Oldenburg  EWE muss Zehntausende Stromzähler austauschen: Was Kunden wissen müssen

Maximilian Matthies
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Von Maximilian Matthies
| 25.07.2024 15:41 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Im EWE-Netz sind rund 25.000 Stromzähler von einem Austausch wegen defekter Displays betroffen. Foto: dpa/Mohssen Assanimoghaddam
Im EWE-Netz sind rund 25.000 Stromzähler von einem Austausch wegen defekter Displays betroffen. Foto: dpa/Mohssen Assanimoghaddam
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Im EWE-Netz müssen Zehntausende Stromzähler eines chinesischen Herstellers ausgetauscht werden. Fehlerhafte Displays könnten ansonsten Probleme bereiten.

Digitale Stromzähler von EWE können defekt sein. Laut Angaben des Energieunternehmens sind Geräte des chinesischen Herstellers Holley vom Typ DTZ541-ZEBA betroffen. Auch ohne Einwirkung von außen seien Fehler nicht ausgeschlossen. Kunden hatten demnach Probleme mit dem Display bemerkt. Die Anzeige fiel nach einiger Zeit im Betrieb aus, Zählerstände waren nicht mehr auslesbar.

Gegenüber dem „Spiegel“ berichtete ein EWE-Sprecher von rund 4000 solcher Fehlermeldungen. Der Hersteller habe selbst auf bestimmte Chargen mit Fabrikationsfehlern hingewiesen. Im EWE-Netz seien rund 25.000 Geräte betroffen. Das Fehlerbild sei uneinheitlich und ein Ausfall nicht ausgeschlossen, deshalb sollten alle Stromzähler der betroffenen Chargen ausgetauscht werden.

Kunden sollten dazu eine schriftliche Information von EWE erhalten. Es sei mit mehreren Wochen Vorlauf zu rechnen. Solange die Probleme bestehen, müssten Zählerstände geschätzt werden, sagte ein EWE-Sprecher.

Das bedeutet: Für EWE-Kunden ohne Solaranlagen wird der Verbrauch auf Basis der bisherigen Zählerstände sowie anhand von Prognosen ermittelt. Ist eine Solaranlage oder ein Balkonkraftwerk mit angeschlossen, fließt die eigene Stromproduktion mit ein. Berücksichtigt wird auch die Anzahl der gemessenen Sonnenstunden. Außerdem können Kunden eigene Messwerte aus einer App per Screenshot an EWE schicken.

Offenbar sind nicht nur EWE-Kunden von defekten Stromzählern betroffen. Bekannt sind ähnliche Probleme etwa aus dem Rems-Murr-Kreis in Baden-Württemberg vom Anbieter Syna, wie die „Stuttgarter Nachrichten“ berichteten.

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