Nervenschlacht in der Ostfrieslandklasse A  Fernduell um den Titel

Wilfried Gronewold
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Von Wilfried Gronewold
| 27.05.2024 15:10 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Wer hat den längeren Atem? Westerende (hier mit Hannes Ihnen, rechts) oder Norderney. Der letzte Spieltag wird die Entscheidung bringen. Foto: Wilfried Gronewold
Wer hat den längeren Atem? Westerende (hier mit Hannes Ihnen, rechts) oder Norderney. Der letzte Spieltag wird die Entscheidung bringen. Foto: Wilfried Gronewold
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Westerende behält beim 1:0 gegen Plaggenburg die Nerven. Die Meisterschaft wird im letzten Spiel in Ihlow entschieden.

Aurich - Tabellenführung verteidigt: Der TuS Westerende bleibt in der Ostfrieslandklasse A, Staffel 2, mit einem umkämpften Heimsieg gegen den SV Eintracht Plaggenburg auf dem direkten Weg in die Ostfrieslandliga. Die Reserve vom SV Großefehn unterlag zu Hause gegen den SV Eintracht Ihlow.

TuS Westerende – SV Eintracht Plaggenburg 1:0

Ein Selbstläufer war der Sieg des TuS Westerende gegen die Eintracht aus Plaggenburg nicht. In der ersten Halbzeit schenkten sich die Kontrahenten nichts. Westerende „rackerte“ und kreierte auf Basis einer guten Defensivleistung einige „Halbchancen“, wie Trainer Klaus Hoofdmann berichtete. Die beste hatte Frank Romanowski, dessen Torschuss nach einer Ecke jedoch am Pfosten abprallte. Die zweite Halbzeit begann, wie die Erste endete. Nach zehn Minuten aber Aufatmen und lauter Jubel im Kreis der Westerender. Ein langer Ball von Christian Willms landete bei Leon Hanssen, der zum 1:0 Führungstreffer traf.

Kurz darauf hatte Plaggenburgs Marten Friedrichs die Chance zum Ausgleich. Sein Schuss flog aber über die Latte in das Toraus. „Das war unsere größte Chance im Spiel“, bemerkte Eintracht-Trainer Klaus Dieter Scherf. Im weiteren Verlauf schaltete Westerende in den Verwaltungsmodus. „Das straffe Programm der letzten Wochen kostete Kraft. Das ist einfach zu viel für Amateurmannschaften“, befand Hoofdmann. Plaggenburg ließ nicht nach und suchte den Ausgleich. Die Westerender Abwehr hielt aber. „Wir haben es nicht geschafft, unsere Spitzen in Szene zu setzten“, bemerkte Scherf. Westerende suchte mit einzelnen Kontern die Vorentscheidung, blieb dabei aber ebenfalls ohne Torglück.

Am Ende blieb es beim knappen Sieg für Westerende. Nächsten Sonntag spielt der TuS im letzten Saisonspiel bei der Eintracht in Ihlow. Ein Sieg muss her, um im Fernduell mit den zweitplatzierten Norderneyern die Meisterschaft zu feiern. Ein Unentschieden reicht bei einem Norderneyer Sieg, aufgrund des schlechteren Torverhältnis des TuS, nicht aus. „Wir haben es in der eigenen Hand“, bemerkt Klaus Hoofdmann.

Tore: 1:0 Hanssen (55.).

TuS Westerende: Busker, Weinstock, Hanssen, Stüven (77. Sparringa), Thai, Hölscher, Willms, Romanowski (90.+3 Werthmann), Ihnen (90. E. Janssen), Hinrichs, Hayenga.

SV Eintracht Plaggenburg: Collmann, Janotta (83. A. Janßen), Gerdes (6. Wicht), Best, Thiele, Friedrichs, Habben, Henneken (46. Ihnen), Gerdes, Ubben, Adam.

SV Großefehn II U 23 – SV Eintracht Ihlow 1:2

Großefehn II zeigte wie in den vergangenen Spielen auch gegen Eintracht Ihlow Kampfgeist und war in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft. Ihlow verhinderte mit viel Kampf einen Rückstand. „In ein oder zwei Szenen hätten wir uns über einen Strafstoß nicht beschweren dürfen“, bemerkte Ihlows Trainer Jannik Swieter. Auf beiden Seiten wurden aber auch Torchancen vergeben. So krachte nach einer halben Stunde Spielzeit ein Ihlower Torschuss an die Latte. Im Gegenzug verhinderte Eintracht-Torhüter Sören Luitjens mit einer Parade die Fehntjer Führung. Torlos ging es in die Halbzeitpause.

In der zweiten Halbzeit war Ihlow die bessere Mannschaft. In der 52. Spielminute lieferte der eingewechselte Keno Lerf die Vorlage für Luca Wendeling zur Ihlower Führung. Großefehn blieb kämpferisch und suchte den Ausgleich. Der gelang in der 73. Spielminute. Nick Steinhorst nutzte einen Konter nach Ihlower Ecke zum 1:1. In der 84. Spielminute spielte Ihlows Justin Möhlmeyer den Ball auf Luca Wendeling. Der legte Usnijan Ciaciak das Leder zur erneuten Führung der Eintracht vor. Zugleich der Endstand.

„Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen, aber unter dem Strich hat Ihlow verdient gewonnen“, befand der Fehntjer Spielertrainer Yannik Weber. Auch Ihlows Coach Jannik Swieter hielt ein Unentschieden für angebracht. Er bemerkte aber: „Wir haben mutig gespielt und sind froh, dass wir uns mit drei Punkten belohnt haben“.

Tore: 0:1 Wendeling (51.), 1:1 Steinhorst (73.), 1:2 U. Ciaciak (84.).

SV Großefehn II U 23: Ziegler, Steinhorst, Rodyk, Janssen, Ulferts, Weber, Zimmermann, Schmidt, Meyer, Kessemeier, Prokopenko.

SV Eintracht Ihlow: Luitjens, Ubben, Möhlmeyer, Wendeling, Schmidt, Biller, Liebich-Flessner, U. Ciaciak, Rhling, Krüger, Grobbel, 46. Einnolf, Lerf, Jannek Weber.

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