Konzept für Begegnung  Zeit für Brookmerlander Neujahrsempfang abgelaufen

| | 16.05.2024 19:28 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Fünf vor zwölf zeigt das alte Zifferblatt des Marienhafer Kirchturms hinter Brookmerlands Samtgemeindebürgermeister Gerhard Ihmels (SPD) in der Mensa der IGS Marienhafe beim Neujahrsempfang der Samtgemeinde 2017. Foto: Folkert Bents
Fünf vor zwölf zeigt das alte Zifferblatt des Marienhafer Kirchturms hinter Brookmerlands Samtgemeindebürgermeister Gerhard Ihmels (SPD) in der Mensa der IGS Marienhafe beim Neujahrsempfang der Samtgemeinde 2017. Foto: Folkert Bents
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Einen klassischen Neujahrsempfang wird es im Brookmerland wohl nicht mehr geben. Aber auch das Alternativformat lässt auf sich warten.

Brookmerland - Für dieses Jahr wäre es ohnehin zu spät, aber auch auf absehbare Zeit wird es im Brookmerland wohl keinen Neujahrsempfang mehr geben. Insgesamt nur dreimal fand er statt. Ein zuletzt angekündigtes und als Bürgerdialog betiteltes Alternativkonzept wurde bisher nicht umgesetzt.

Zur Erinnerung: Im März 2018 hatten die Verantwortlichen in der Brookmerlander Verwaltung mit Blick auf den Kalender entschieden, die Begegnung ausfallen zu lassen, und angekündigt, dass es möglicherweise den Neujahrsempfang in seiner traditionellen Form im Brookmerland vorerst wohl nicht mehr geben werde. Verwaltungschef Ihmels dachte über ein alternatives Format nach, das zeitlich nicht mehr an den Jahresbeginn gebunden sei.

Nicht mehr zentral in Marienhafe

2019 hieß es, die Überlegungen seien konkretisiert und eine Veranstaltung in Dialogform favorisiert worden. Die werde nicht zentral wie bisher in Marienhafe, sondern in den Brookmerlander Orten stattfinden. Ihmels werde in die Gemeinden fahren, um dort mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen, um sich ihre Sorgen anzuhören und Anregungen und Wünsche aufzunehmen und über aktuelle Themen zu berichten. Geplant sei, dass Kolleginnen und Kollegen aus der Rathausmannschaft ihn dabei begleiteten.

2019 wurde daraus nichts. 2020 sollte das neue Format endlich umgesetzt werden. An den öffentlichen Bürgerbegegnungen könne jede und jeder Interessierte teilnehmen. Doch bevor Ihmels mit seiner Dialogtour durch die Orte begann, machte ihm Corona einen Strich durch die Rechnung.

In Leezdorf gibt es jährlich einen Neujahrsempfang. In diesem Jahr fand der im Bühnenklassenraum der Dörpschool statt. Foto: privat
In Leezdorf gibt es jährlich einen Neujahrsempfang. In diesem Jahr fand der im Bühnenklassenraum der Dörpschool statt. Foto: privat

Bei den drei bisherigen Brookmerlander Neujahrsempfängen hielt Ihmels Ansprachen, in denen er zurück- und vorausblickte. Zuletzt 2017 redete er rund eine Stunde über aktuelle Themen der Samtgemeinde und ihrer sechs Mitgliedsgemeinden. Etwa 150 Teilnehmer des Treffens in der Mensa der IGS in Marienhafe hörten ihm zu.

Überraschende Reaktion aus dem Rathaus

Der bisherige Neujahrsempfang der Samtgemeinde wurde nicht alt. Seine Premiere liegt gerade einmal neun Jahre zurück. Im Februar 2015 hatten Ihmels und sein damaliger Stellvertreter Gerhard Evers erstmals in der Geschichte der Samtgemeinde dazu in die IGS-Mensa eingeladen. Dort fand der Empfang auch in den beiden Folgejahren statt.

Immer war die Veranstaltung öffentlich. Persönlich eingeladen wurden von Ihmels und Evers Vertreter von Vereinen, Verbänden und Brookmerlander Einrichtungen, Amtskollegen aus umliegenden Gemeinden und Städten sowie die Bundestags- und Landtagsabgeordneten des Wahlkreises. Die Begegnung stehe im Vordergrund, hatte Ihmels gesagt. Bewirtet wurden die Teilnehmer mit Getränken und einem kalten Büfett.

Auf aktuelle Nachfrage reagierte man im Marienhafer Rathaus überraschend angefasst auf das Thema. Wie bereits mehrfach mitgeteilt, gebe es derzeit keinen Neujahrsempfang, der durch die Samtgemeinde Brookmerland ausgerichtet werde, antwortete im Auftrag und schriftlich Verwaltungsmitarbeiterin Tomma Berge. „Im kommenden Jahr bitte ich dann auch auf die Nachfrage zu verzichten“, heißt es. Und weiter: „Über alternative Formate, wie sie vor Beginn der Corona-Pandemie angedacht waren, werde ich Sie dann zu gegebener Zeit informieren.“

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