Vatertagsfeier Kreis fordert neue Regelung für Kukelorum
Bis zu 6000 Feiernde gleichzeitig und zahlreiche Einsätze für den Rettungsdienst: so geht es nicht weiter, sagt der Kreis Aurich und fordert Änderungen in Rahe.
Aurich - Änderungen fordert die Auricher Kreisverwaltung für die Organisation der Vatertagsfeiern am Kukelorum in Rahe. Nach den Vorkommnissen in der vorigen Woche müsse eine Regelung gefunden werden, um die Belastung für den kreiseigenen Rettungsdienst zu minimieren.
Laut einer Mitteilung der Polizei waren am Himmelfahrtstag bis zu 6000 Menschen gleichzeitig an der Schleuse Kukelorum in Rahe versammelt. Sowohl in der Gaststätte wurde eine Party veranstaltet als auch auf der gegenüberliegenden Wiese. Dort treffen sich traditionell all jene, die den sogenannten Vatertag feiern wollen. Erstmals hatte die Stadt Aurich die Zufahrten zu dem Bereich abgesperrt und von einem Sicherheitsdienst bewachen lassen. So konnten keine Autos in den stark frequentierten Bereich fahren.
Bis zu fünf Rettungswagen gleichzeitig vor Ort
Bis zum späten Nachmittag blieb die Lage am Kukelorum auch ruhig. Später jedoch folgte ein erhöhtes Einsatzaufkommen sowohl für den Rettungsdienst wie auch für die Polizei. Diese leitete über 50 Ermittlungsverfahren ein wegen Körperverletzungen, Diebstählen und Sachbeschädigung.
Stark eingebunden war der Rettungsdienst des Landkreises Aurich. Laut Rainer Müller-Gummels, Sprecher der Kreisverwaltung, waren zeitweise fünf Rettungswagen gleichzeitig vor Ort. Es habe binnen drei Stunden zehn Einsätze an der Schleuse gegeben. „Diese hohe Fahrzeugbindung kann zu Einschränkungen für andere Einsätze führen“, so Müller-Gummels. Daher sei in Absprache zwischen dem Rettungsdienst und der Kooperativen Leitstelle Ostfriesland das Deutsche Rote Kreuz alarmiert worden. Das DRK habe dann eine Unfallhilfestelle vor Ort aufgebaut, zu der sich dann Hilfesuchende direkt begeben konnten. Hier habe es dann noch sechs weitere Einsätze gegeben, die durch das DRK ambulant versorgt worden seien.
Vollalarm für DRK-Kreisbereitschaft
Laut einer Mitteilung, die die DRK-Kreisbereitschaft Aurich in den sozialen Medien verbreitet hat, musste wegen dieses Einsatzes am Himmelfahrtstag gegen 22 Uhr Vollalarm für die Kreisbereitschaft gegeben werden. Drei Transportfahrzeuge, ein Gerätewagen, ein Einsatzleitwagen und ein Mannschaftstransportwagen seien im Einsatz gewesen, um die „sanitätsdienstliche Absicherung einer größeren Menschenansammlung“ sicherzustellen. Erst um Mitternacht habe der Einsatz beendet werden können.
„Hier muss 2025 eine Regelung herbeigeführt werden, um die Belastung für den Rettungsdienst geringzuhalten“, so Müller-Gummels. Hierzu würden Gespräche mit den beteiligten Behörden geführt. Genauer benannt werden diese Behörden vom Kreissprecher nicht. Dabei kann es sich aber nur um die Stadt Aurich sowie den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) handeln, der für den Ems-Jade-Kanal zuständig ist. Dem Landesbetrieb gehört auch die Wiese samt dem Unterstand.