Osnabrück EM-Reporter Sven Voss: „Ein Klugscheißer bin ich nicht“
1972 holte sich Deutschland erstmals den Titel bei der Europameisterschaft, bereits 1967 strahlte das ZDF „Aktenzeichen XY … ungelöst“ aus. Ein Mann, der 1976 geboren wurde und nun bei beiden Ereignissen vor der Kamera steht, ist Moderator Sven Voss. Im Interview spricht er über sein schlimmstes „Verbrechen“ als Zuschauer, sportliche Vorbilder und welche Fußballer er duzt.
Mit dem Rodeln fing alles an, nun beschäftigt sich Sven Voss mit Kriminalermittlungen. Sport und True Crime: Das sind zwei Themenfelder, die auf den ersten und auch auf den zweiten Blick wenig miteinander zu tun haben. Viele Fernsehzuschauer kennen den 47-Jährigen als Moderator von etlichen ZDF-Formaten und zahlreichen großen Sportveranstaltungen. Doch Voss‘ Fernsehrepertoire und sein Blickwinkel gehen weit über den Sport hinaus: In einem ausführlichen Gespräch erzählt Voss von seinem schlimmsten „Verbrechen“ als Zuschauer, verpasste Chancen, berührende Momente und was er am Wochenende um 15.30 Uhr in seinem Garten macht.
Frage: Herr Voss, die Heim-EM startet: Sie stecken als ZDF-Sportreporter mittendrin. Zudem stehen Sie als Moderator von True-Crime-Formaten wie „Aktenzeichen XY gelöst“ vor der Kamera. Was ist das schlimmste „Verbrechen“, wenn man mit Ihnen Fußball schaut?
Antwort: Wenn man ständig dazwischen quatscht und alles besser weiß, dann werde ich wahnsinnig. Wenn ich Fußball schaue, kann ich mich ganz gut zurückhalten, was meine Emotionen betrifft. Ich lasse das Spiel gerne laufen und beginne eher innerlich mit einer kleinen Analyse. In der Halbzeit bin ich dazu bereit, zu reden. Meine Frau schaut nicht so gerne mit mir, weil ich – man kann es Berufskrankheit nennen – einen anderen Blick auf die Dinge habe.
Frage: Was für einen Blick nehmen Sie ein?
Antwort: Ich glaube, dass ich ein guter Beobachter bin, was Dinge und Menschen betrifft. Ich kann mein Gegenüber in Interviews ganz gut lesen und ihm zuhören – das gilt auch für Momente, in denen ich Fußball oder andere Formate schaue. Da ich es schon lange mache, kann ich mich gut in Kollegen hineinversetzen. Das klingt nach Klugscheißer, aber das bin ich nicht. Ich behalte die meisten Sachen für mich.
Frage: Sie haben unter anderem über Olympia, Skispringen und die Tour de France berichtet. Waren Sie schon immer so sportbegeistert?
Antwort: Dass ich mit dem Rodeln und dem Hackl Schorsch (Georg Hackl) meinen Einstieg in den Sport haben sollte, hätte ich mir nicht träumen lassen. Mit Rodeln oder Skispringen hatte ich nie Kontakt – das macht kein Normalsterblicher. Ich kann mich schnell für Dinge, Sportarten und Menschen begeistern, die das herausragend können. Mein Vater hat mich alle Sportarten machen lassen: Leichtathletik, Handball, Fußball, Basketball oder Volleyball. Mannschaftssportarten fand ich sehr interessant.
Frage: Sie sind ehemaliger Basketball-Spieler. Möchten Sie nochmal tiefer in den Basketballkosmos einsteigen?
Antwort: Da bin ich beim falschen Sender (schmunzelt). Ich durfte als Moderator einmal über die Basketball-Europameisterschaft berichten – es war eines der letzten Länderspiele von Dirk Nowitzki. Immer wenn im Sportstudio Basketball auf dem Programm steht, freue ich mich riesig und habe ein bisschen Herzklopfen. In der Sportart etwas zu machen, kann ich mir vorstellen, aber ich bin glücklich mit dem, was ich habe.
