440 Stellen sollen weg  Stellenabbau bei Meyer-Werft – die aktuellen Entwicklungen

| 29.05.2024 18:26 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 11 Minuten
Die Lage ist ernst, viele Mitarbeiter der Meyer-Werft bangen um ihre Jobs und die Zukunft des Unternehmens. Das Foto entstand am Mittwoch unmittelbar nach der Betriebsversammlung in Papenburg. Foto: Lars Penning/DPA
Die Lage ist ernst, viele Mitarbeiter der Meyer-Werft bangen um ihre Jobs und die Zukunft des Unternehmens. Das Foto entstand am Mittwoch unmittelbar nach der Betriebsversammlung in Papenburg. Foto: Lars Penning/DPA
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Meyer in Papenburg will Jobs streichen. Hunderte Leute sind betroffen. Hier gibt es die neuesten Infos.

+++ 18.33 Uhr +++ Betriebsratschef Hensen: „Irgendwann reicht es“

Andreas Hensen, Betriebsratsvorsitzender der Meyer-Werft, kritisiert die geplanten Stellenstreichungen. Foto: Penning/DPA
Andreas Hensen, Betriebsratsvorsitzender der Meyer-Werft, kritisiert die geplanten Stellenstreichungen. Foto: Penning/DPA

Kosten sparen durch Stellenstreichungen? Der Betriebsratschef der Meyer-Werft, Andreas Hensen, hat dafür nur Kopfschütteln übrig. Er kritisierte gegenüber der DPA, die Belegschaft solle für Fehler des Managements in die Pflicht genommen werden. Dabei habe sie in den vergangenen Jahren bereits viel für das Unternehmen gegeben. Die Mitarbeiter hätten jedes Jahr unentgeltlich Mehrarbeit von hundert Stunden geleistet. Der Betriebsrat beziffere den Gegenwert auf rund 40 Millionen Euro. „Wir finden, irgendwann reicht es, man kann nicht immer alles auf den Rücken der Kollegen austragen.“

Die von der Geschäftsleitung mit dem Stellenabbau gewünschten Einsparungen von 33 Millionen Euro ließen sich aus Sicht der Beschäftigten auch an anderer Stelle finden, sagte Hensen. „Die Geschäftsleitung muss auf die Kolleginnen und Kollegen vor Ort hören“, forderte er. Jeder einzelne Arbeitsplatz auf der Werft müsse erhalten bleiben.

+++ 17.15 Uhr +++ Chefsanierer Schmitz: „Es müssen Kosten gespart werden“

Ralf Schmitz, Chief Restructuring Officer (CRO) der Meyer-Werft, am Mittwoch unmittelbar nach der Betriebsversammlung auf dem Papenburger Werftgelände. Foto: Lars Penning/DPA
Ralf Schmitz, Chief Restructuring Officer (CRO) der Meyer-Werft, am Mittwoch unmittelbar nach der Betriebsversammlung auf dem Papenburger Werftgelände. Foto: Lars Penning/DPA

Von einer „historischen Krise“ für die Meyer-Werft sprach Chefsanierer Ralf Schmitz am Mittwoch nach der Betriebsversammlung, bei der die Belegschaft über den geplanten Stellenabbau informiert wurde. „Wir sprechen von rund über 440 Stellen, über den Konzern verteilt“, sagte Schmitz zur DPA. Die Werft hat auch Standorte in Rostock und im finnischen Turku. Am Stammsitz in Papenburg zählt die Stammbelegschaft derzeit rund 3000 Männer und Frauen.

Das Unternehmen müsse dringend Kosten sparen, sagte Schmitz. Ursache seien die Folgen der Corona-Pandemie sowie die großen Preissteigerungen der vergangenen Monate und Jahre. Im vergangenen Jahr seien erhebliche Verluste aufgelaufen. „Durch Corona fällt die Werft in ein Auslastungsloch, jetzt, in den Jahren 2024/25, ist die Arbeit Mangelware“, sagte der Manager demnach. Es gebe einen erheblichen Finanzierungsbedarf.

