Freizeit Mit dem Fahrrad von Mühle zu Mühle
Vereine und Besitzer von Mühlen in drei Gemeinden laden zu einer Tour am 14. Juli ein. Welche Standorte angefahren werden können und was noch geplant ist.
Südbrookmerland/Brookmerland - „Up Rad van Möhlen to Möhlen“: Aus einer Anfang des Jahres entstandenen Idee wurde eine runde Sache. Historische Windmühlen in drei Gemeinden in einen Fahrradrundkurs einzubinden und Einheimischen und Gästen an einem Tag zu präsentieren war der Gedanke, den Albert Janssen vom Mühlenverein Upgant-Schott und Karl Constant vom Dörp-Museum Münkeboe hatten.
Schnell holten sie Mitstreiter ins Boot. Mit den Verantwortlichen der Windmühlen in Leezdorf, Berumerfehn, Südcoldinne und Marienhafe bildeten sie den „Arbeitskreis Mühlen“. Der präsentierte das Projekt jetzt erstmals der Öffentlichhkeit.
Sechs historische Windmühlen
Am 14. Juli startet die Mühlentour um 9 Uhr. Sechs historische Windmühlen (Marienhafe, Upgant Schott, Münkeboe, Leezdorf, Berumerfehn, Südcoldinne und Marienhafe) gilt es zu erkunden. Erreicht werden sie mit dem Rad. Der Weg führt dabei durch typische ostfriesische Landschaft abseits der Hauptverkehrsrouten. Die Strecke ist 38 Kilometer lang. Gestartet werden kann der Rundkurs an jeder der sechs Mühlen. Parkplätze stehen, außer an der Marienhafer Mühle, überall zu Verfügung.
Ob im oder gegen den Uhrzeigersinn oder nur eine Teilstrecke gefahren werden soll, ist den Teilnehmern überlassen. In jedem Fall ist die gesamte Strecke mit Hinweisschildern gut bestückt. Dazu erhält jeder Teilnehmer ein Faltblatt mit Karte und genauer Wegbeschreibung. Dieses enthält zusätzlich Informationen zu den jeweiligen Mühlen. An allen Stationen sind Mitglieder der Mühlenvereine mit dabei und versorgen die Teilnehmer mit Speisen und Getränken. Soweit Wind und Wetter es zulassen, werden die Mühlen in Betrieb sein. Eine Ausnahme bildet die Marienhafer Mühle. Ihr fehlen derzeit die Flügel. Die Familie Scheweling, die die Mühle betreibt, möchte dort eine Kunstaustellung zeigen.
Urkunde für Teilnehmer
Wer am 14. Juli alle Mühlen mit dem Rad besucht, bekommt eine eigens erstellte Urkunde. Voraussetzung ist, dass sich die Radler an allen Mühlen einen Stempel in der mitgeführten Stempelkarte abgeholt und bis 17 Uhr den Ausgangspunkt der persönlichen Route erreicht haben.
Für alle Radler gelten besondere Teilnahmerichtlinien mit Sicherheitshinweisen. Alle Unterlagen und weitere Tipps, gibt es beim Start. Anmeldungen zur Teilnahme sind am 14. Juli ab 8 Uhr an den Mühlenstandorten gegen ein Startgeld von drei Euro (Kinder unter 14 Jahren frei) möglich. Man hoffe auf rege Beteiligung. 300 bis 350 radelnde Mühlenfans wären schön, so die Organisatoren. Ein gutes Zwischenergebnis hat die Aktion schon jetzt. Der im Januar neu entstandene Arbeitskreis Mühlen hat sich nicht nur für „Up Rad van Möhlen to Möhlen“ gelohnt. Man habe gute Erfahrungen machen dürften, tausche sich aus und arbeite eng zusammen, hieß es.
Gemeinden unterstützen finanziell
Die drei Gemeinden Brookmerland, Südbrookmerland und Großheide unterstützen die Aktion finanziell. In Südbrookermerland ist die „Südbrookmrland Toruistik GmbH“ mit im Boot. Der 1. Vorsitzende des Mühlenbeirates des Landkreises, Fredy Fischer übermittelte seinen Dank in Form eines Grußwortes. Fest steht schon jetzt, dass der Arbeitskreis Mühlen auch über den Tag der Mühlentour hinaus Bestand haben soll. Gerne möchte man die Wasserschöpfmühle „Agnes“ und die Mühle in Wiegboldsbur noch mit ins Boot holen. Beide wurden angesprochen, konnten sich aber zu einer Teilnahme in diesem Jahr aber noch nicht entschließen.
Flyer zur Tour werden in diesen Tagen an vielen bekannten Stellen in den Gemeinden ausgelegt. Weitere aktuelle Informationen gibt es auf den Internetseiten der Mühlenvereine, unter www.grossesmeer.de oder www.ostfriesland.travel.