Frage: Fällt es Ihnen leichter, sich in die Sportler hineinzuversetzen, weil Sie selbst sportlich aktiv waren?
Antwort: Es gibt schon Unterschiede, gerade was Mannschaftssportarten betrifft. Jeder, der Mal selbst in der Kabine gesessen oder Auf- sowie Abstiege erlebt hat, weiß, worum es geht: Wie eine Kabine funktioniert oder auch nicht. Da helfen mir meine eigenen Sporterfahrungen. Basketball bis zur Regionalliga in der Nähe von Koblenz zu spielen, war eine prägende Zeit. Ich spiele heute noch mit meinem Sohn auf dem Freiplatz und in einer Altherren-Gruppe. Mein Sohn spielt gegen mich, den alten Typen – und wenn ich gut gelaunt bin, spielen wir um Geld (lacht).
Frage: Haben Sie ein Trikot, das Sie mit besonderen Menschen oder Momenten verbinden?
Antwort: Ich habe als 17-Jähriger ein Basketball-Camp in den USA absolviert. Davon habe ich ein Trikot mit einer Nummer, das ich in Ehren halte – das ist schon 248.000 Mal gewaschen worden und sitzt nicht mehr ganz so elegant (lacht). Ich hüte die Trikots von meinem Sohn und habe alle meine Trikots bei ihm im Zimmer aufgehängt: Dirk Nowitzki, Michael Jordan, Antonio Rüdiger. Ich wünsche mir ein Wynton Rufer-Trikot von 1992 zu den Zeiten der Europapokalelf von Werder Bremen – das würde mein Basketball-Trikot ablösen.
Frage: Woran denken Sie, wenn Sie das deutsche Trikot mit den drei Adidas-Streifen sehen?
Antwort: An den schlimmen Moment, als sich Ronald Koeman mit einem Deutschland-Trikot andeutungsweise den Hintern abgewischt hat – das fand ich grässlich. Positiv für mich in Erinnerung geblieben ist meine erste WM 1990, bei der großartige Spieler in dem Deutschland-Trikot gesteckt haben. Ich hatte damals einen schwarz-rot-goldenen Adidas-Pullover und musste mich zurückhalten, weil alle Mädchen aus meiner Klasse für Italien waren. Die fanden Salvatore „Totó“ Schillaci so großartig, der Torschützenkönig wurde.
Frage: Sie sind seit mehr als 20 Jahren beim ZDF. Welche Erlebnisse aus der Zeit haben Sie besonders geprägt?
Antwort: Dass ich beim ZDF im Sport Karriere machen durfte, ist schon herausragend. Mein verstorbener Sportchef Dieter Gruschwitz hat immer von einem Weg gesprochen und gesagt: Wir gehen einen Weg und ich begleite dich. Irgendwann gehst du ihn alleine weiter, aber wir sind schon ein Stück gemeinsam gegangen. Er hat mir gesagt, dass ich den Job im Sportstudio machen soll. Mich stimmt zufrieden, dass ich durch den Job viele Menschen getroffen habe, die es gut mit mir meinen und gute Typen sind. Es gibt nichts Schöneres, wenn man einen Traumjob hat – und auch noch Traum-Kollegen.
Frage: Gibt es noch weitere Begegnungen, die Sie nicht missen möchten?
Antwort: Ich habe Christian Streich im Sportstudio getroffen, es war sein erster großer Auftritt im Fernsehen – das war nachhaltig beeindruckend. Ich habe ihm kürzlich einen Brief geschrieben, ihm von diesem ersten Treffen erzählt und vorgeschwärmt, wie ich es aus meiner Perspektive erlebt habe. Dirk Nowitzki im Sportstudio zu sehen und mit ihm zusammen auf den Basketballkorb zu werfen, will ich auch nicht missen. Man ist aber nicht nur da, um mit den Sportlern zu feiern oder bei einer Niederlage zu ärgern, sondern man hat auch eine gewisse Kontrollfunktion.
Frage: Sie haben im Sport viel erlebt: Welche Fragen darf man einem Fußballer nicht stellen?
