Fußball-Bezirksliga  Großefehn dominiert das Derby

Stefan Rammelmann
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Von Stefan Rammelmann
| 26.05.2024 12:18 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Den Spielern des SV Wallinghausen waren die vielen Spiele anzumerken. Die Gäste aus Großefehn dominierten das Geschehen. Foto: Wilfried Gronewold
Den Spielern des SV Wallinghausen waren die vielen Spiele anzumerken. Die Gäste aus Großefehn dominierten das Geschehen. Foto: Wilfried Gronewold
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Die Fehntjer gewinnen mit 2:0 in Wallinghausen. Dem Gegner fehlt es nach dem Mammutprogramm an Frische.

Wallinghausen - Schon vor dem Heimspiel gegen den SV Großefehn herrschte unter den Fans des SV Wallinghausen Skepsis. „Großefehn hat hier immer gut ausgesehen und die letzten Spiele gewonnen“, war zu hören. Und diese leichten Bedenken sollten sich bewahrheiten. Die Fehntjer gewannen am Ende verdient mit 2:0.

Vom Anpfiff an übernahmen die Gäste das Kommando. In der 3. Minute schickte Ralf Aden den späteren Doppeltorschützen Alexander Geis auf die Reise. Seine harte Hereingabe verpasste Sturmkollege Tom Böhling nur um Zentimeter. Und der SV Großefehn hielt den Druck hoch. Auch ein früher verletzungsbedingter Wechsel, Tobias Hillers musste Hauke Booms weichen, hatte keine Auswirkungen. In der 17. Minute dann auch die 1:0-Führung. Vorausgegangen war ein langer Ball von Aden auf Geis. Der gewann das Laufduell gegen seinen Kontrahenten, bei seinem trockenen und platzierten Schuss ins untere lange Toreck hatte Keeper Julian Ahlers keine Abwehrchance.

Großefehn war von diesem Moment an sehr spielbestimmend. Durch geschicktes Laufverhalten konnten die Gäste immer wieder eine Überzahl im Mittelfeld erreichen. Gleichzeitig unterbanden sie die sonst sehr gefährlichen Diagonalbälle der Heimmannschaft mit einem guten Defensivverhalten.

Alexander Geis trifft doppelt

Die Mannschaft von Trainer Ewald Mühlenbrock bemühte sich zwar, dennoch fehlte es an diesem Tag am nötigen Durchsetzungsvermögen. Auch personell mussten die Gastgeber wieder einige Veränderungen vornehmen. Nach einem Konter über drei Stationen hatte Böhling in der 27. Minute die Möglichkeit die Führung auszubauen. In allerletzter Sekunde konnte Max Beccard mit einer Rettungstat seinen Torschuss blocken.

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild. Großefehn blieb weiterhin dominant und hatte das Spielgeschehen im Griff. Sie ließen Ball und Gegner geschickt laufen. Unglücklich für die Gastgeber dann das 0:2. Beccard wollte unter Bedrängnis den Ball aus dem eigenen Strafraum klären. Bei diesem Abwehrversuch traf er Shawn King: Von seinem Körper prallte der Spielball direkt Geis vor die Füße. Der fackelte nicht lange und traf mit einem Linksschuss ins lange Eck.Dies war praktisch schon die Entscheidung in dieser Begegnung. Zu keiner Zeit hatten die 150 Zuschauer das Gefühl, dass sich noch etwas ändern könnte. Wallinghausen merkte man das Mammutprogramm der Wochen an. Es fehlte an der Spritzigkeit und der körperlichen Frische.

Wallinghausens Erschöpfung spielt Großefehn in die Karten

Großefehns Trainer Bi Le Tran hingegen wechselte ausgiebig frische Kräfte ein. Vorwerfen lassen müssen sich die Gäste sicherlich nur, dass sie ihre Konter und Überzahlaktionen nicht immer sauber ausgespielt haben. Böhling mit einem Schuss an die Unterkante der Torlatte und der eingewechselte Kay Gerdes mit einem Pfostenschuss, hätten das Ergebnis noch höherschrauben können. So blieb es nach 94. Minuten beim verdienten Auswärtssieg der Gäste. Der abschließende obligatorische Sieg-Shuffle am Mittelkreis durfte dann auch nicht fehlen.

Wallinghausens Trainer Ewald Mühlenbrock war über die Entstehung der beiden Gegentore sauer: „Beide Tore fallen aus strittigen Situationen. Das Führungstor fiel aus meiner Sicht aus einer klaren Abseitsstellung und dem 0:2 war ein Foulspiel eines Fehntjers vorausgegangen. Aber ich mache meiner Mannschaft keinen Vorwurf. Das war jetzt das sechste Spiel in zehn Tagen. Die Jungs sind platt“, zeigte Mühlenbrock Verständnis.

„Es war ein verdienter Sieg. Wir waren vor allem in der zweiten Halbzeit sehr dominant. Oft ist eine große Bank sehr kompliziert, aber bei diesem Programm in den letzten Wochen doch auch sehr hilfreich. Ich kann regelmäßig rotieren und so bekommen alle Spieler ihre Einsatzzeiten“, sagte SVG-Trainer Bi Le Tran.

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