Kita-Gebühren Ihlower Bürgermeister rechnet mit Mehrkosten für Eltern
Arno Ulrichs geht davon aus, dass die Eltern künftig mehr für einen Krippenplatz bezahlen müssen. Die Ursache dafür ist aber nicht bei der Gemeinde zu finden.
Ihlow - Seit 20 Jahren hat sich nichts bei den Kita-Gebühren in der Gemeinde Ihlow getan. Nun müssen die Eltern wohl mit höheren Gebühren als nach aktueller Satzung rechnen. Das sagt der Ihlower Bürgermeister Arno Ulrichs auf Nachfrage. Grund dafür ist eine Änderung durch den Landkreis Aurich. Demnach sollen alle Kommunen im Kreis gleiche Gebührensätze für Krippe und Hort haben. Auch die Qualitätsstandards sollen kreisweit gleich sein.
In der jüngsten Sitzung des Ihlower Bildungsausschusses hatte Bürgermeister Ulrichs schon auf Mehrarbeit für die Ratsmitglieder hingewiesen. Denn die müssen noch abstimmen, wenn der Landkreis seine neue Satzung vorgibt. Noch liegen jedoch keine Gebührensätze vor. Doch der Landkreis habe den Durchschnittswert aus allen Kommunen ermittelt, so Ulrichs. Daher gehe er davon aus, dass die Gebühren für die Ihlower steigen. Wie hoch genau, ist noch nicht absehbar. In wenigen Wochen soll es aber Klarheit geben.
Entscheidung wahrscheinlich im Juni
Deswegen müssen die Ihlower Politiker nochmal ran: Es soll in den kommenden Wochen eine erneute Bildungsausschuss-Sitzung geben. Dann werden die neuen Gebühren und die neue Satzung des Landkreises beraten und abgestimmt. Im Juni wird voraussichtlich der Ihlower Gemeinderat dazu tagen. Es sei wichtig, dass die Eltern mit angemessener Vorlaufzeit Gewissheit hätten, welche Gebühren sie für den Kitaplatz zu zahlen hätten. In Ihlow zahlen Eltern aus der höchsten Einkommensstufe derzeit etwa 180 Euro monatlich für einen Krippenplatz, bis zu dem Monat, in dem das Kind drei Jahre alt wird. Für Randzeiten werden zusätzliche Gebühren fällig. Für Kindergartenkinder ist der Besuch kostenlos. Denn das Land Niedersachsen hatte die Gebühren für Kindergartenkinder vor ein paar Jahren abgeschafft.
Fest steht jedenfalls, dass die Gemeinde Ihlow schon die Krippen- und Kindergartenplätze für das neue Kitajahr ab dem Sommer vergeben konnte. Laut Ulrichs könne die Nachfrage bei den Familien gut bedient werden. Im Krippenbereich sei es aber erneut eng. Die temporäre Einrichtung in Ihlowerfehn werde daher noch weiter bestehen, um den Bedarf abdecken zu können. Neu wird auch sein, dass die Krippe in Westerende-Kirchloog in den Gulfhof Rieken zieht. Damit entfällt der Krippen-Container an der Auricher Straße. Außerdem wird die Nachmittagsbetreuung gekürzt: Bislang waren Ganztagsgruppen bis 17 Uhr möglich. Das wird nun nach Empfehlung des Ausschusses auf 16 Uhr begrenzt. Die Nachfrage sei laut Ulrichs nicht dagewesen für Betreuung bis 17 Uhr. Laut Beschlussvorlage der Verwaltung würden auch in den Ganztagsgruppen die Kinder spätestens bis 16 Uhr abgeholt.