Antwort: Man kann alle Fragen stellen, aber man muss den richtigen Zeitpunkt finden. Ich habe in einem Interview, mit dem ich nicht zufrieden war, die emotionalste Frage an den Anfang gestellt. Wolf-Dieter Poschmann hat dann zu mir gesagt: Einem Sportler nach einem Wettkampf eine Frage zu stellen, kann man damit vergleichen, wenn du an einem Fahrradreifen das Ventil aufdrehst. Du kannst das mit einem Mal machen, dann entweicht die Luft sofort. Danach ist aber keine Luft mehr da, die den Reifen trägt. Oder du machst es langsam und drehst das Ventil ganz langsam auf. Das ist eine Frage der Technik, aber auch eine Frage der Erfahrung, wie und wann man die wichtigsten Fragen stellt.
Frage: Sie berichten während der Heim-EM für das ZDF aus dem DFB-Quartier. Siezen oder Duzen Sie die Spieler?
Antwort: Wenn die Kamera nicht an ist, werden alle geduzt – sonst siezen wir im Interview. Es ist eine alberne Geschichte, zu siezen, um die Distanz aufrechtzuerhalten. Wenn man duzt, kann man auch Fragen stellen, die herausfordernd sind. Wenn Sandro Wagner bei uns vor kurzem noch Experte war, wir durch die Welt gereist sind und uns geduzt haben, kann ich im Interview beim besten Willen nicht Herr Wagner zu ihm sagen. Die Spieler verstehen es oft auch nicht. Neulich war Robin Gosens im Sportstudio, der im Interview plötzlich sagte: „Ach, wollen wir uns nicht duzen?“ Im Studio haben wir uns dann die Hand gegeben, während die Sendung lief und uns vorgestellt: „Ich bin der Sven, ich bin der Robin.“
Frage: Jetzt brauche ich Ihre Vorstellungskraft: Wenn wir eine Zeitmaschine hätten, welches Jahr aus Ihrer Lebensphase würden Sie gerne nochmal durchleben?
Antwort: Ich wäre gerne mit dem Wissen von heute nochmal 16 Jahre alt. Wie gut es mir ging, wusste ich nicht richtig zu schätzen. Meine Eltern waren weder arm noch reich, aber wir hatten alles und konnten in den Urlaub fahren – es war eine intakte Familie. Ich hatte Vorbilder, die einfach unerreichbar waren, wie Michael Jordan. Im Nachhinein muss ich sagen, dass mein größtes Vorbild mein Vater war. Ich bin stolz darauf, dass meine Eltern dieses Leben für mich und meine Schwester so toll gemacht und mir die richtigen Sachen beigebracht haben. Dazu gehört auch, sich nicht wichtiger als andere zu nehmen.
Frage: Social Media spielt im privaten Bereich und im Sport eine große Rolle. Sie sind nicht auf diesen Zug draufgesprungen. Kann man das in der heutigen Zeit als Journalist noch?
Antwort: Wenn Xabi Alonso ein Video auf Instagram postet, muss ich mir das anschauen, um mit ihm zu reden. Als Recherche-Tool benutze ich Social Media für meine Arbeit, aber ich brauche es nicht, um mich selbst zu präsentieren. Für das Fernsehen ist es mein Job, dann sollen die Menschen die journalistische Arbeit auch sehen. Aber ich will nicht Berühmtheit erlangen, indem ich etwas aus dem Urlaub poste oder jemanden getroffen habe – das ist nicht mein Ding.
Frage: Sie haben im MDR-Porträt gesagt: Wenn ich selbst meine Stärken beschreiben soll, fehlen mir schon mal die Worte, was ansonsten eher selten der Fall ist. Gab es im Studio schon Momente, bei denen Ihnen die Worte gefehlt haben?
Antwort: Es passiert ganz häufig, dass man Gedächtnislücken hat und nicht auf die Worte kommt – da entstehen gruselige Momente, aber meistens geht es gut. Es sind Momente, die emotional sind, die mich dann stocken lassen. Wenn jemand ins Sportstudio kommt und eine berührende Geschichte erzählt, dann habe ich manchmal Tränen in den Augen und mir bleiben die Worte im Hals stecken. Wenn ich emotional bin, habe ich mich nicht unter Kontrolle. Dann können mir auch drei Millionen Menschen zuschauen.
