Delmenhorst Kind und Jugendlicher müssen nach Blitzeinschlag in Niedersachsen reanimiert werden
Ein Blitz ist am Sonntag im Stadtpark in Delmenhorst eingeschlagen: Ein Kind und ein Jugendlicher mussten reanimiert werden. Einsatzkräfte waren mit Rettungshubschraubern vor Ort.
Ein Unwetter am Sonntagnachmittag in Delmenhorst bei Bremen hat für einige Personen schwere Folgen gehabt: Im Stadtpark nahe dem alten Wasserwerk ist gegen 15.45 Uhr ein Blitz eingeschlagen, wie ein Polizeisprecher bestätigte. Ein Kind und ein Jugendlicher mussten daraufhin reanimiert werden. Weitere Angehörige vor Ort wurden teils schwer verletzt. Sie sowie das Kind und der Jugendliche wurden von den Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht. Dabei kam auch ein Rettungshubschrauber zum Einsatz, der im Stadtpark landete.
Als die Personen Zuflucht gefunden hatten, schlug in einen Baum nahe dem alten Wasserwerk gegen 15.45 Uhr ein Blitz ein, der mutmaßlich durch das Erdreich auch einige Meter weiter ausstrahlte. Alle acht Personen erlitten Verletzungen. Ein fünfjähriger Junge und ein 14-jähriges Mädchen mussten reanimiert und mit lebensgefährlichen Verletzungen von zwei Rettungshubschraubern in Krankenhäuser geflogen werden.
Wie es um sie steht, war bis Montagmittag nicht in Erfahrung zu bringen. Die Polizei erhält laut einem Sprecher grundsätzlich aus den behandelnden Krankenhäusern automatisch keine Informationen, wenn Personen wieder außer Lebensgefahr sind. Mitgeteilt werde in der Regel nur, wenn ein Patient nach einem Vorfall verstirbt.
Die übrigen Familienmitglieder – die 38-jährige Mutter, ihr 40-jähriger Mann, eine zwei- und eine neunjährige Tochter, ein zwölfjähriger Sohn und ein 31-jähriger Verwandter – waren in Krankenhäuser gefahren worden.
Nach dem Eingang des Notrufs wurde der sogenannte Massenanfall von Verletzten ausgerufen, also ein Notfall mit einer großen Anzahl an verletzten Personen. Insgesamt wurden zwei Rettungshubschrauber, sechs Notarzteinsatzfahrzeuge, fünf Rettungswagen und eine Großzahl an Feuerwehrkräften zum Einsatzort entsandt.
Die psychische Betreuung der leicht verletzten Familienmitglieder wurde von Angehörigen eines Kriseninterventionsteams übernommen. Noch am Abend gab es ein ähnliches Angebot auch für die eingesetzten Kräfte der Rettungsdienste, Feuerwehr und Polizei.
Bis Montagmittag hatte der städtische Baubetrieb Äste, die nach dem Blitzeinschlag von der Eiche herunterhingen, bereits gekappt und abgefahren. So sollte einer weiteren Gefahr durch möglicherweise herunterfallende Teile des Baumes vorgebeugt werden.