Einzelhandel  Früherer Marienhafer Edeka-Markt hinter Gittern

| | 25.07.2024 20:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Das Grundstück des früheren Edeka-Marktes in Marienhafe ist eingezäunt. Bald sollen der Abriss und danach der Bau der neuen Aldi-Filiale beginnen. Foto: Thomas Dirks
Das Grundstück des früheren Edeka-Marktes in Marienhafe ist eingezäunt. Bald sollen der Abriss und danach der Bau der neuen Aldi-Filiale beginnen. Foto: Thomas Dirks
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In Marienhafe wird bald mit dem Abbruch des alten Supermarkts begonnen. Dann baut Aldi neu. Was bis wann entstehen soll.

Marienhafe - Es tut sich etwas: Nach zuletzt mehrmonatigem Stillstand zeichnet sich wieder erste Bewegung auf dem Gelände des ehemaligen Edeka-Marktes Kruse in Marienhafe ab. In Kürze soll das alte Gebäude abgebrochen und anschließend mit dem Bau des neuen Aldi-Marktes begonnen werden. Wie Dennis Boczek, Sprecher von Aldi Nord in Essen, auf Anfrage mitteilte, sei geplant, mit ersten Abrissarbeiten in der kommenden Woche zu beginnen. Dann werde das alte Edeka-Gebäude zunächst entkernt.

Edeka hatte den Standort verlassen und Ende April das neue E-Center auf dem früheren Toom-Gelände auf der anderen Seite der Rosenstraße eröffnet (wir berichteten).

Größere Verkaufsfläche

Aldi ist bisher neben dem Combi-Markt im Gewerbegebiet Upgant-Schott ansässig. Mit dem Umzug nach Marienhafe wird Aldi wachsen: 1050 Quadratmeter Verkaufsfläche soll die neue Filiale haben. Bisher sind es 760 Quadratmeter. Die Neueröffnung sei Ende des ersten Quartals des Jahres 2025 und noch vor Ostern geplant, teilte der Sprecher Einzelhandelskette mit.

Seit Mittwoch ist das Eckgrundstück Mühlenloog/Rosenstraße, das der Aldi-Immobilienverwaltung gehört, eingezäunt. Ein Bauzaun soll verhindern, dass Unbefugte das Areal betreten und dort, wie zuletzt mehrfach geschehen, Müll und Unrat illegal entsorgen. Auch sei es ein Startzeichen. „Wir signalisieren damit: Endlich geht es los“, sagte Boczek.

Auf dem alten Edeka-Parkplatz wurde zuletzt vermehrt illegal Müll und Unrat abgeladen. Foto: Sarah Dirks
Auf dem alten Edeka-Parkplatz wurde zuletzt vermehrt illegal Müll und Unrat abgeladen. Foto: Sarah Dirks

Im April hatte der Rat der Gemeinde Marienhafe die kommunale Bauleitplanung für den neuen Aldi-Markt endgültig abgeschlossen. Das Gremium gab einstimmig grünes Licht für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan (Nummer 0235). Er war eine der Voraussetzungen, damit der neue Supermarkt gebaut werden kann. Erst wenn die Bauleitplanung abgeschlossen ist, erteilt der Landkreis Aurich die Baugenehmigung, an der der Baustart hängt.

Städtebaulicher Vertrag

Eine weitere Voraussetzung ist der sogenannte Durchführungsvertrag zwischen der Gemeinde und der Aldi-Grundstücksgesellschaft, den der Gemeinderat ebenfalls genehmigen soll. Dieser städtebauliche Vertrag regelt unter anderem, dass die Kosten für die Erstellung des Bebauungsplans von den Investoren zu tragen sind.

Der Brookmerlander Bauamtsleiter Jochen Behrends (stehend) und Constantin Block vom Planungsbüro Thalen erläuterten im Februar dieses Jahres die Bauleitplanung für Aldi. Foto: Thomas Dirks
Der Brookmerlander Bauamtsleiter Jochen Behrends (stehend) und Constantin Block vom Planungsbüro Thalen erläuterten im Februar dieses Jahres die Bauleitplanung für Aldi. Foto: Thomas Dirks

Der Bebauungsplan schreibt beispielsweise die maximale Größe der Verkaufsfläche, die Höhe des Gebäudes und die Art des Sortiments vor. Auch werde darin eine geplante Lärmschutzwand zwischen dem neuen Aldi-Markt und dem Grundstück der Scheweling-Mühle eingezeichnet, wo der Anlieferverkehr ankommt. Dieser rollt künftig nur noch über die Rosenstraße auf das Grundstück und nicht mehr, wie bisher, über den Mühlenloog, wo es nur noch Mitarbeiterparkplätze geben soll. Für Aldi-Kunden werden 80 Stellflächen angelegt, darunter auch breite Parkplätze für Menschen mit körperlicher Behinderung sowie Eltern-Kind-Stellflächen.Die Grundfläche des geplanten Aldi-Gebäudes wird kleiner sein als die des alten Edeka-Marktes.

Bisher ist Aldi neben dem Combi-Markt im Gewerbegebiet Osterupgant (Upgant-Schott) ansässig. Foto: Thomas Dirks
Bisher ist Aldi neben dem Combi-Markt im Gewerbegebiet Osterupgant (Upgant-Schott) ansässig. Foto: Thomas Dirks

Gestaltet wird der neue Aldi-Markt nach Unternehmensangaben nach dem aktuellen Filialkonzept, das Wert auf eine helle und freundliche Einkaufsatmosphäre und breite Gänge lege. Bei den Baustoffen setzt Aldi auf Nachhaltigkeit: Die Baubeschreibung sieht den Einsatz von Materialien vor, die schnell und einfach wiederverwertet werden können. Die Fassadenelemente aus Lochblech können zudem bei anderen Bauten weitergenutzt werden. Bei diesem freistehenden Markt setze man mit Holz zudem auf einen Baustoff, der nicht nur mit seiner Optik punktet, sondern auch für ökologisches Bauen steht, heißt es.

1860 Produkte

In der neuen Filiale gibt es rund 120 Obst- und Gemüseartikel, eine vergrößerte Backwarenauslage mit rund 40 Produkten und durchschnittlich 1860 Produkte aus 18 Warengruppen auf die Kunden. Wie Aldi mitteilte, sollen die Mitarbeiter aus dem bisherigen Markt übernommen und zusätzliche eingestellt werden.

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