Frage: An welchen Moment haben Sie gerade gedacht?
Antwort: Als ich Robin Gosens getroffen habe, war es ein sehr persönliches Gespräch. Ich hatte fast das Gefühl, dass er die Kameras völlig ausgeblendet hat. Er hat einen an ein paar Tiefpunkte geführt. Ich hatte den Eindruck, dass es in seiner Karriere viele Dinge gibt, die ihn auch traurig gemacht haben – fernab der Nationalmannschaftsnominierung. Das hat mich in dem Moment sehr mitgenommen.
Frage: Haben Sie noch etwas wie Lampenfieber, wenn bei „das aktuelle Sportstudio“ die Videowand aufgeht und der Gast auf Sie zukommt?
Antwort: Lampenfieber nicht, aber es gibt Menschen, auf die man sich besonders freut oder Schwierigkeiten befürchtet und dann eine gewisse Aufregung hat. Ich hatte das Gefühl neulich bei der Gala der Sportler des Jahres, die ich zum ersten Mal moderiert habe – da fühlte ich eine große Verantwortung. Das war eine Kombination aus Lampenfieber und der Gewissheit, dass die Menschen genau zuhören, was du sagst. Wenn ich mit einem Kollegen eine Doppelmoderation habe, versuche ich immer, ihm zu helfen und nicht im Regen stehenzulassen. Ich fühle mich als Teamplayer und weiß, wie wichtig es ist, wenn man gemeinsam Erfolg hat.
Frage: Ist der Mensch Sven Voss vor der Kamera, ein anderer als hinter der Kamera?
Antwort: Der Unterschied ist nicht wirklich groß. Ich bin in erster Linie ein Menschenfreund und Teamplayer. Diese Fürsorge spüre ich als Moderator, aber diese Empathie habe ich auch als Familienvater, Freund und Ehemann. Wenn ich zu Hause bin und anfange, wie in einem Fernsehbeitrag zu reden, dann verdrehen meine Kinder die Augen. Ich will keine Rolle einnehmen und mache die Dinge so, wie ich sie gut finde – da bleibe ich mir treu.
Frage: Wie sieht für Sie ein perfektes Wochenende aus, wenn Sie nicht auf den Sportstätten dieser Welt oder in Studios unterwegs sind?
Antwort: Ich bin gerne Bastler und zu Hause. Ich habe einen Innenhof mit einer kleinen Werkstatt und einem Garten, wo ich etwas anpflanze – das sind kleine Dinge, an denen ich mich erfreue. Wenn die Kinder sagen, dass sie einen Platten am Fahrrad haben und ich es selbst reparieren kann, finde ich es auch super. Ich bin ein Werkzeugtyp, der sich ganz gut beschäftigen kann – auch ohne Sport. Wenn ich am Samstag draußen arbeite, höre ich gerne um 15.30 Uhr die gute alte Radiokonferenz und freue mich, wenn es heißt: „Tor im Weser-Stadion und Werder hat getroffen.“
Frage: Beim Handwerkern sind Sie mir ein paar Schritte voraus. Da bin ich nicht so begabt wie Sie.
Antwort: Aber Basteln ist wie Kochen: Wenn es ein Rezept gibt, ist es nicht mehr so ein großes Geheimnis.
Frage: Sie verfolgen im ZDF nicht nur den Ball bei der EM, sondern auch Verbrechen als Moderator des Ablegerformats „Aktenzeichen XY gelöst“. Was hat Sie an dieser Art von Journalismus gereizt?
Antwort: Ich finde super, dass Sie das Wort Journalismus in dem Zusammenhang in den Mund nehmen. Oft gibt es den Vorwurf, dass True-Crime eher Voyeurismus ist. Wir besprechen gesellschaftsrelevante Themen: Gewalt an Frauen, Gewalt an Kindern, politische Verbrechen. Was wir machen, ist in meinen Augen sehr relevanter Journalismus. Wir beleuchten die Arbeit der Ermittler – das ist alles keine Horror-Show. Ich bin das Bindeglied zwischen dem Zuschauer, der auf das Verbrechen durch das Schlüsselloch schaut, und den Ermittlern, die über den Fall ihres Lebens mit allen Details reden. Es ist nicht anders als im Sport: Ich habe das Interesse an Menschen und Prozessen.
