Mobile Disko Abtanzen im Zirkuszelt auf dem Großen Sett
Das Große Sett in Aurich wurde zum Festivalgelände. Erst kamen die DJs, danach waren die Familien an der Reihe.
Aurich - Ein Electronic Music Open Air der Extraklasse erlebten Hunderte von Besuchern am Sonnabend im Herzen Aurichs. Hochkarätige DJs sorgten ab 15 Uhr beim „Sound Circus“ auf dem Großen Sett auf zwei Bühnen für Partystimmung mit dem Besten aus Reggae, Techno, House und Dance. Das Besondere daran: Alles auf dem Festgelände war dem Aufbau eines großen Zirkus nachempfunden. Der Sonntag gehörte Jung und Alt, die sich beim „Family Circus“ mit Spielen und Live-Musik vergnügen wollten.
@ostfriesischenachrichten Verlagsleiter Udo Hippen war für euch am Samstag beim Sound Circus in Aurich und hat euch ein Video mitgebracht. #Party #Events #Veranstaltungen #Festival #OpenAir #feiern #feiernkönnenwir #Aurich #soundcircus #GroßesSett #tanzen #abtanzen ♬ Originalton - ONsnacks
Organisiert wurde die Veranstaltung von der Firma Noize Events unter der Leitung von Stephan Adelmund und Christoph Krügerke. „Das positive Feedback auf die Veranstaltung im vergangenen Jahr hat uns ermutigt, in diesem Jahr noch eine Schippe draufzulegen und den Aurichern neben den lokalen DJs Bühnenartisten von internationalem Format zu präsentieren“, sagt Adelmund im Gespräch mit unserer Redaktion. Die beiden Veranstaltungen seien Bestandteil der Mobilen Dorfdisko, einem kulturellen Projekt der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse.
Acht unterschiedliche Acts
Die Gestaltung der Fläche war weitgehend identisch mit der des Vorjahres. Im Mittelpunkt stand das Zirkuszelt mit der großen Bühne, umgeben von kleineren Zelten für die Gastronomie und Pagoden zum zwischenzeitlichen Ausruhen. An vier Food-Trucks wurden die Besucher mit kulinarischen Kleinigkeiten versorgt. „Auf die Spiele haben wir in diesem Jahr für den ‚Sound Circus‘ bewusst verzichtet. Sie wurden im Vorjahr kaum genutzt und sind daher dem ,Family Circus‘ vorbehalten“, erläutert Adelmund das geänderte Konzept.
Dafür hatten die Veranstalter das musikalische Angebot deutlich erweitert. Mit acht unterschiedlichen Acts wurde das neunstündige Festival gestaltet. Doch das Wetter war wahrlich nicht der Freund des Festivals. Schon am Nachmittag und frühen Abend verhinderten Regenschauer einen größeren Andrang. „Bis zum frühen Abend wurden nur etwa ein Drittel der im Vorverkauf abgesetzten Tickets eingelöst. Alle warten offensichtlich das Ende der Regenschauer ab“, so Adelmund. Das war auch die Taktik bei vier jungen Auricherinnen und Aurichern. Chantal, Sandra, Dennis und Jörg bestätigten übereinstimmend, dass ihre Wetterapp den Aufbruch Richtung Hafen bestimmt hat. Bunt dekoriert erwartete die Gruppe eine große Party mit viel Musik, Dauertanzen und einigen kalten Getränken. Diese Hoffnung hatten auch Silvia und Birgit, ebenfalls aus Aurich. „Wir sind schon im letzten Jahr dabei gewesen und waren total begeistert. Nach einer kleinen Stärkung werden wir die Nacht zum Tag machen und hoffentlich viel Spaß haben.“
Stelzenläuferin versank im weichen Boden
Dafür sorgten auf der kleineren Außenbühne bereits die DJs Rising High mit ihren Reggae- und Dance- Rhythmen. Im großen, gut gefüllten Zelt gaben unter anderem Lundee und Ante Perry ihr Bestes, bevor das Berliner Duo „YouNotUs“ die Bühne übernahm. Die beiden Musiker und Produzenten gehören zum Besten, was die Szene zu bieten hat. Sie wurden in Deutschland mit vier Goldenen und drei Platin-Schallplatten ausgezeichnet.
Für circensische Abwechslung sorgten auf dem Festgelände zwei sogenannte Walking Acts. Die Stelzenläuferin, genannt Ballon-Lady, sank auf dem aufgeweichten Boden immer wieder tief ein, hat ihre schwierige Aufgabe aber mit Bravour gemeistert. Mit einer Hula-Hoop-Show buhlte Fenja Voss aus Hildesheim um die Gunst der Besucher. Nach anfänglicher Zurückhaltung wurde der Kreis um die Künstlerin immer enger und die Vorführung mit freundlichem Applaus bedacht.
Wiese wird zum Spieleparadies
Solche Berührungsängste waren den Kindern am Sonntag beim Family Circus fremd. Schon bei der ersten lautstarken Ankündigung scharrten sich die kleinen Besucher mit ihren Eltern um das Zelt von Gaukler und Jongleur Joschi. Er begeisterte sein Publikum mit kleinen Zaubertricks, erzählte bunte Geschichten und zeigt Teile seiner beeindruckenden Feuershow.
Darüber hinaus hatte die Firma Toberland aus Wittmund die Festwiese in ein großes Spielparadies mit mehreren unterschiedlichen Hüpfburgen, einem Wagen mit gesicherten Rutschen und Klettergerüsten und verschieden Spielen verwandelt. Bei teilweise strahlendem Sonnenschein kamen die Kinder voll auf ihre Kosten. Der Höhepunkt des Nachmittags war ein Auftritt von rund siebzig Musikschülern der Musikschule Projekt Ohr von Stephan Adelmund.