Hamburg Mit diesen 9 Pflanzen können Sie Giersch endlich loswerden
Giersch ist der Schrecken eines jeden Gärtners. Hat er sich erstmal im Gartenbeet angesiedelt, dann wird man ihn kaum wieder los. Oder doch? Neun konkurrenzstarke Pflanzen, die das Unkraut vertreiben können.
Giersch, lateinisch Aegopodium podagraria, zählt zu den Wurzelunkräutern. Das heißt, er vermehrt sich nicht nur über Samen, sondern auch über unterirdische Ausläufer. So erobert er in kurzer Zeit große Flächen.
Vor allem in Dauerbepflanzungen wie Staudenbeeten wird man ihn deshalb nur schwer los. Wer schon versucht hat, dem Giersch durch Abzupfen oder Hacken Herr zu werden, weiß das. Aus jedem Wurzelstückchen treibt das zähe Kraut bald erneut aus und der Jäte-Marathon beginnt von vorne.
Doch es gibt eine Lösung: Überlassen Sie dem Kampf gegen den Giersch einfach anderen Pflanzen. Es gibt Stauden, die ihm im wahrsten Sinne gewachsen sind. Wer sie pflanzt, schwächt den Giersch, denn diesem werden Wasser und Nährstoffe entzogen. Dazu sehen sie auch noch schön aus.
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Ob Prachtstorchschnabel „Vital“ (Geranium ibericum), der Braune Storchschnabel (Geranium phaeum), Wald-Storchschnabel (Geranium sylvaticum) oder die Storschschnabelsorte „Sirak“ (Geranium Gracile-Hybride): Sie alle können es mit dem Giersch aufnehmen. Und sie erfreuen den Gärtner mit lange blühenden Blüten.
Für jeden Standort gibt es die geeignete Sorte. Der Prachtstorchschnabel „Vital“ wächst schnell sowohl auf trockenem als auch auf feuchtem Boden. Er blüht blau.
Der braunviolett blühende Braune Storchschnabel verträgt viel Trockenheit und der Wald-Storchschnabel setzt sich sogar im Schatten gegen den Giersch durch. Er hat weiße oder violette Blüten.
Besonders bewährt im Kampf gegen den Giersch hat sich die Sorte „Sirak“. Sie verfügt über attraktive, standfeste Blätter und blüht in einem kräftigen Violettrosa. Noch dazu ist sie insekten- und bienenfreundlich und sie wird von Schnecken verschmäht. Sie mag absonnige und halbschattige Standorte.
Purpurglöckchen (Heuchera) eignen sich für absonnige oder halbschattige Standorte, sie vertragen aber auch Sonne – müssen dann aber häufiger gegossen werden. Es gibt sie in verschiedenen Blattfarben. Sie bringen ihre rosafarbenen Blüten von April bis September hervor und werden 50 bis 90 Zentimeter hoch. Da sie ziemlich große Blätter ausbilden, können sie dem Giersch damit das Licht nehmen.
Die Ausdauernde Mondviole (Lunaria rediviva) wächst dem Giersch deutlich über den Kopf. Sie wird einen Meter hoch. Auf einem Meter Höhe ziehen zunächst hellviolette Blüten, später silbrige Schoten die Blicke auf sich.
Geißbart „Horatio“ (Aruncus aethusifolius Horatio) gibt vom attraktiven, farbintensiven Austrieb im Frühjahr über die cremeweiße Blütenpracht im Sommer bis hin zum Fruchtschmuckaspekt im Herbst und Winter fast das ganze Jahr lang ein bemerkenswert schönes Erscheinungsbild ab. Unter seinem dichten Laub und bis zu 1,50 m hohen Trieben hat der Giersch bald das Nachsehen.
Ab Spätsommer öffnet der Kerzenknöterich über viele Wochen Blütenkerzen – je nach Sorte – in Weiß, Rosa oder Purpur. Diese eignen sich wunderbar für herbstliche Sträuße. Wer es nicht ganz so mächtig mag, setzt auf die Sorte ‘Inverleith’. Sie wird nur 40 Zentimeter hoch, dämmt den Giersch aber trotzdem souverän ein.
Die blau blühende Staudenclematis „Cassandra“ (Clematis heracleifolia Cassandra) wächst kriechend auf über einem Qudratmeter, wenn sie nicht aufgebunden wird. Dabei begräbt die Staude den Giersch unter sich.