Osnabrück  „Total schön“ und emotional: Leona Elfert empfiehlt „Alles steht Kopf 2“

Frank Jürgens
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Von Frank Jürgens
| 12.06.2024 15:27 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 5 Minuten
In Disney and Pixar’s „Alles steht Kopf 2” geht es jetzt richtig rund. Riley hat Pubertät, und die Gefühle Freude, Kummer, Wut, Angst und Ekel müssen erkennen, dass sich nun alles ändert. Ab Mittwoch neu im Kino. Foto: © 2023 Disney/Pixar
In Disney and Pixar’s „Alles steht Kopf 2” geht es jetzt richtig rund. Riley hat Pubertät, und die Gefühle Freude, Kummer, Wut, Angst und Ekel müssen erkennen, dass sich nun alles ändert. Ab Mittwoch neu im Kino. Foto: © 2023 Disney/Pixar
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Der Verleih spricht vom „gefühlt emotionalsten Film des Jahres“. Bereits am Mittwoch läuft „Alles steht Kopf 2“ in den Kinos an. Im Interview verrät Leona Elfert, warum der Animationshit ein „total schöner Film für die ganze Familie“ ist.

Vier Filme, darunter zwei Dokumentationen, starten diese Woche neu in Osnabrück. Wobei die Kinowoche erneut am Mittwoch beginnt, und zwar mit dem Start des aberwitzigen Pixar-Animationsfilms „Alles steht Kopf 2“. Leona Elfert, Tochter von Cinema-Arthouse-Chef Christian Saßnick, hat ihn schon gesehen und ist begeistert.

Frage: Frau Elfert, diese Woche kommen vier neue Filme in die Osnabrücker Kinos. Welchen dieser Filme können Sie uns denn empfehlen, und warum?

Antwort: Das ist „Alles steht Kopf 2“, die Fortsetzung von „Alles steht Kopf“, der schon vor einigen Jahren im Kino lief. Das ist wieder eine total süße Pixar-Verfilmung und ein Film für die ganze Familie.

Frage: Muss man den ersten Film gesehen haben oder sich daran erinnern können, oder erklärt sich die Fortsetzung von alleine?

Antwort: Man kann den ersten Film gesehen haben, weil die gleichen Charaktere wieder auftauchen. Die Handlung knüpft quasi da an, wo der erste Film aufgehört hat. Es geht wieder um Riley und wir sind wieder in ihrem Kopf, ihrer Kommandozentrale unterwegs. Aber man muss den ersten Teil nicht unbedingt kennen. Es ist eine eigenständige Geschichte. Es geht einfach um ein neues Kapitel in Rileys Leben.

Frage: Inhaltlich geht es wieder um Emotionen, die personalisiert dargestellt werden?

Antwort: Genau. Es kommen ein paar neue hinzu. Es gibt Peinlich, mein persönlicher Favorit, ein großes, pinkes Wesen, das keinen Blickkontakt hält und nicht spricht. Und dann sind da noch Zweifel, Langeweile und Neid.

Frage: Und das Ganze steht in Zusammenhang mit dem großen Thema Pubertät?

Antwort: So ist es. Als Riley 13 wird, geht in der Kommandozentrale ihres Kopfes plötzlich die wortwörtliche Sirene „Pubertät“ los und alles wird eingerissen, Chaos bricht los.

Frage: Apropos Chaos – wie irrwitzig wird denn das Thema Pubertät umgesetzt?

Antwort: Ich fand es sehr treffend! Es geht erst mal damit los, dass ein Abrisskommando kommt und ein Schild mit der Aufschrift „Vorsicht Chaos“ aufstellt. Und auch die neuen Emotionen sind sehr schön dargestellt. Vor allen Dingen dieses peinliche Gefühl, dass man rot wird und sich eigentlich nur noch verstecken will. Wenn man die Pubertät schon durchgemacht hat, kann man das sehr gut nachvollziehen!

Frage: Kann denn der Film auch Eltern helfen, ihre pubertierenden Kinder besser zu verstehen?

Antwort: Ja, das glaube ich schon. Es ist auch einfach sehr schön, sich da wieder hineinzuversetzen und diesen Kontrollverlust, den man in der Zeit hat, noch einmal nachzuerleben. Das schadet bestimmt nicht, wenn sich Eltern da noch mal wieder hineinversetzen.

Frage: Gibt es etwas, das den Film sonst noch besonders macht?

Antwort: Es ist einfach der unglaubliche Ideenreichtum, der alle Pixar-Filme ausmacht. Die visuelle Ausarbeitung der neuen Kommandozentrale zum Beispiel, oder wie insgesamt das Gefühlsleben verbildlicht wird – das haben sie wieder sehr gut gemacht.

Frage: Wenn Sie den Film mit maximal fünf Sternen für sehr gut bewerten würden, wie würde er bei Ihnen abschneiden?

Antwort: Vier von fünf Sternen. Das ist ein total schöner Film für die ganze Familie geworden, an dem es nichts auszusetzen gibt.

Frage: Haben Sie vielen Dank, Frau Elfert!

Alles steht Kopf 2. FSK: ab 0 Jahren. Cinema Arthouse, Hall of Fame.

Ein Schweigen. Rechtsanwalt François (Daniel Auteuil) befindet sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Als Opferanwalt eines spektakulären Pädophilie-Falles steht er im Mittelpunkt des medialen Interesses. Dann aber gerät er selber unter den Verdacht, ähnliche Taten begangen zu haben. Der Film „Ein Schweigen“ von Regisseur Joachim Lafosse folgt in groben Zügen der belgischen „Hissel-Affäre“ um den Lütticher Rechtsanwalt Victor Hissel, der als Opferanwalt im Prozess um den Sexualstraftäter und Mörder Marc Dutroux tätig war und später selber als Sexualstraftäter verurteilt wurde.

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Der Schatten des Kommandanten. „Es ist eine Tatsache. Mein Großvater ist der größte Massenmörder der Menschheitsgeschichte.“ Das sind die Worte von Kai Höss, einem Enkel von Rudolf Höß. Der war als Kommandant des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz verantwortlich für die Ermordung von mehr als einer Million Juden. Nach dem Oscar-prämierten Spielfilm „The Zone of Interest“ kommt nun Daniela Volkers Dokumentarfilm in die Kinos, in dem der Enkel des Massenmörders gemeinsam mit seinem Vater Hans Jürgen Höss die einstige jüdische Gefangene Anita Lasker-Wallfisch trifft, die wie durch ein Wunder das Lager überlebt hat.

110 Minuten, FSK ab 12 Jahren. Cinema Arthouse (engl. OmU).

Niemals allein, immer zusammen. Es geht um die Zukunft. Es geht um die Gesellschaft. Und es geht um ein besseres Leben für alle. Nicht gerade einfach in Zeiten von zunehmenden Umweltkatastrophen, rechtsnationalen Auswüchsen und dem Verlust von Utopien. Trotzdem oder gerade deswegen ringen zahlreiche junge Aktivistinnen und Aktivisten um Lösungen für eine bessere Zukunft. Regisseurin Joana Georgi hat fünf von ihnen ein Jahr lang in Berlin begleitet, wo sie sich „Niemals allein, immer zusammen“ online und offline vernetzen und für eine bessere Welt kämpfen.

95 Minuten, FSK ab 12 Jahren. Cinema Arthouse.

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