Berlin  Pflanzenjauche: Wie Sie aus Unkraut Bio-Dünger machen

Jessica Chen
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Von Jessica Chen
| 28.05.2024 22:22 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Der ökologische Dünger ist vollkommen unbedenklich für Gemüsepflanzen. Foto: IMAGO / Panthermedia
Der ökologische Dünger ist vollkommen unbedenklich für Gemüsepflanzen. Foto: IMAGO / Panthermedia
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Mit Dünger können Gartenfreunde ihren Pflanzen etwas Gutes tun. Noch besser ist es, wenn es sich dabei um ein biologisches Produkt handelt, beispielsweise eine Jauche. Was Sie zur Herstellung und zum Einsatz wissen müssen.

Jauchen geben fast allen Pflanzen eine gesunde Stärkung und eignen sich besonders bei Gemüse- und Salatsorten, die dann unbedenklich verzehrt werden können. Der natürliche Flüssigdünger ist reich an Stickstoff und Kalium, fördert das Wachstum und bekämpft Schädlinge.

Es eignen sich die verschiedensten (Un-)Kräuter als Flüssigdünger. Die Blätter sollten nur keine Samen tragen. Für die Herstellung brauchen Sie etwa zehn Liter Wasser auf ein Kilogramm Grün. Regenwasser ist am besten, da es weicher ist und den Pflanzenresten am besten die Nährstoffe entzieht. Wenn Sie nur Leitungswasser haben, können Sie dieses ein paar Tage in der Sonne stehen lassen, raten Experten.

Die Pflanzenreste fermentieren über Wochen und gelten als kraftvolle Energiequelle. Das Pflanzen-Wasser-Gemisch sollten Sie in keinem Metalleimer ansetzen, da das Material den Gärungsprozess behindert. Füllen Sie den Behälter drei Viertel mit Wasser und rühren Sie diesen täglich um. Wenn die Mischung nicht mehr schäumt, ist der Gärungsprozess beendet und die Pflanzenjauche einsatzbereit. Dies dauert je nach Temperatur etwa zwei bis drei Wochen.

Wer mit Blattläusen, Bohnenläuse und Spinnenmilben im Garten zu kämpfen hat, kann nach dem gleichen Prinzip Brennnesseln mit Regenwasser aufgießen. Allerdings sollte diese Mischung maximal drei Tage ziehen. So bleibt das Nesselgift zur Schädlingsbekämpfung erhalten, rät Pflanzenexpertin Brigitte Goss gegenüber dem MDR.

Zwei Schaufeln Gesteinsmehl oder Bentonit können den Fermentierungsgeruch der Jauche etwas mildern. Aus der fertigen Jauche können die Pflanzenreste heraus gesiebt und kompostiert werden.

Der Flüssigdünger kann unter anderem Allium-Arten, Feigenbäumchen, Hosta, Rosen und weitere Kletterpflanzen und Kräuter nähren. Nur Erbsen, Möhren, Knoblauch und Zwiebeln mögen den Dünger nicht.

Die hergestellte Jauche muss mit Wasser verdünnt werden. In einem Mischverhältnis von etwa eins zu zehn kann der ökologische Dünger vermischt werden. Die Mixtur sollte morgens oder abends auf dem feuchten Boden verteilt werden.

Beim Düngen sollte auch nicht übertrieben werden, denn eine Überversorgung des Bodens mit Nährstoffen führt zu einer Verschmutzung des Grundwassers, mahnt der Verbraucherschutz.

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