Bauvorhaben  Feuerwehr-Fusion im Brookmerland zementiert

| | 21.06.2024 20:06 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Der Fachmann zeigte, wie es geht: Bei der Grundsteinlegung in Osteel half Bauunternehmer Gerold Gummels den Bürgermeisterinnen Ida Bienhoff-Topp (von links), Gisela Riesebeck, Gemeindebrandmeister Klaus-Dieter Cassens, Ortsbandmeister Erhard Tammen, Ordnungsamtschef Guido Feldmann, Bauamtsleiter Jochen Behrends und Architekt Marten Ulpts. Foto: Thomas Dirks
Der Fachmann zeigte, wie es geht: Bei der Grundsteinlegung in Osteel half Bauunternehmer Gerold Gummels den Bürgermeisterinnen Ida Bienhoff-Topp (von links), Gisela Riesebeck, Gemeindebrandmeister Klaus-Dieter Cassens, Ortsbandmeister Erhard Tammen, Ordnungsamtschef Guido Feldmann, Bauamtsleiter Jochen Behrends und Architekt Marten Ulpts. Foto: Thomas Dirks
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In Osteel wurde der Grundstein für das erste von drei neuen Gerätehäusern im Brookmerland gelegt. Warum das für die Brandbekämpfer einen Meilenstein markiert.

Osteel - In eine neue Phase tritt die Reform der Feuerwehr im Brookmerland: Am Adeweg in Osteel ist am Freitag der Grundstein für das erste von geplanten drei neuen Feuerwehrgerätehäusern in der Samtgemeinde gelegt worden. Damit nimmt die Umsetzung der Pläne nach jahrelangem Vorlauf weiter an Fahrt auf.

Zur Erinnerung: Im November 2022 hatte der Osteeler Gemeinderat den Weg für den Bau des Feuerwehrgerätehauses freigemacht. Mit breiter Mehrheit, aber nicht einstimmig stimmte er der dafür notwendigen Änderung des Bebauungsplans Nummer 0308 zu. Sie umfasst den Teil des Sportplatzes am Adeweg, auf dem bis dahin eine Kindertagesstätte geplant war und nun das Feuerwehrgebäude entsteht.

Beginn einer Ära

Dieser Tag sei von großer Bedeutung, stellte Brookmerlands stellvertretender Samtgemeindebürgermeister und Bauamtsleiter Jochen Behrends fest. Der offizielle Start für den Bau des ersten neuen Feuerwehrhauses markiere auch den Beginn einer neuen Ära des Zusammenhalts der Feuerwehr im Brookmerland, sagte er. Hintergrund: Am künftigen Feuerwehrstandort Nord in Osteel verschmelzen die bisher eigenständigen Feuerwehren Osteel und Leezdorf. Damit wiederholt sich Geschichte. Die Wehrchefs aus Osteel und Leezdorf, Erhard Tammen und Tobias Dirks, erinnerten daran, dass es vor 90 Jahren schon einmal einen Löschverband Osteel/Leezdorf gegeben habe.

Mit vereinten Kräften füllten die Feuerwehrchefs Tobias Dirks (von links), Erhard Tammen und Klaus Dieter Cassens und Vize-Verwaltungschef Jochen Behrends die kurz darauf eingemauerte Zeitkapsel. Foto: Thomas Dirks
Mit vereinten Kräften füllten die Feuerwehrchefs Tobias Dirks (von links), Erhard Tammen und Klaus Dieter Cassens und Vize-Verwaltungschef Jochen Behrends die kurz darauf eingemauerte Zeitkapsel. Foto: Thomas Dirks

„Hier wird nicht nur der Grundstein für ein Gebäude, sondern auch für eine neue starke Gemeinschaft gelegt. Zwei Wehren wachsen hier zusammen“, sagte Behrends, der Brookmerlands Feuerwehr personell „gut aufgestellt“ sieht. „Sie sind das Rückgrat unserer Gemeinschaft und verdienen Respekt und Anerkennung“, sagte er. Jetzt gelte es, technisch nachzurüsten. In Osteel erhalte die Feuerwehr ein „modernes, funktionelles Zuhause“.

Architekt Marten Ulpts bezeichnete es als ein „Beispiel für nachhaltiges Bauen“. Massive Bauelemente würden mit Holzrahmenbauweise kombiniert. Das Gebäude sei dank Wärmpumpe und Photovoltaikanlage „energetisch krisensicher und autark“. Kosten und Zeitplan lägen im vorgesehenen Rahmen.

Bau kostet 3,5 Millionen Euro

Die Baukosten bezifferte Behrends auf ON-Nachfrage mit 3,5 Millionen Euro. Im August 2025 soll das Gebäude fertig sein. Parallel werde bereits der Bau des zweiten neuen Feuerwehrgerätehauses vorbereitet, so Behrends. Dieses soll an der Kreisstraße in Osterupgant (Upgant-Schott) entstehen und nach Fertigstellung die Standortbezeichnung „Ost“ tragen. Der Baustart ist für 2025 geplant. „West“ nennt sich künftig die Feuerwehr in Upgant-Schott, die ebenfalls den Standort wechseln soll. Mit Standort Süd wird die Feuerwehr in Wirdum bezeichnet.

Auch die Bürgermeisterinnen der Gemeinden Osteel und Leezdorf, Ida Bienhoff-Topp (links) und Gisela Riesebeck (rechts), griffen beherzt zur Kelle. Foto: Thomas Dirks
Auch die Bürgermeisterinnen der Gemeinden Osteel und Leezdorf, Ida Bienhoff-Topp (links) und Gisela Riesebeck (rechts), griffen beherzt zur Kelle. Foto: Thomas Dirks

Traditionell wurde bei der Grundsteinlegung eine sogenannte Zeitkapsel, also ein Behälter zur Aufbewahrung von Erinnerungsstücken aus der gegenwärtigen Zeit, der zu einem späteren Zeitpunkt geöffnet werden soll, eingemauert. Vertreter von Politik, Verwaltung und Feuerwehr griffen dabei beherzt zur Kelle. Die mit Mörtel bedeckte Kapsel hatten sie zuvor mit einem alten Meldeempfänger, Feuerwehrmedaillen, Wappen, Zeitungen, Mitgliederlisten, Fotos und anderen Dokumenten gefüllt.

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