Finale des Ostfriesland-Cups  FCB-Boss Jan-Christian Dreesen gibt sich in Aurich volksnah

Niklas Homes
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Von Niklas Homes
| 28.07.2024 11:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
In Aurich gab Jan-Christian Dreesen einige Autogramme. Fotos: Gronewold
In Aurich gab Jan-Christian Dreesen einige Autogramme. Fotos: Gronewold
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An einem Tag von München nach Aurich und zurück: Der Klubchef des FC Bayern München nimmt seine Patenschaft beim Ostfriesland-Cup ernst. Dreesen steuerte aber nicht nur das Ellernfeld-Stadion an.

Aurich - Ganz gelassen mit einem blauen Sakko über die Schulter geschlagen betrat Jan-Christian Dreesen am frühen Samstagabend das Stadion Am Ellernfeld in Aurich. Dort gab sich der Klubboss des FC Bayern München vor dem Finale des Ostfriesland-Cups zwischen dem TuS Pewsum und Süderneulander SV (4:0) volksnah. Dreesen, der gebürtiger Auricher ist, erfüllte mit ostfriesischer Gelassenheit sämtliche Foto- und Autogrammwünsche. Mehr noch. „Wie heißt du denn?“, fragte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern einen Jungen, der ihm einen Ball zum Unterschreiben hinhielt. So schrieb Dreesen über seine Signatur noch ein „Für Tammo“.

Nicht selten verwickelte Dreesen seine teilweise sehr aufgeregten Fans in kurze Gespräche. „Ihr spielt auch Fußball?“, fragte er die Balljungen des Ostfriesland-Cup-Endspiels. Als der 56-Jährige dann erfuhr, dass die Jungs bei seinem Heimatverein SpVg Aurich kicken und kurz zuvor selbst ein Spiel hatten, wollte er mehr wissen. „Die habt ihr weggehauen?“, fragte Dreesen. „10:0? Das ist ja böse“, sagte der FCB-Boss erstaunt. Das Gespräch wurde mit den Positionen der einzelnen Balljungen vertieft.

Marc Wiechers (links) führte Jan-Christian Dreesen vom Parkplatz auf den Fußballplatz in Aurich.
Marc Wiechers (links) führte Jan-Christian Dreesen vom Parkplatz auf den Fußballplatz in Aurich.

FCB-Chef zieht Fischbrötchen dem Leberkäse vor

Auch für unsere Zeitung nahm sich Dreesen Zeit. Er stellte sich für ein Interview mit Entweder-Oder-Fragen zur Verfügung. Dabei verriet der Wahl-Bayer unter anderem, dass er das Matjesbrötchen einem Leberkäsebrötchen vorziehen würde, er aber lieber in der Allianz-Arena in München als im Stadion Am Ellernfeld in Aurich ist. Schwer tat sich Dreesen bei der Frage, was er denn lieber trinke: Weißbier oder Ostfriesentee?

Jan-Christian Dreesen war der Star rund um das Finale des Ostfriesland-Cups, für dessen diesjährige Ausgabe er die Patenschaft übernommen hatte. Diese nimmt der Finanzexperte des FC Bayern offenbar sehr ernst, sodass er es möglich gemacht hat, beim Endspiel dabei zu sein. Er erschien rund eine Dreiviertelstunde vor dem Anstoß Am Ellernfeld.

Die beiden Ostfriesland-Cup-Organisatoren Manfred Bloem (links) und Ewald Adden (rechts) waren sehr stolz darauf, dass der Turnierpate Jan-Christian Dreesen der Einladung zum Finale tatsächlich folgte.
Die beiden Ostfriesland-Cup-Organisatoren Manfred Bloem (links) und Ewald Adden (rechts) waren sehr stolz darauf, dass der Turnierpate Jan-Christian Dreesen der Einladung zum Finale tatsächlich folgte.

Dreesen schaute bei Stammkneipe vorbei

Freitagmittag war Dreesen von München nach Bremen geflogen, dann ging es mit dem Auto weiter nach Aurich. Doch hatte er neben der Sportanlage seines Heimatklubs SpVg Aurich auch weitere Anlaufstationen. Unter anderem besuchte er seine Schwiegereltern, die in Aurich wohnen. „Ich bin auch an meiner Stammkneipe vorbeigelaufen“, freute sich Dreesen. Es ist „Zur Börse“ in Aurich. Nur unweit davon, direkt im Stadtzentrum, war Dreesen einst aufgewachsen.

Das gesamte Finale zwischen dem Bezirksligisten TuS Pewsum und dem Ostfrieslandligisten Süderneulander SV konnte sich der Chef des großen FC Bayern aber nicht anschauen. „Ich muss heute noch zurück nach München“, sagte Dressen. „Jetzt gerade ist ja Transferphase“, schob er mit einem Schmunzeln hinterher. „Es ist also viel los.“ Viel vom Spiel zwischen Pewsum und Süderneuland sah Dreesen nicht. Nach dem Anstoß schlenderte er lockeren Schrittes von der Tribünenseite Richtung Kunstrasen-Seite. Immer wieder erfüllte er Fanwünsche. Schließlich blieb er mit den Turnierorganisatoren Ewald Adden und Manfred Bloem bei einer Getränkebude auf Höhe der Eckfahne stehen. Dort gönnte er sich auch ein Schlückchen Bier. Dann, etwa in der 30. Spielminute, verließ Dreesen ohne viel Trubel das Sportgelände und machte sich auf den Heimweg. Diesmal ging es mit dem Auto nach Hamburg und von dort aus mit dem Flugzeug nach München.

Jan-Christian Dreesen musste unzählige Fotowünsche erfüllen, als Erstes den der Turnierorganisatoren mit ihrem Team.
Jan-Christian Dreesen musste unzählige Fotowünsche erfüllen, als Erstes den der Turnierorganisatoren mit ihrem Team.

Dreesen ist vom Ostfriesland-Cup begeistert

Mittlerweile ist Dreesen nach eigenen Angaben „ein paar Mal im Jahr“ in seiner Heimat und der seiner Frau. „Es gibt gewisse Fixpunkte. Weihnachten sind wir oft hier, Ostern – zumindest früher – eigentlich immer“, erzählte Dreesen. Auch zu Geburtstagen zieht es ihn immer mal wieder nach Ostfriesland, sofern es der Terminkalender und all die Verpflichtungen beim FC Bayern zulassen.

Das Finale des Ostfriesland-Cups wurde extra, weil Turnierpate Dreesen aus Aurich kommt, auch in Aurich angesetzt. „Da bin ich sehr stolz drauf“, sagte Dreesen. „Ich komme ja immer wieder gerne nach Ostfriesland.“ Vom Ostfriesland-Cup zeigte sich Dreesen begeistert, das betonte er mehrfach. „Was Manfred und Ewald hier auf die Beine stellen, ist beeindruckend. Der Amateurfußball wird groß aufgezogen. Das ist eine coole Sache und sicherlich ein Highlight für die Spieler.“

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