Halbfinale um Deutsche Meisterschaft  Ein Sieg muss her für den Auricher Finaltraum

| | 17.05.2024 12:04 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Marie Ernst vergab im Hinspiel die beste Auricher Chance für ein Tor gegen Mönchengladbach. Foto: Helmut Vortanz
Marie Ernst vergab im Hinspiel die beste Auricher Chance für ein Tor gegen Mönchengladbach. Foto: Helmut Vortanz
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Die Auricher U17-Juniorinnen müssen im Halbfinal-Rückspiel ein 0:1 in Mönchengladbach aufholen. Das ist der Matchplan von Trainer Stefan Wilts.

Aurich - Die Minuten und Stunden nach der etwas unglücklichen 0:1-Niederlage im Halbfinal-Hinspiel gegen Borussia Mönchengladbach waren laut SpVg-Trainer Stefan Wilts schwierig für die Mädchen. In der Nachspielzeit hatten die Gäste getroffen und ließen die 3400 Zuschauer im Ellernfeld-Stadion verstummen. Die Stimmung in der Kabine war auf dem Tiefpunkt. Doch die dunklen Wolken haben sich pünktlich vor dem Rückspiel am heutigen Sonnabend (14 Uhr auf dem Fohlenplatz im Borussia-Park) verzogen. „Die Stimmung ist im Laufe der Woche besser geworden, wir sind bereit für das Rückspiel“, sagt Wilts. Die Ausgangslage vor dem Rückspiel ist klar: Die Auricherinnen müssen den 0:1-Rückstand aufholen und das Rückspiel gewinnen. Sollte dies mit einem Tor Unterschied gelingen, muss direkt im Anschluss im Elfmeterschießen der Finalteilnehmer ermittelt werden. Was geht noch für die Auricher U17-Juniorinnen? Ein eigenes Tor zu erzielen, wird gegen die körperlich starken und flinken Mönchengladbacherinnen schwierig, aber nicht unmöglich, wie Wilts findet. „Wir haben auch im Hinspiel zwei bis drei gute Torchancen gehabt. Das haben wir auch in der Analyse angesprochen. Wir müssen die Chancen einfach besser nutzen.“

Ein Tor muss her in den 80 Minuten, doch Wilts will nicht auf „Teufel komm raus“ stürmen. „Wir werden das Spiel ganz normal angehen und sehen, wie es sich entwickelt“, sagt Wilts, der bis Donnerstagabend an einem Trainer-Lehrgang teilgenommen hatte. Was ihm im Hinspiel nicht gefallen hat: „Die Abstimmung und die Zuordnung hat in den ersten 25 Minuten nicht gestimmt“, sagt der SpVg-Trainer.

Einzelgespräche undSpaziergänge

Der Zeitplan vor dem Halbfinal-Rückspiel ist eng getaktet. Am Freitagvormittag trainierten die SpVg-Juniorinnen noch locker, nach einem gemeinsamen Essen ging es mit dem Bus in Richtung Rheinland. Auch dort wurde weiter am Finaleinzug gefeilt. „Wir haben viele Einzelgespräche geführt und entscheidende Szenen aus dem Hinspiel noch einmal analysiert“, sagt Wilts, der nichts dem Zufall überlassen will.

Am Spieltag geht es nach dem Frühstück auf einen gemeinsamen Spaziergang, um vor dem großen Spiel noch einmal durchzupusten und die Sinne zu schärfen. Die Auricherinnen werden aller Voraussicht nach in Bestbesetzung antreten. Zwei Spielerinnen sind noch ein wenig angeschlagen. Unter Umständen wird das Spiel am Nordpark das letzte große Spiel für die Auricher Mädchen sein. Wie berichtet, wird die Juniorinnen-Bundesliga aufgelöst, der DFB hat andere Pläne für die Förderung von Spitzenspielerinnen. Die Mädchen werden sich in der kommenden Saison in der Niedersachsenliga mit schwächeren Mannschaften oder mit C-Jugend-Jungs messen, große Gegner sind dann nur noch im DFB-Pokal möglich.

Doch das ist noch Zukunftsmusik, noch können die SpVg-Mädchen das langjährige Abenteuer Bundesliga mit der zweiten Finalteilnahme in Folge krönen. „Das wäre schon eine tolle Geschichte, ein finale in Aurich“, sagt Wilts, der die Bundesliga sicherlich vermissen wird.

Sollte es ein Elfmeterschießen geben, könnte dies für die Auricherinnen ein kleiner Vorteil sein. Schon im vergangenen Jahr setzte sich Aurich vom Punkt aus gegen Frankfurt durch. Ein wenig Spannung ist ganz in unserem Sinne. Das Spiel ist im Livestream auf der ON-Website zu sehen.

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