Hamburg Diese 14 Slang-Wörter verraten, dass Sie der Generation Z angehören
Das geht auf meinen Nacken. Lit! Ehrenmann! Wer das für einen vollständigen Dialog hält, ist wahrscheinlich zwischen 1997 und 2010 geboren. Die Jugendwörter werden gerne belächelt – dabei war die Sprache der Teenager schon immer kreativ. Das sind die besten Wortkreationen der Generation Z.
„Diggah, darf er so?“ „Bombastic Side Eye!“ Die Begriffe der jungen Generation sorgen immer wieder für Irritationen. Doch Sprache verändert sich. Jede Generation prägt eigene Wörter und Wendungen, die sich vor allem in der Jugendsprache etablieren. Was früher einmal bombastisch oder oberaffengeil war, ist heute lit oder wild.
So kann die Verwendung von bestimmten Wörtern auch einen Hinweis darauf geben, wann jemand aufgewachsen ist. Die Sprachlern-App „Babbel“ hat ermittelt, welche Slangwörter für welche Generation typisch sind. Gehören Sie der Generation Z an, sind also zwischen 1997 und 2010 geboren, dann sind Sie vermutlich mit diesen Begriffen groß geworden:
Wer „lost“ ist, ist nicht verloren. Die sogenannten Zoomer nutzen es eher im übertragenen Sinne. Sie verwenden das Wort meistens dann, wenn sie ausdrücken möchten, dass sie in einer gewissen Situation oder gar mit ihrem gesamten Leben und ihrer Zukunft überfordert sind. Ist jemand lost, dann ist er „unsicher“, „verwirrt“ oder „unentschlossen“. Das Wort wird auch oft für Leute verwendet, die „schwer von Begriff oder ahnungslos“ sind.
Stabil? Das ist solide. Gut gebaut. Passt, wackelt und hat Luft. Die ältere Generation verbindet mit dem Adjektiv vermutlich ein belastungsfähiges Möbelstück. Die Gen Z hat dem Begriff eine weitere Bedeutung verpasst: In der Jugendsprache heißt „stabil“ so viel wie cool, in Ordnung oder super.
Den meisten Menschen sind die Triggerwarnungen vor Filmen oder belastenden Inhalten im Netz bekannt. Die Generation Z hat den Begriff „triggern“ mittlerweile in ihre Alltagssprache integriert. Übersetzt man „triggern“ vom Englischen ins Deutsche, bedeutet es so viel wie „ausgelöst“. Wenn sich eine Person aufgrund einer inneren Einstellung oder einem Erlebnis von einem Beitrag „persönlich angegriffen und genötigt fühlt“, eine entsprechend emotionale Antwort zu geben, ist sie „triggered“. Man könnte also sagen, dass sie „provoziert wird“ oder sich „provozieren lässt“.
War die Party „lit“, dann stand sie nicht in Flammen, wie man aufgrund der wörtlichen Übersetzung „angezündet“ vermuten könnte. Sie war vielmehr cool, hammer oder abgefahren.
„Wyld“ oder „wild“ bedeutet in der Sprache der Gen Z so viel wie „heftig“, „krass“, „unglaublich“ oder „verrückt“. Der Ausdruck „wyld“ kann Erstaunen, Bewunderung oder Anerkennung ausdrücken.
Eigentlich ganz einfach: „Cray“ ist die Kurzform für „crazy“, oder in Boomer-Sprache: flippig.
Die englische Phrase „Spill the tea“ hat gleich zwei Bedeutungen: Einerseits kann sie als Aufforderung zum Lästern verstanden werden, andererseits aber auch dazu, die Wahrheit zu sagen. Etwas verwirrend das Ganze.
Simp hat weder etwas mit dem beliebten PC-Spiel „Die Sims“ noch mit den gelben Fernsehfiguren aus den „Simpsons“ zu tun. Obwohl Homer Simpson durchaus als Simp im klassischen Sinne bezeichnet werden könnte. Denn ursprünglich war Simp lediglich die Abkürzung für das englische Simpleton, also Dummkopf, Trottel oder Einfaltspinsel.
Heute wird der Begriff vor allem im Netz als abwertende Bezeichnung für eine Person verwendet, die nur nett ist, um etwas zu erreichen, dabei aber kaum Erfolg hat. Der Simp ist quasi der Opportunist der Gen Z. Im Beziehungskontext kann ein „Simp“ auch für „Nice Guys“ stehen, die in der „Friend Zone“ landen.
Sagen Zommer, wenn sie etwas Verletzendes gesagt, aber nicht so gemeint haben.
Der Begriff „Props“ ist die Kurzform von „Proper Respect“. Das ist Englisch und bedeutet so viel wie „gebührender Respekt“. Im Deutschen hat sich das „p“ in ein „b“ umgewandelt, weil viele junge Menschen „Props“ als „Probs“ aussprechen.
Früher war mit Ehrenmann eine Person gemeint, auf dessen Wort Verlass ist. In der heutigen Jugendsprache ist die Bedeutung etwas weiter gefasst: Ein „Ehrenmann“ ist jemand, der etwas Besonderes oder Gutes für eine andere Person getan hat. Das kann jemand sein, der beim Umzug geholfen oder für den Freundeskreis Pizza besorgt hat.
Gönnjamin verdankt seinen Siegeszug einem Rapper: Kollegah hat sogar seine eigene Modelinie so genannt. Der Begriff setzt sich aus „Gönnen“ und „Benjamin“ zusammen. Ein Gönnjamin ist folglich jemand, der sich gerne mal exklusive oder teure Dinge gönnt.
Der englische Ausdruck beschreibt das Gefühl tief empfundener Fremdscham. Wörtlich übersetzt heißt es „erschaudern“ oder „zusammenzucken“.
„Woke“ bedeutet so viel wie „aufwachen“ und beschreibt jemanden, der ein stark ausgeprägtes soziales Gewissen hat, also sensibel für gesellschaftliche Missstände ist. Häufig wird der Begriff aber auch von rechten Gruppen missbraucht, die „woke sein“ als moralische Besserwisserei abstempelt.