Kirchenkreis Aurich  Jubiläum auf dem Wasser gefeiert

Eva van Loh
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Von Eva van Loh
| 03.06.2024 09:08 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Das Kirchenkreisamt des Kirchenkreises Aurich steht an der Julianenburger Straße. Von hier aus wird der Kirchenkreis mit all seinen Einrichtungen verwaltet. Foto: Romuald Banik
Das Kirchenkreisamt des Kirchenkreises Aurich steht an der Julianenburger Straße. Von hier aus wird der Kirchenkreis mit all seinen Einrichtungen verwaltet. Foto: Romuald Banik
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Vor 50 Jahren wurde der Kirchenkreis Aurich gegründet. Das Jubiläum wurde nun mit vielen Gästen auf der Ems gefeiert.

Aurich - Seinen runden Geburtstag feierte nun der evangelisch-lutherische Kirchenkreis Aurich. Seit nunmehr 50 Jahren besteht der Kirchenkreis aus 33 Gemeinden, nachdem er im Jahr 1974 neu gegliedert wurde. Zu diesem Anlass fanden sich kürzlich rund 90 Haupt- und Ehrenamtliche an Bord des Flusskreuzfahrtschiffes „Warsteiner Admiral“ ein, um gemeinsam zu feiern.

An Bord tauschten sich die Teilnehmer der Veranstaltung über die Geschichte des Kirchenkreises Aurich und ihre Pläne für die Zukunft aus. Unter den Gästen war auch der ehemalige Pastor Hillard Delbanco, der sich an den schwierigen Weg zur Neugliederung des Kirchenkreises vor 50 Jahren erinnerte. Ganze vier Jahre hatte es zuvor gedauert, bis eine Einigung gefunden war. Der Kirchenkreis Großefehn wurde im Zuge dieser Einigung aufgelöst und in den Auricher Kirchenkreis eingegliedert. Die Gemeinden Hatshausen, Jhering-Boekzetelerfehn und Warsingsfehn schlossen sich dem Kirchenkreis Leer an.

Gemeinsamer Blick nach vorne

Die Neugliederung war laut Delbanco zunächst in vielen Teilen der Region umstritten, vorrangig in den Gemeinden Bagband und Hesel. Die Gemeinde Bagband sollte ursprünglich in die Kirchengemeinde Hesel eingegliedert werden, was nach einem Appell des Kirchenvorstands Hesel und vielen weiteren Sitzungen und Gesprächen jedoch letztlich nicht passierte. Heute gehört die Martin Luther-Kirchengemeinde Bagband, so wie 32 weitere Gemeinden, seit fünf Jahrzehnten zum Kirchenkreis Aurich.

Tido Janssen ist seit April 2011 Superintendent des Kirchenkreises Aurich. Foto: privat
Tido Janssen ist seit April 2011 Superintendent des Kirchenkreises Aurich. Foto: privat

Mit an Bord der „Warsteiner Admiral“ war Pastorin Cathrin Meenken von der Auricher Lambertigemeinde. „Dieser Ausflug war ein guter Anlass, sich näher kennenzulernen, über die Vergangenheit auszutauschen und gemeinsam nach vorne zu blicken“, sagt sie. Beim Blick über das ostfriesische Wasser und beim gemeinsamen Lied „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt“ sei ihr bewusst geworden, dass der Kirchenkreis Aurich in einem ständigen Fluss sei. „Jeder, der mit an Bord ist, sich in unseren Aurichern Kirchengemeinden einbringt und auch bei Gegenwind die Segel neu setzt, um auf Kurs zu bleiben, ist wertvoll für die Zukunft unseres Kirchenkreises.“

Mitgliederschwund auch in Aurich

Über 75.000 Mitglieder hatte der Kirchenkreis Aurich noch im Jahr 2007. Doch der Mitgliederschwund macht sich auch im Kirchenkreis Aurich bemerkbar. Derzeit gehören ihm laut der Homepage des Kirchenkreises Aurich nur noch gut 66.000 Mitglieder an. In der Folge werden nicht alle der 33 Kirchengemeinden selbstständig bleiben können. Schon vor Jahren mussten sich die Gemeinden Bangstede, Barstede und Ochtelbur einen Pastor teilen.

Erst vor gut einem Jahr wurde die Fusion der Paulusgemeinde, der Auricher Lambertigemeinde sowie der Kirchengemeinde Sandhorst verkündet. Nicht nur der Mitgliederschwund, auch der fehlende Nachwuchs in der Pastorenschaft machte diesen Schritt laut Superintendent Tido Janssen damals notwendig.

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