Das Auftragsbuch der Werft ist noch gefüllt. Nach früheren Angaben des Unternehmens gibt es derzeit Aufträge für sechs Kreuzfahrtschiffe, ein Forschungsschiff und den Stahlbau für vier Offshore-Konverterplattformen.

Wegen des zusammengebrochenen Tourismus-Marktes waren zu Beginn der Corona-Pandemie in Absprache mit den Kunden die damaligen Aufträge zeitlich gestreckt worden. Die Schiffe sind laut Schmitz vor Corona kalkuliert worden. Übliche Preisgleitklauseln, mit denen Preissteigerungen für Materialien vereinbart werden, sind nach seinen Angaben nicht in den Verträgen enthalten. „Die Werft braucht viel Geld, viel Liquidität, um wieder wetterfest gemacht zu werden“, sagte Schmitz. Vor allem müsse das Unternehmen wieder profitabel aufgestellt werden: „Es müssen Kosten gespart werden.“

Die Geschäftsführung will bis Ende 2027 wieder ein ausreichendes Ergebnis erzielen. Ein großes Problem ist die Finanzierung von Neuaufträgen - diese müssen von der Werft vorfinanziert werden. Mit dem Betriebsrat und der IG Metall soll nun über den Stellenabbau verhandelt werden.

+++ 16.00 Uhr +++ Olaf Lies: „Erwarte Vorschläge im Sinne der Beschäftigten“

Mitarbeiter der Werft stehen mit Fahnen der IG Metall unmittelbar nach der Betriebsversammlung an einem Werkstor. Foto: Lars Penning/DPA
Mitarbeiter der Werft stehen mit Fahnen der IG Metall unmittelbar nach der Betriebsversammlung an einem Werkstor. Foto: Lars Penning/DPA

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) treibt die aktuelle Entwicklung auf der Werft nach eigenem Bekunden mit großer Sorge um. „Zum einen sehen wir, dass die Werft eine sehr gute Perspektive hat. Es gibt eine große Zahl an Aufträgen und eine ebenso guten Perspektive auf weitere. Auf der anderen Seite befindet sich die Werft akut in einer sehr schwierigen Lage“, stellte Lies fest.

Aus seiner Sicht sei es „erst einmal gut“, dass mit Ralf Schmitz seit Anfang April ein Restrukturierer an Bord sei. Dieser habe jetzt die Pakete mit Maßnahmen erarbeitet, „die aus seiner Sicht nun umzusetzen sind. Und die werden wir uns nun sehr genau anschauen“, so Lies.

Der Minister äußert aber auch deutliche Kritik: „Dass es jetzt schon fast reflexartig um Entlassung von Beschäftigten geht, dass jetzt wieder thematisiert wird, mit wem man künftig noch Schiffe bauen will und das wieder in der Frage von Werkverträgen zu münden droht – das ist aus meiner Sicht der falsche Weg.“ Das kenne man aus der Vergangenheit und das habe noch nie weitergeholfen. „Ich erwarte klar, dass nun Vorschläge im Sinne der Beschäftigten vor Ort gemacht werden“, forderte Lies.

„Wir sind zu Recht stolz auf das, was in Papenburg von den Kolleginnen und Kollegen gebaut wird“, betonte der SPD-Politiker. „Wir haben ein riesengroßes Interesse, gemeinsam eine Perspektive für den Standort zu entwickeln.“

Die Landesregierung stehe an der Seite der Beschäftigten der Meyer Werft. Sie werde den „notwendigen Restrukturierungsprozess“ auch in den nächsten Monaten weiterhin eng begleiten und wird sich für einen Erhalt der Arbeitsplätze vor Ort einsetzen, so Lies.

