Berlin  Um diese Pflanzen machen Schnecken einen großen Bogen

Jakob Patzke
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Von Jakob Patzke
| 13.06.2024 18:30 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Schnecke ist ein gefräßiger und daher ungebetener Gast im Garten. Foto: dpa/Patrick Pleul
Die Schnecke ist ein gefräßiger und daher ungebetener Gast im Garten. Foto: dpa/Patrick Pleul
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Sie zerfressen das mühsam angelegte Blumenbeet und hinterlassen eklige Schleimspuren: Schnecken sorgen bei Hobby-Gärtnern regelmäßig für Frust. Doch es gibt Pflanzen, die selbst die Kriechtiere nicht ausstehen können.

Gärtnern erfordert Zeit, Mühe und Leidenschaft. Umso ärgerlicher ist es, wenn beispielsweise das frisch angelegte Beet bereits nach wenigen Tagen von Schnecken zerfressen ist. Nicht wenige Hobby-Gärtner geben dann frustriert auf. Doch es gibt Pflanzen, Kräuter und Stauden, um die Schnecken einen großen Bogen machen.

Zwar ist die diesjährige Saison der Pfingstrosen fast schon wieder vorüber. Doch für das nächste Jahr sollten sich Gartenfreunde überlegen, ob sie die Pflanze, die zur Gattung der Hahnenfußgewächse gehört, einpflanzen wollen. Allein schon wegen der prachtvollen Blüten, die jedes Jahr ein Stück größer werden.

Die Pfingstrose hat noch einen weiteren gewichtigen Vorteil: Sie steht nicht auf dem Speiseplan von Schnecken. Familien mit Kindern oder Haustieren sollten allerdings wachsam sein. Denn Pfingstrosen werden als schwach giftig eingestuft. Nach dem Verzehr der Pflanze könne Symptome wie Magen-Darm-Beschwerden auftreten.

Das Efeublättrige Alpenveilchen ist nicht nur winterhart, die Stauden sind auch äußerst schneckenresistent. Das Gewächs erblüht zwischen September und Oktober und sorgt für lilafarbene Akzente im Garten. Der Vorteil: Schnecken mögen das Efeublättrige Alpenveilchen überhaupt nicht. Hobby-Gärtner müssen also keine angeknabberten Blätter oder Blüten fürchten.

Die Kapuzinerkresse bringt gleich mehrere Vorteile mit sich. Die Pflanze enthält Senfölstoffe, die gegen Entzündungen bei Atemwegserkrankungen wie beispielsweise Nasennebenhöhlenentzündung und Bronchitis wirken. Auch bei Blasenentzündungen können die Stoffe helfen. Die Kapuzinerkresse gilt daher als natürliches Antibiotikum.

Bei Gartenfreunden ist die Kapuzinerkresse beliebt, weil sie als Ablenkung für Blattläuse dient. Sie wird daher häufig in die Nähe von Gemüsepflanzen gesetzt, wo die kleinen Insekten über sie herfallen und den anderen Pflanzen keine Aufmerksamkeit mehr schenken.

Schnecken stören sich an dem Geruch der Pflanze und verschmähen sie daher. Somit kann die Kapuzinerkresse in Ruhe wachsen und mit ihrer orangefarbenen Blüte den Garten verschönern. Übrigens: Die aromatischen Blätter und die essbaren Blüten lassen sich vielseitig in der Küche verwenden, beispielsweise für einen Salat.

Löwenmäulchen blühen zwar meist nur für ein Jahr, dafür aber besonders prachtvoll. Schnecken erfreuen sich an der Staude dagegen weniger. Auch Pilzkrankheiten treten hier eher selten auf. Das Löwenmäulchen gilt in der Pflege als relativ anspruchslos und wächst sowohl im klassischen Blumenbeet als auch im Balkonkkasten.

Auch der Frauenmantel hält die Schnecken auf Abstand. Grund dafür sind die gefiederten und gezackten Blätter, die die Tiere nicht mögen. Im Juni und Juli erblüht die Pflanze mit einem gelben Schleier. Darüber hinaus wird der Frauenmantel aufgrund seiner entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften noch heute für die Herstellung von Arzneien gegen Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt.

Doch nicht nur Pflanzen und Stauden, sondern auch Kräuter sind bei Schnecken äußerst unbeliebt. Wer sich also einen Kräutergarten mit Rosmarin, Thymian, Salbei, Bärlauch, Estragon, Beinwelll, Bohnenkraut und Zitronenmelisse anlegen will, braucht sich um Schnecken keine Sorgen zu machen.

Anders sieht das bei Petersilie, Dill, Majoran und Basilikum aus. Diese Kräuter müssen geschützt werden, damit sie den Schnecken nicht zum Opfer fallen.

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