Frage: Durften Sie die Sendung früher als Kind schauen?
Antwort: Natürlich nicht. Meine Mutter hat immer gesagt, dass es nichts für mich ist. Mit zwölf Jahren habe ich es heimlich geschafft. Zum Teil habe ich es bitterböse bereut, weil ich nicht schlafen konnte. Ich habe einen Fall im Kopf: Das war ein Raub in der Gartenlaube. Eine Frau hatte einen schweren, goldenen Ring am Finger, den sie nicht heruntergezogen bekam, weil sie so aufgeregt war. Als Nächstes kam dann der Schnitt und eine Gartenschere. Obwohl es nicht gezeigt wurde, wusste ich, was passiert. Bis heute muss ich an diese Szene denken.
Frage: Sie haben mal gesagt, dass Sie lieber einmal zu oft mit einem „Warum“ nachfragen als zu wenig. Gab es eine prägende Erfahrung, die dazu führte?
Antwort: Manchmal fahre ich vom Sportstudio nach Hause und höre mir das Interview der Sendung nochmal an. Dann werfe ich mir vor, an gewissen Stellen nicht nochmal nachgefragt zu haben. Es ist müßig, weil man das Studio-Set gerade bei Live-Interviews nicht nochmal aufbauen kann. Interviews im Journalismus haben immer etwas mit verpassten Chancen zu tun. Man ist nie ganz zufrieden, weil der Gesprächspartner entweder ein bisschen wegläuft oder man selbst etwas vergisst zu fragen.
Frage: Bei Aktenzeichen haben Sie bei den Ermittlungen manchmal nur Spuren oder am Ende gar keine Anhaltspunkte. Wie gehen Sie mit diesen einzelnen Fällen um?
Antwort: Ich schaffe es vor Ort, mich dem Ganzen professionell in meiner Rolle als Journalist zu nähern. Es würde keinem helfen, wenn ich an einem Original-Tatort stehe und in Tränen ausbreche. Wenn die Kamera aus ist und ich die Ermittler erlebe, die zum Teil 40 Jahre in dem Job sind und mir davon erzählen, wie betroffen sie sind, dann macht das etwas mit mir. Viele dieser Erlebnisse nehme ich dann mit nach Hause und erzähle es meiner Frau oder meinen Kindern – da ist man Mensch. Durch die Begleitung der Fälle habe ich viel gelernt: Ich bin viel aufmerksamer geworden, wenn ich durch die Stadt gehe oder im Straßenverkehr bin. Wir sind viel zu unachtsam, was unsere Umgebung und Mitmenschen betrifft. Ein bisschen mehr Achtsamkeit würde uns allen guttun.
Frage: Sie haben sich selbst etwas Gutes getan. 2021 und 2022 haben Sie jeweils ein Sach-Kinderbuch veröffentlicht. Was war Ihr Gedanke dahinter?
Antwort: Ich hatte immer den Traum, etwas zu veröffentlichen, aber ich habe nie das Genre gefunden. Es sollte im Sport sein, aber ich wollte nicht meine Lebensgeschichte aufschreiben. Ich habe gedacht, dass es wie von selbst geht, als ich die erste Geschichte geschrieben habe – die war über Dirk Nowitzki. Dann habe ich bei Geschichte 35 festgestellt, dass ich noch viel vor mir habe und gedacht: „Ach, du liebes bisschen, was hast du dir angetan.“ Das war hart, aber jetzt bin ich stolz, dass die Bücher den Weg in die Kinder- und Klassenzimmer finden.
Frage: Dass die Geschichte von Nowitzki bei Ihnen leicht über die Feder ging, ist als großer Basketball-Fan keine Überraschung, oder?
Antwort: Ja, das hätte ich mir auch selbst denken können (lacht).