+++ 15.30 Uhr +++ Thomas Gelder (IG Metall): „Eine sehr bedrückende Stimmung“

Thomas Gelder (Mitte) nach der Betriebsversammlung. Foto: Lars Penning/DPA
Thomas Gelder (Mitte) nach der Betriebsversammlung. Foto: Lars Penning/DPA
Für Thomas Gelder, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Leer-Papenburg, ist dieser geplante radikale Stellenabbau auf der Meyer-Werft nicht akzeptabel. Wie er am Mittwochnachmittag erklärte, sei die Stimmung nach der 45-minütigen Betriebsversammlung sehr bedrückend gewesen. „So habe ich das noch nicht erlebt“, sagt Gelder. Er fordert, dass zunächst die Unternehmensstruktur überprüft werde, bevor es an die Stamm-Belegschaft gehe. „Muss es überhaupt so viele Tochter-Firmen geben?“, fragt sich der Rheiderländer beispielsweise. Seiner Meinung nach könne durch Umstrukturierungen schon einiges an Geld eingespart werden. Auch Umbesetzungen und Qualifikationen könnten das Werk profitabler machen. „Da müssen nicht als erstes die Tarif-Beschäftigten drunter leider. Sie mussten sowieso schon viele Kröten schlucken in letzter Zeit.“ Gelder befinde sich bereits in Gesprächen mit Bundes- und Landespolitikern, um das Ruder noch herumreißen zu können.

+++ 14.45 Uhr +++ Nico Bloem: „Um jeden Arbeitsplatz kämpfen“

Der Landtagsabgeordnete Nico Bloem war jahrelang selbst Betriebsratsvorsitzender auf der Meyer-Werft. Foto: Archiv
Der Landtagsabgeordnete Nico Bloem war jahrelang selbst Betriebsratsvorsitzender auf der Meyer-Werft. Foto: Archiv

Der Landtagsabgeordnete Nico Bloem aus Weener, der selbst jahrelang Betriebsratsvorsitzender der Meyer-Werft war, hat sich am Mittwoch in einem offenen Brief an die Belegschaft gewandt. In diesem schreibt er: „Ich stehe an Eurer Seite und werde mit Euch um jeden Arbeitsplatz kämpfen. Es hilft kein Drumherumreden: Die Lage auf der Meyer-Werft ist äußerst angespannt. Es gibt genug Arbeit, aber die Finanzierung der Schiffe hat sich zu einem gewaltigen Problem entwickelt, das wir alle gemeinsam lösen müssen. Es geht um die Arbeitsplätze der Kolleginnen und Kollegen, um die Zukunft des Standorts, um die Zukunft der ganzen Region. Mit unserem Wirtschaftsminister Olaf Lies stehe ich in enger Abstimmung, die Drähte zum Bund glühen. Die Werftleitung will 440 Arbeitsplätze abbauen. Das war eine harte Botschaft, die selbstverständlich Verunsicherung und Sorge auslöst. Ich weiß, wie Ihr Euch jetzt fühlt, ich weiß, was das in Euren Köpfen auslöst. An dieser Stelle kann ich nur sagen: Jeder Arbeitsplatz, der gestrichen werden soll, ist ein Arbeitsplatz zu viel. Es muss das Ziel von Belegschaft, Betriebsrat, IG Metall und Politik sein, die Krise ohne Stellenabbau zu meistern. Die Werft hat Aufträge und braucht die Belegschaft, um die Schiffe zu bauen. Wir wollen auch keine neue Debatte über Werkverträge zulassen. Gemeinsam mit Olaf Lies, dem Betriebsrat und der IG Metall ziehen wir an einem Strang im Interesse der Beschäftigten. Es gibt wohl kein Unternehmen in Niedersachsen, das seit Jahrzehnten so intensiv vom Land begleitet und betreut wird. Das wird auch so bleiben. Über ein Scheitern in der aktuellen Krise denke ich nicht einmal nach. Als Betriebsratsvorsitzender habe ich jahrelang für Eure Interessen gekämpft. Das werde ich auch als Landtagsabgeordneter tun. Es war immer unsere Stärke, dass wir in Krisen zusammengerückt sind. Das müssen wir auch jetzt beweisen. Meine Unterstützung ist Euch sicher – ich werde mit Euch bis zum Maximum um die Arbeitsplätze kämpfen.“

