Lübeck  Amok-Alarm an Lübecker Schulzentrum: Polizei gibt Entwarnung

Eckard Gehm
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Von Eckard Gehm
| 25.06.2024 14:43 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Polizei habe eine Anlaufstelle für Eltern und Schüler eingerichtet. Foto: dpa/Friso Gentsch
Die Polizei habe eine Anlaufstelle für Eltern und Schüler eingerichtet. Foto: dpa/Friso Gentsch
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Polizisten riegelten ein Lübecker Schulzentrum ab und durchsuchten alle Räume. Nachdem sie keine Gefährdung erkennen konnten, dürften Schüler und Lehrer das Gebäude am Nachmittag verlassen.

Während schwer bewaffnete Polizisten das Schulgelände und alle Gebäude durchsuchten, mussten Schüler und Lehrer in ihren Klassenräumen ausharren. Wie Polizeisprecher Ulli Fritz Gerlach berichtet, habe der Leiter der Emil-Possehl-Schule der Polizeileitstelle gegen 11 Uhr mitgeteilt, dass vor Ort der Amok-Alarm ausgelöst worden sei. Kurz zuvor soll der Schulleiter Lehrer und Schüler per Durchsage gebeten haben, in den Klassenräumen zu bleiben, diese von innen abzuschließen und Ruhe zu bewahren.

Wie der Amok-Alarm in der Schule ausgelöst wird, konnte Gerlach nicht sagen, das werde noch geprüft. Er betonte: „Die Polizei nimmt diese Art Meldungen sehr ernst und prüft umgehend sämtliche Maßnahmen, um den Schutz von Schülern und Lehrern zu gewährleisten.“ Die Polizei sperrte die Straßen um das Schulzentrum, zu dem auch die Friedrich-List-Schule gehört, weiträumig ab, das Spezialeinsatzkommando rückte an, Feuerwehr- und Rettungswagen trafen ein.

Für die Schüler begannen bange Stunden des Wartens, die wegen der Hitze extrem anstrengend waren. „Keiner hatte mehr Wasser, man hat geschwitzt“, berichtete ein Schüler. Für die Notdurft sei das Waschbecken im Klassenraum genutzt worden. Gegen 15.15 Uhr war die Durchsuchung abgeschlossen. Gerlach: „Hinweise auf eine Gefährdung durch Personen, Sachen oder auf eine mögliche Amok-Tat haben sich nach derzeitigem Sachstand nicht bestätigt.“

Für die Eltern hatte die Polizei eine Anlaufstelle in der nahe gelegenen Hansehalle eingerichtet. Schülerinnen und Schüler durften nach der Durchsuchung das Schulgelände wieder verlassen. Viele Mütter und Väter liefen ihren Kindern entgegen, nahmen sie in die Arme.

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