Hamburg  Bundeskanzler Scholz zur Krise der Meyer Werft: „Thema hat Top-Priorität“

Dirk Fisser, Tobias Schmidt
|
Von Dirk Fisser, Tobias Schmidt
| 24.07.2024 14:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich zu möglichen Staatshilfen für die Meyer Werft geäußert. Foto: Britta Pedersen/dpa
Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich zu möglichen Staatshilfen für die Meyer Werft geäußert. Foto: Britta Pedersen/dpa
Artikel teilen:

Die Meyer Werft in Papenburg kämpft um die Existenz. Der Staat soll dabei helfen, das Unternehmen zu retten. Jetzt hat sich Bundeskanzler Olaf Scholz erstmals öffentlich zur Krise der Werft und möglichen Staatshilfen geäußert.

Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich am Mittwoch erstmals zur existenziellen Krise von Deutschlands größtem Schiffbauer geäußert. Zur möglichen Rettung der Meyer Werft durch das Land Niedersachsen und den Bund sagte Scholz: „Das ist für mich ein Thema, das Top-Priorität hat.“

Es handle sich um „eine tolle Werft“, so der Kanzler, mit einer „tollen Belegschaft.“ „Und, davon bin ich überzeugt, das, was sie da herstellen, wird auch in Zukunft noch gekauft und ist voll wettbewerbsfähig.“ Das seien gute Ausgangsbedingungen für weitere Schritte, sagte Scholz, der nicht weiter ins Detail ging: „Wir sind dran. Mehr kann man jetzt nicht sagen.“

Derzeit laufen dem Vernehmen nach zwischen Hannover und Berlin intensive Gespräche, ob und wie der Werft geholfen werden kann. Neben einer Bürgschaft in Milliardenhöhe geht es dabei auch um einen Einstieg des Staates bei Meyer. Dem Konzern fehlen laut Werftleitung 400 Millionen Euro an Eigenkapital. Ein Investor ist offenbar nicht in Sicht.

Aus informierten Kreisen heißt es, die Landesregierung in Niedersachsen bereite sich darauf vor, mit 200 Millionen Euro einzusteigen. Das Land knüpft seine Bereitschaft aber wohl unter anderem an die Unterstützung des Bundes. Auch der soll sich an der Werft beteiligen. Die Beteiligung, so heißt es weiter, könnte zeitlich bis 2027 begrenzt werden. Bis September muss die Finanzierung nach Angaben der Werft stehen.

Ähnliche Artikel