+++ 13.15 Uhr +++ Landrat Groote: „Ein harter Schlag“

Der Leeraner Landrat Matthias Groote wünscht sich ein Signal der Solidarität. Foto: Archiv
Der Leeraner Landrat Matthias Groote wünscht sich ein Signal der Solidarität. Foto: Archiv
Auch der Leeraner Landrat Matthias Groote äußert sich zur Situation auf der Meyer-Werft. Er teilt mit: „Das wäre ein harter Schlag, für die Beschäftigten auf der Werft und für die ganze Region. Meyer ist auch für den Landkreis Leer wirtschaftlich von herausragender Bedeutung; viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen aus unserem Kreisgebiet. Was wir jetzt brauchen, ist ein Signal der Solidarität: Arbeitnehmervertreter, Politik und die Werft – alle zusammen müssen um jeden Arbeitsplatz kämpfen. Die Meyer-Werft ist ein weltweit anerkanntes Unternehmen, das dank des Fleißes und des Könnens seiner Beschäftigten auf hohem technischen Niveau arbeitet. Dieses Know How dürfen wir nicht preisgeben, wir müssen die Fachkräfte hier behalten, der Standort muss unbedingt gesichert werden.“

+++ 12.40 Uhr +++ Westoverledingens Bürgermeister entsetzt

Westoverledingens Bürgermeister Theo Douwes hofft, dass bei den Gesprächen zwischen Werftleitung, Betriebsrat und Landesregierung noch andere Lösungen gefunden werden. Foto: Carsten Ammermann/Archiv
Westoverledingens Bürgermeister Theo Douwes hofft, dass bei den Gesprächen zwischen Werftleitung, Betriebsrat und Landesregierung noch andere Lösungen gefunden werden. Foto: Carsten Ammermann/Archiv
„Auch wenn man seit einigen Wochen verstärkt zwischen den Zeilen erkennen konnte, dass bei der Meyer-Werft Maßnahmen im Raum stehen, die zu einer Kostenminimierung führen sollen, bin ich persönlich über das Volumen der geplanten Kündigungen entsetzt“, sagte Theo Douwes, Bürgermeister der Gemeinde Westoverledingen. „Über 400 Fachleute freizusetzen ist schon ein heftiger Schlag ins Kontor für alle Betroffenen und kein gutes Zeichen. Insofern hoffe ich, dass Gespräche zwischen Werftleitung, Betriebsrat und Landesregierung hier noch andere Lösungen aufzeigen können“, führte Douwes aus.

+++ 12.10 Uhr +++ IG Metall will um Arbeitsplätze kämpfen

Mitarbeiter der Meyer-Werft verlassen die Betriebsversammlung des Unternehmens. Angesichts einer angespannten finanziellen Lage plant die Papenburger Werft den Abbau von rund 440 Arbeitsplätzen. Foto: Lars Penning/DPA
Mitarbeiter der Meyer-Werft verlassen die Betriebsversammlung des Unternehmens. Angesichts einer angespannten finanziellen Lage plant die Papenburger Werft den Abbau von rund 440 Arbeitsplätzen. Foto: Lars Penning/DPA

Die IG Metall kritisiert in einer Mitteilung den geplanten Stellenabbau bei der Meyer-Werft: „Die Pläne der Geschäftsführung wären ein harter Schlag für die Betroffenen und die Region. Die Lage der Meyer Werft ist sehr ernst, aber ein planloser Personalabbau ist keine Lösung“, wird Daniel Friedrich zitiert. Er ist Betriebsleiter der IG Metall Küste. Ein Zukunftskonzept mit Personalabbau und Verzicht zu starten, sei kein guter Start. Friedrich weiter: „Wir werden eine Kahlschlagpolitik nicht akzeptieren und für die Zukunft aller Beschäftigten kämpfen.“

+++ 11.34 Uhr +++ Ende der Betriebsversammlung

Die Betriebsversammlung auf der Meyer-Werft ist vorbei. Mit gesenkten Köpfen strömen die Mitarbeiter aufs Außengelände. Ein Meer von gelben Helmen. Rote Fahnen der IG Metall sind zu sehen. Die Mitarbeiter wurden gerade über die bevorstehenden Einschnitte informiert.

