Ferienbetreuung Großefehn  Eltern müssen mehr Gebühren zahlen

| | 22.06.2024 12:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Eine Schultafel zeigt mit Kreideschrift das Wort Sommerferien. In diesen Sommerferien bleiben die Eltern noch von der Gebührenerhöhung verschont. Foto: DPA
Eine Schultafel zeigt mit Kreideschrift das Wort Sommerferien. In diesen Sommerferien bleiben die Eltern noch von der Gebührenerhöhung verschont. Foto: DPA
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Erstmals seit neun Jahren soll die Ferienbetreuung in Großefehn teurer werden. Warum und was auf die Eltern zukommt.

Großefehn - Die Sommerferien haben gerade erst begonnen und schon gibt es eine Erhöhung für die Ferienbetreuung in Großefehn. Am Donnerstagabend hat der Gemeinderat Großefehn beschlossen, dass die Gebühren für die Ferienbetreuung steigen sollen. Die Ferienbetreuung gibt es in Großefehn seit 2012 und wird als verlässliche Betreuung von der Jugendpflege angeboten. Sie richtet sich an Kinder von fünf bis 13 Jahren. Das Angebot erfreut sich laut Gemeindeverwaltung großer Beliebtheit. Allein 2023 nahmen 105 Kinder an der Ferienbetreuung teil.

Drei Gründe für nannte der zuständige Fachbereichsleiter Frank Cramer, warum die Gebühren steigen sollten: Die letzte Erhöhung sei bereits neun Jahre her. Seitdem habe es außerdem deutliche Preissteigerungen in allen Bereichen gegeben. Die Jugendpflege hat somit zum Beispiel auch höhere Materialkosten. Als dritten Punkt führte Cramer die überschaubare Förderung durch den Landkreis Aurich an. Die sei nun auch noch gekürzt worden. Der Landkreis hatte im vergangenen Jahr die Ferienbetreuung mit 6400 Euro bezuschusst. Weil der Landkreis aber den Gürtel enger schnallen muss in diesem Jahr, wurde die Unterstützung auf 3200 Euro gekürzt, berichtete der Fachbereichsleiter. Deswegen sei es nötig, die Gebühren für die Eltern zu erhöhen.

Höhere Gebühren erstmals ab den Herbstferien

Statt bisher 50 Euro pro Ferienwoche, sollen es nun 60 Euro sein. Für Kinder aus Familien, die Sozialleistungen erhalten, sind es dann 30 Euro statt 25 Euro. Geschwisterkinder, die zeitgleich betreut werden sind es jeweils die Hälfte der Gebühren pro Woche. Die Gebühren gelten erst ab dem 1.September. Die Sommerferien werden noch unter der alten Gebührenordnung abgerechnet. Erstmals könnte also die Betreuung in den Herbstferien teurer werden.

„Es ist ein symbolischer Preis“, sagte Cramer auch zu dem erhöhten Gebührensatz. Die Kosten seien bei Weitem nicht gedeckt. Die Ferienbetreuung bleibe ein Zuschussgeschäft. Die Erhöhung führe gerade einmal zu Mehreinnahmen von 1288 Euro, rechnete Cramer vor. Die Mehrkosten, die durch Inflation und die allgemeinen Preissteigerungen entstanden sind, sollen aber auch gar nicht zu hundert Prozent von den Eltern gedeckt werden. Den Vorschlag der Verwaltung, die Gebühr um zehn beziehungsweise fünf Euro zu erhöhen, wollte der Gemeinderat auch nichts entgegen setzen. „Nach neun Jahren ist es, denke ich, legitim“, sagte Annika Bohlen (SPD). Die Preissteigerung sei prozentual ja sogar geringer als bei der letzten Erhöhung vor neun Jahren. Deswegen hatte auch schon der Bildungsausschuss die Erhöhung empfohlen. Der Gemeinderat diskutierte jetzt auch nicht mehr dazu. Einstimmig wurde die Gebührenerhöhung beschlossen.

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