenden zwei Monaten gehe es nun darum, die Zukunftsmöglichkeiten fürs RTC zu prüfen. Die Gemeinde befinde sich derzeit in der Prüfungsphase. Es wird unter anderem geschaut, was bei einem Verkauf der Anlage zu beachten ist. Nach der Prüfung sollen die Politiker informiert werden und weitere Beschlüsse fassen. In welchen Gremien genau debattiert wird, stehe erst nach der Prüfung fest, so Adams. Allerdings ist schon jetzt im öffentlichen Ratsinformationssystem ein Sitzungstermin des Ortsrates Timmel/Westgroßefehn für den 2. September vorgemerkt.

Während die Pferde ausziehen müssen, bleibt die Touristinformation weiter am Standort RTC bestehen. Je nachdem, wie die Nachnutzung aussehe, entscheidet sich, ob die Touristiker im Gebäude verbleiben. Auch der Großteil der ausstehenden Veranstaltungen wurde gestrichen. Es gab allerdings Ausnahmen. Die Bedingungen dafür sind allerdings unterschiedlich.