Die Geschäftsführung der Werft teilte gegenüber der DPA mit, die Politik sei eng eingebunden und stehe an der Seite der Werft. Allen Beteiligten sei bewusst, dass eine konsensuale Lösung im Sinne des Unternehmens und der Beschäftigten erreicht werden solle: „Es geht um die Zukunft der Meyer Werft.“

+++ 10.51 Uhr +++ Lies will sich äußern

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD). Archivfoto: Markus Scholz/DPA
Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD). Archivfoto: Markus Scholz/DPA
Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies will sich um 11.45 Uhr zu den Entwicklungen bei der Meyer-Werft äußern. Lies ist beim Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven und will dort ein Statement abgeben.

+++ 9.44 Uhr +++ Erstes Statement der Geschäftsführung

Ein Sprecher der Werft bestätigte am Mittwochmorgen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur den geplanten Abbau von rund 440 Arbeitsplätzen. Hintergrund sei eine angespannte finanzielle Lage der Werft. Gespräche zwischen der Geschäftsführung, dem Betriebsrat und der IG Metall sollen im Juni beginnen. Ziel des Unternehmens sei, dass die Verhandlung bis Ende Juni abgeschlossen werde. Der Sprecher sagte, es stehe nicht fest, welche Unternehmensbereiche von möglichen Entlassungen betroffen sein könnten.

Die Geschäftsführung teilte am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur mit: „Es gilt, jetzt die Weichen dafür zu stellen, dass die Meyer Werft spätestens bis Ende 2027 mit einer angemessenen Eigenkapitalausstattung ein ausreichendes Ergebnis erwirtschaften kann und im internationalen Wettbewerb besteht.“ Das sei Anspruch der Werft, und es müssten gesetzliche Vorgaben erfüllt werden.

+++ 8.25 Uhr +++ Wirtschaftsministerium will sich für Stellenerhalt einsetzen

Angesichts des möglichen Stellenabbaus bei der Papenburger Meyer Werft will sich Niedersachsens Wirtschaftsministerium für den Erhalt von Arbeitsplätzen einsetzen. Das sagte ein Sprecher des Ministeriums am Mittwoch. Ein möglicher Stellenabbau bedeute „einen schmerzhaften Einschnitt für den Standort in Papenburg“, hieß es.

Der Betriebsrat der Meyer Werft hatte am Mittwochmorgen mitgeteilt, dass das Traditionsunternehmen den Abbau von rund 440 Arbeitsplätzen plane.

„Die Meyer Werft hat eine zentrale Bedeutung für die gesamte Region sowohl als Arbeitgeber wie auch als einer der internationalen Know-how-Träger im Kreuzfahrtschiffbau und damit als industrielles Aushängeschild von Weltrang“, teilte das Ministerium mit.

+++ 8 Uhr +++ Meyer will 440 Stellen streichen

Das Kreuzfahrtschiff „Silver Ray“ in einer Halle der Meyer Werft. Die Werft plant nach Angaben des Betriebsrats den Abbau von bis zu 440 Stellen. Foto: Sina Schuldt/DPA
Das Kreuzfahrtschiff „Silver Ray“ in einer Halle der Meyer Werft. Die Werft plant nach Angaben des Betriebsrats den Abbau von bis zu 440 Stellen. Foto: Sina Schuldt/DPA

Die in eine anhaltende Finanzkrise geratene Meyer Werft in Papenburg will mehrere Hundert Stellen abbauen.

Ein Bericht des NDR deckt sich mit Informationen unserer Redaktion, wonach die Meyer Werft bis zu 440 Stellen abbauen will. Den Informationen unserer Redaktion zufolge ist die Belegschaft darüber am Dienstag schriftlich informiert worden. Auf der Werft in Papenburg sind rund 3300 Menschen direkt beschäftigt.

Nach Angaben des NDR sollen primär Ingenieure aus Forschung, Design und Entwicklung von dem Stellenabbau betroffen sein. Wenn dem so ist, würden hauptsächlich die Bereiche eingekürzt, in denen die Mitarbeiter nicht direkt an Kreuzfahrtschiffen arbeiten. Das Unternehmen selbst spricht von „einschneidenden Veränderungen und Kosteneinsparungen auf allen Ebenen“. Im Zuge der Restrukturierung werde es „leider auch zu einem Abbau von Arbeitsplätzen in spürbarer Größenordnung kommen müssen“.

Mit Material von DPA

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