Aurich  Wolf tötet wiederholt Schafe: Landkreis Aurich genehmigt Abschuss

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Von epd
| 04.07.2024 13:49 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Im Landkreis Aurich tötet ein Wolf wiederholt Schafe und soll jetzt abgeschossen werden. Foto: dpa/Philipp Schulze
Im Landkreis Aurich tötet ein Wolf wiederholt Schafe und soll jetzt abgeschossen werden. Foto: dpa/Philipp Schulze
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Problemwolf zum Abschuss freigegeben: Der Landkreis Aurich reagiert auf wiederholte Wolfsrisse und erteilt eine Ausnahmegenehmigung. Experten warnen vor weiteren Angriffen und wirtschaftlichen Schäden.

Der Landkreis Aurich hat einen Wolf zum Abschuss freigegeben. Das Tier habe mehrfach Schafe und Lämmer an einem Deichabschnitt getötet, außerdem seien nach Ansicht von Experten weitere Risse wahrscheinlich, teilte der Landkreis am Donnerstag in Aurich mit. Die Ausnahmegenehmigung sei bis zum 21. Juli befristet.

Dem Landkreis zufolge hat ein sogenannter Rissgutachter die getöteten Tiere untersucht und einen Wolf als Schadensverursacher festgestellt. Weil der Wolf schon häufiger getötet habe, sei mit weiteren Angriffen auf Weidetiere zu rechnen. Neben ernsten wirtschaftlichen Schäden für die Tierhalter könne zudem die Deichsicherheit beeinträchtigt werden.

Auf Norderney treibt sich ebenfalls ein Wolf herum, wie Sie hier nachlesen können.

Schafe sorgen laut Experten für eine kurze Grasnarbe auf den Deichen, so dass das Gras sich fester verwurzelt. Außerdem schließe der Tritt der Tiere Löcher im Deich, die durch Maulwürfe oder Wühlmäuse entstünden und bei Sturmfluten zum Risiko für die Deiche werden könnten.

Der Landkreis verwies auf einen Beschluss der Umweltministerkonferenz vom vergangenen Dezember. Danach dürfen in Gebieten mit häufigen Wolfsrissen Schnellabschüsse von Wölfen erlaubt werden. Dazu genüge es, dass ein Wolf einmal einen zumutbaren Herdenschutzzaun überwunden und andere Tiere getötet habe. Die Abschussgenehmigung sei auf 21 Tage nach dem Rissereignis befristet und gelte nur im Umkreis von einem Kilometer um die betroffene Weide.

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