Belarus  Menschenrechtsorganisation: Todesurteil gegen Deutschen in Belarus

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Von AFP User
| 19.07.2024 17:20 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
In Belarus ist ein Deutscher zum Tode verurteilt worden. Foto: dpa/Sipa USA
In Belarus ist ein Deutscher zum Tode verurteilt worden. Foto: dpa/Sipa USA
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Ein 30-jähriger deutscher Staatsbürger ist in Belarus wegen Terrorismus und Söldneraktivitäten zum Tode verurteilt worden. Dies teilte die Menschenrechtsorganisation Wjasna mit.

In Belarus ist nach Angaben einer Menschenrechtsorganisation ein deutscher Staatsbürger zum Tode verurteilt worden. Wie die belarussische Organisation Wjasna am Freitag mitteilte, wurde der 30-Jährige bereits am 24. Juni in einem Geheimprozess wegen sechs Straftatbeständen für schuldig gesprochen, zuvor sei er unter anderem wegen „Terrorismus“ und „Söldnertum“ angeklagt worden.

Die Verurteilung hängt den Angaben zufolge mit dem Kastus-Kalinouski-Regiment zusammen, einem militärischen Verband aus belarussischen Bürgern, die an der Seite der Ukraine gegen Russland kämpfen.

Der Mann soll Wjasna zufolge zudem angeklagt worden sein, „Explosionen“ in Belarus organisiert zu haben. Der Mann sei seit November 2023 in Haft gewesen. Weitere Informationen zu dem verurteilten Deutschen lagen der Organisation demnach nicht vor.

Belarus ist das einzige europäische Land, in dem die Todesstrafe noch verhängt und vollstreckt wird - ausschließlich gegen Männer. Die Verurteilten werden mit Schusswaffen hingerichtet. Die Daten der Hinrichtungen werden nicht veröffentlicht, die Leichname der Hingerichteten werden ihren Familien nicht übergeben. Diese werden auch nicht über den Begräbnisort informiert.

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